10.10.09 - Hamburg, Zum Schellfischposten "Inas Nacht" (TV-Aufzeichnung für ARD/NDR)
Es regnet die ganze Zeit und scheint auch vorerst nicht aufhören zu wollen. Ich parke mein Auto erstmal am Fischmarkt und gehe ein paar Schritte rüber zum Schellfischposten, dem Ort des heutigen Geschehens. Außer der Wirtin ist noch niemand da, aber ich werfe schon mal einen Blick in den Laden. Ist wirklich so klein, wie's im Fernsehen immer aussieht, eigentlich noch kleiner. Es passen wirklich nur 2 Tische rein. 10-12 Gäste und die Hütte ist voll. Das Hotel ist direkt nebenan. Ich checke ein, fahre mit dem Fahrstuhl in die 4.Etage und wundere mich schon etwas über die luxoriöse Unterkunft, in der ich heute schlafen darf. Auf dem Umschlag steht "Suite" und diese hat Elbblick. Verrückt!
Als am späten Nachmittag Miss Platnum und ihre Mannschaft mit dem Soundcheck fertig sind, bin ich dran. Ich freue mich Ina zu sehen. Sie erzählt mir was schönes über die Gründe meiner Einladung und mir geht das runter wie Öl. Ich spiele heute "Sonnenschein" und werde dabei von Ina's Band an Klavier, Bass und Schlagzeug begleitet. Als Ina meinen Song mitsingt, ist das ein ganz besonderer Moment für mich. Ich möchte fast vom Stuhl fallen und versuche trotzdem den Moment zu genießen. Die Band ist hervorragend und es sind gute Typen. Hab ein sehr gutes Gefühl. Mein Bassist Gunnar erzählt mir ein paar Tage später noch über Ina's Jungs, daß Helge auch bei Inga Rumpf trommelt und Dirk auch bei Jan Plewka's Rio Reiser Projekt den Bass zupft.
Als Peter Maffay den Sound checkt, setze ich mich in eine Ecke der Kneipe, verfolge das Geschehen sehr interessiert und bin begeistert von so vielen Kleinigkeiten, die ich beobachte. Von Peter kommen ein paar kurze, knackige Ansagen und dann sitzt das Ding. Man kann das so oder so auslegen, ich find's zumindest interessant. Er hat Pascal Kravetz und Peter Keller mitgebracht, die ihn neben Ina's Band auf den Gitarren begleiten. Peter Keller ist auch Bielefelder und die Welt mal wieder ein Dorf.
Ein kleiner Elbspaziergang lässt die Zeit nun sehr schnell verstreichen, der Regen wurde weniger und zu Beginn der Aufzeichnung bin ich wieder unten im Café des Hotels, wo wir alle das Live-Geschehen aus der Kneipe nebenan an einem großen Bildschirm verfolgen. Die Leute, die ich hier kennen lerne, die ganze Mannschaft um Ina Müller herum ist eine sehr angenehme Truppe.
Als Maffay dann mit seiner Band spielt, verziehe ich mich mit Gitarre in den hinteren Teil des Cafés, um mich ein bischen warmzuspielen. Sehr beruhigend wirkt zu dem Zeitpunkt Ina's Gitarrist Andreas auf mich ein. Der hat so 'ne ganz ruhige Art und das ist gut. Er selbst wird nachher kurz zur Band stoßen, wenn diese zusammen mit dem Autor Frank Schätzing eine Johnny Cash Nummer spielt. Dann bekommt Maffay die beim Publikum und sicher auch bei Ina so beliebten und manches mal ziemlich indiskreten Bierdeckel-Fragen (das Publikum schreibt Fragen auf Bierdeckel und diese stellt Ina dann dem Gast) und das ist mein Zeichen. Ich werde abgeholt und rüber zur Kneipe gebracht.
Dann geht alles ganz schnell. Ina erzählt Peter Maffay, wie sie auf den Divamann gekommen ist und als sie meinen Namen ruft, darf ich endlich raus! Als Ina mir vor laufender Kamera dann ein zweites Mal erzählt, daß sie heulen mußte, als sie "Sonnenschein" und "Größer als du" gehört hat, geht mir das innerlich ganz schön an die Nieren. Zum Glück haut es mich nicht komplett um und als wir den Song spielen, fühl ich mich sehr schnell recht sicher, grinse Ina an und sehe im Augenwinkel, wie Peter Maffay mitwippt und, wenn ich mich da nicht vertue, auch mal mitsingt. Läuft doch!
Ina macht sich anschließend noch ganz hervorragend als RonDiva-Promoterin und dann bin ich auch schon raus und wieder drüben im Public-Viewing-Café und hab ein ganz gutes Gefühl von dem, was da grad passiert ist. Die Sendung dauert noch 'ne Weile. Frank Schätzing erzählt von seinem neuen Buch und Miss Platnum kommt mitsamt Ihrer Band. Danach ist noch ein wenig Feierei angesagt und überhaupt hab ich mich heute Abend hier mit den ganzen Leuten sehr wohl gefühlt. Oben im Zimmer seh ich bei geöffnetem Fenster noch mal über die stille Elbe auf den beleuchteten Hafen und denke mir, daß das doch irgendwie verrückt ist, was da grad passiert. Ich spiele einen Song von mir im Ersten Fernsehprogramm.
Danke Ina!
Als am späten Nachmittag Miss Platnum und ihre Mannschaft mit dem Soundcheck fertig sind, bin ich dran. Ich freue mich Ina zu sehen. Sie erzählt mir was schönes über die Gründe meiner Einladung und mir geht das runter wie Öl. Ich spiele heute "Sonnenschein" und werde dabei von Ina's Band an Klavier, Bass und Schlagzeug begleitet. Als Ina meinen Song mitsingt, ist das ein ganz besonderer Moment für mich. Ich möchte fast vom Stuhl fallen und versuche trotzdem den Moment zu genießen. Die Band ist hervorragend und es sind gute Typen. Hab ein sehr gutes Gefühl. Mein Bassist Gunnar erzählt mir ein paar Tage später noch über Ina's Jungs, daß Helge auch bei Inga Rumpf trommelt und Dirk auch bei Jan Plewka's Rio Reiser Projekt den Bass zupft.
Als Peter Maffay den Sound checkt, setze ich mich in eine Ecke der Kneipe, verfolge das Geschehen sehr interessiert und bin begeistert von so vielen Kleinigkeiten, die ich beobachte. Von Peter kommen ein paar kurze, knackige Ansagen und dann sitzt das Ding. Man kann das so oder so auslegen, ich find's zumindest interessant. Er hat Pascal Kravetz und Peter Keller mitgebracht, die ihn neben Ina's Band auf den Gitarren begleiten. Peter Keller ist auch Bielefelder und die Welt mal wieder ein Dorf.
Ein kleiner Elbspaziergang lässt die Zeit nun sehr schnell verstreichen, der Regen wurde weniger und zu Beginn der Aufzeichnung bin ich wieder unten im Café des Hotels, wo wir alle das Live-Geschehen aus der Kneipe nebenan an einem großen Bildschirm verfolgen. Die Leute, die ich hier kennen lerne, die ganze Mannschaft um Ina Müller herum ist eine sehr angenehme Truppe.
Als Maffay dann mit seiner Band spielt, verziehe ich mich mit Gitarre in den hinteren Teil des Cafés, um mich ein bischen warmzuspielen. Sehr beruhigend wirkt zu dem Zeitpunkt Ina's Gitarrist Andreas auf mich ein. Der hat so 'ne ganz ruhige Art und das ist gut. Er selbst wird nachher kurz zur Band stoßen, wenn diese zusammen mit dem Autor Frank Schätzing eine Johnny Cash Nummer spielt. Dann bekommt Maffay die beim Publikum und sicher auch bei Ina so beliebten und manches mal ziemlich indiskreten Bierdeckel-Fragen (das Publikum schreibt Fragen auf Bierdeckel und diese stellt Ina dann dem Gast) und das ist mein Zeichen. Ich werde abgeholt und rüber zur Kneipe gebracht.
Dann geht alles ganz schnell. Ina erzählt Peter Maffay, wie sie auf den Divamann gekommen ist und als sie meinen Namen ruft, darf ich endlich raus! Als Ina mir vor laufender Kamera dann ein zweites Mal erzählt, daß sie heulen mußte, als sie "Sonnenschein" und "Größer als du" gehört hat, geht mir das innerlich ganz schön an die Nieren. Zum Glück haut es mich nicht komplett um und als wir den Song spielen, fühl ich mich sehr schnell recht sicher, grinse Ina an und sehe im Augenwinkel, wie Peter Maffay mitwippt und, wenn ich mich da nicht vertue, auch mal mitsingt. Läuft doch!
Ina macht sich anschließend noch ganz hervorragend als RonDiva-Promoterin und dann bin ich auch schon raus und wieder drüben im Public-Viewing-Café und hab ein ganz gutes Gefühl von dem, was da grad passiert ist. Die Sendung dauert noch 'ne Weile. Frank Schätzing erzählt von seinem neuen Buch und Miss Platnum kommt mitsamt Ihrer Band. Danach ist noch ein wenig Feierei angesagt und überhaupt hab ich mich heute Abend hier mit den ganzen Leuten sehr wohl gefühlt. Oben im Zimmer seh ich bei geöffnetem Fenster noch mal über die stille Elbe auf den beleuchteten Hafen und denke mir, daß das doch irgendwie verrückt ist, was da grad passiert. Ich spiele einen Song von mir im Ersten Fernsehprogramm.
Danke Ina!
25.09.09 - Stuttgart, Zapata "Silent Friday"
Auf der Fahrt von Leipzig nach Stuttgart werde ich irgendwann nachdenklich und frage mich, wie lange und wie oft ich wohl so etwas wie das hier machen kann. Wie lang werden Leute auf den Konzerten sein, die sich das anhören, was du da singst? Wie lang werden dir neue Texte einfallen, die sich lohnen, aufgeschrieben und vorgetragen zu werden? Wie lang, wie lang, wie lang...? All dieser Scheiß!
Mann! Schluß mit der Grübelei! Ich denk an gestern und hau erst mal die Stones in die Anlage. Jiving Sister Fanny! Auf der Babylon-Tour bin ich mal bis nach Stuttgart gefahren um die Stones zu sehen. Andrew kam mit, wir haben uns abends noch Anger77 in Bielefeld angesehen und sind dann nachts durchgefahren und Ralf und Claudia kamen auch über Nacht aus Berlin angereist. Zusammen mit vielen anderen saßen wir dann ab morgens 9 Uhr vor den Einlasstoren und abends waren wir dann ganz, ganz vorn! 2 Meter vom ollen Keith weg! So was hab ich damals als Azubi und Zivi ganze 7x innerhalb eines Jahres gemacht. 10 Jahre ist das her. In einem Jahr 7x die Stones! Das würde mir heute nicht mehr passieren.
Es ist Freitagsfeierabendverkehr, als ich in Stuttgart ankomme. Im Zapata, einer Disko, die auf einem Werksgelände liegt und auf mich einen ganz guten, rustikalen Eindruck macht, wird erst noch aufgebaut und ich hab noch 2-3 Std. Zeit bis zum Soundcheck. Ich nutze diese und hau mich unweit vom Spielort mit meinem Buch über Eric Clapton auf eine Bank im Park und laß mich von der Sonne wärmen. 10 Meter weiter macht ein Junge Fotos von seiner Freundin, die sich dafür in alle erdenklich ungünstigen Posen wirft. Ich kann mir so was nicht ansehen und denke dann immer: "Mädchen, tu dir das doch nicht an! Wenn du sehen könntest, wie das aussieht." Modeln ist auch nicht für jeden was. Als mir kalt wird, mach ich mich auf den Rückweg.
Im Zapata ist mittlerweile etwas mehr los. Der Abend läuft unter dem Namen "Silent Friday", findet 1x im Monat in Stuttgart an wechselnden Orten statt, hat scheinbar eine treue Anhängerschaft und ist, wie der Name schon sagt, ziemlich still. Neben Musik gibt es heute Abend einen Kurzfilm zu sehen und sogar einen Feuer-Jongleur. Die Leute können es sich im Zuschauerraum auf riesigen Kissen bequem machen und sich an der Theke an Bananen und Weintrauben bedienen oder von der Ingwer-Suppe kosten, die ich mir natürlich auch nicht entgehen lasse. Ingwer, was war da noch für ein Wirkstoff drin?
Und Reiner, auf dessen Mist das ganze hier wächst, ist ein guter Typ und kommt nachher auf der Bühne bei seinen Ankündigungen der einzelnen Künstler mit seiner liebenswerten Art so gut rüber, daß es eine Freude ist. Auch den guten Neal Hoffmann von Amphibic und Joachim von Daantje & The Golden Handwerk lerne ich heute Abend kennen. Die will ich gern mal wiedersehen.
Mein Konzert spiele ich sicher und mit einem großen Lächeln in mir, denn die Leute sitzen und liegen vor mir auf ihren dicken Kissen und sind so still, wie ich es dieser Tage schon mehrmals erleben durfte. Das tut so gut!
Als ich dann mit einem Teller Ingwer-Suppe an der Theke stehe, kommt ein Mädchen zu mir, welches mir erzählt, wie schüchtern die Stuttgarter doch sind. Aha! Fällt mir grad gar nicht auf. Sie erzählt mir später dann noch von Ihrer Band, deren Namen ich leider vergessen habe und mir somit nie im Netz anhören konnte. Eigentlich schade. In einer kurzen und sehr treffenden Sms meines Freundes Andrew bezieht sich dieser spät nachts dann noch mal auf die Stones und ich muß lachen. Da schließt sich der Kreis.
Weil ich morgen um 13 Uhr so gern den FC St. Pauli spielen sehen will, hab ich nach den knapp 500 km von Leipzig hier her nun weitere knapp 500 km direkt vor mir. Deswegen wollte ich eigentlich schon recht früh wieder fahren, komme aber doch erst um 2 Uhr hier weg, weil es mir so sehr gefällt. Der ganze Abend war ein sehr schöner Abschluß meiner kleinen Tour.
Nachts komme ich dann nur bis zur Hälfte der rund 500 km, lege mich im Auto schlafen, bis ich wach werde vor Kälte und bin dann schließlich um 11 oder 12 Uhr zuhause, packe das Auto aus, gehe direkt rüber zum Stadion und bekomme von einem netten Typen in braunem Trikot zum ganz normalen Preis noch eine Karte für den St.Pauli-Block! Da sitze ich dann im Stadion und freu mich jetzt schon auf die nächste Tour.
Mann! Schluß mit der Grübelei! Ich denk an gestern und hau erst mal die Stones in die Anlage. Jiving Sister Fanny! Auf der Babylon-Tour bin ich mal bis nach Stuttgart gefahren um die Stones zu sehen. Andrew kam mit, wir haben uns abends noch Anger77 in Bielefeld angesehen und sind dann nachts durchgefahren und Ralf und Claudia kamen auch über Nacht aus Berlin angereist. Zusammen mit vielen anderen saßen wir dann ab morgens 9 Uhr vor den Einlasstoren und abends waren wir dann ganz, ganz vorn! 2 Meter vom ollen Keith weg! So was hab ich damals als Azubi und Zivi ganze 7x innerhalb eines Jahres gemacht. 10 Jahre ist das her. In einem Jahr 7x die Stones! Das würde mir heute nicht mehr passieren.
Es ist Freitagsfeierabendverkehr, als ich in Stuttgart ankomme. Im Zapata, einer Disko, die auf einem Werksgelände liegt und auf mich einen ganz guten, rustikalen Eindruck macht, wird erst noch aufgebaut und ich hab noch 2-3 Std. Zeit bis zum Soundcheck. Ich nutze diese und hau mich unweit vom Spielort mit meinem Buch über Eric Clapton auf eine Bank im Park und laß mich von der Sonne wärmen. 10 Meter weiter macht ein Junge Fotos von seiner Freundin, die sich dafür in alle erdenklich ungünstigen Posen wirft. Ich kann mir so was nicht ansehen und denke dann immer: "Mädchen, tu dir das doch nicht an! Wenn du sehen könntest, wie das aussieht." Modeln ist auch nicht für jeden was. Als mir kalt wird, mach ich mich auf den Rückweg.
Im Zapata ist mittlerweile etwas mehr los. Der Abend läuft unter dem Namen "Silent Friday", findet 1x im Monat in Stuttgart an wechselnden Orten statt, hat scheinbar eine treue Anhängerschaft und ist, wie der Name schon sagt, ziemlich still. Neben Musik gibt es heute Abend einen Kurzfilm zu sehen und sogar einen Feuer-Jongleur. Die Leute können es sich im Zuschauerraum auf riesigen Kissen bequem machen und sich an der Theke an Bananen und Weintrauben bedienen oder von der Ingwer-Suppe kosten, die ich mir natürlich auch nicht entgehen lasse. Ingwer, was war da noch für ein Wirkstoff drin?
Und Reiner, auf dessen Mist das ganze hier wächst, ist ein guter Typ und kommt nachher auf der Bühne bei seinen Ankündigungen der einzelnen Künstler mit seiner liebenswerten Art so gut rüber, daß es eine Freude ist. Auch den guten Neal Hoffmann von Amphibic und Joachim von Daantje & The Golden Handwerk lerne ich heute Abend kennen. Die will ich gern mal wiedersehen.
Mein Konzert spiele ich sicher und mit einem großen Lächeln in mir, denn die Leute sitzen und liegen vor mir auf ihren dicken Kissen und sind so still, wie ich es dieser Tage schon mehrmals erleben durfte. Das tut so gut!
Als ich dann mit einem Teller Ingwer-Suppe an der Theke stehe, kommt ein Mädchen zu mir, welches mir erzählt, wie schüchtern die Stuttgarter doch sind. Aha! Fällt mir grad gar nicht auf. Sie erzählt mir später dann noch von Ihrer Band, deren Namen ich leider vergessen habe und mir somit nie im Netz anhören konnte. Eigentlich schade. In einer kurzen und sehr treffenden Sms meines Freundes Andrew bezieht sich dieser spät nachts dann noch mal auf die Stones und ich muß lachen. Da schließt sich der Kreis.
Weil ich morgen um 13 Uhr so gern den FC St. Pauli spielen sehen will, hab ich nach den knapp 500 km von Leipzig hier her nun weitere knapp 500 km direkt vor mir. Deswegen wollte ich eigentlich schon recht früh wieder fahren, komme aber doch erst um 2 Uhr hier weg, weil es mir so sehr gefällt. Der ganze Abend war ein sehr schöner Abschluß meiner kleinen Tour.
Nachts komme ich dann nur bis zur Hälfte der rund 500 km, lege mich im Auto schlafen, bis ich wach werde vor Kälte und bin dann schließlich um 11 oder 12 Uhr zuhause, packe das Auto aus, gehe direkt rüber zum Stadion und bekomme von einem netten Typen in braunem Trikot zum ganz normalen Preis noch eine Karte für den St.Pauli-Block! Da sitze ich dann im Stadion und freu mich jetzt schon auf die nächste Tour.
23.09.09 - Leipzig, Noch Besser Leben
Als ich am späten Nachmittag in Leipzig ankomme, sind vom NBL noch alle Türen zu und niemand in Sicht. Ich dreh noch 'ne Runde und seh mir ab 19 Uhr in einer Kneipe in der Nähe den zweiten Tag vom DFB-Pokal an. Werder empfängt St. Pauli. In der Halbzeit geh ich rüber zum Soundcheck.
Melde mich mich unten am Tresen in der Kneipe: "Hallo, Ronny ist mein Name. Ich soll hier heute spielen." Die Dame hinter der Theke: "Ja. Dann mach das doch." Pause. Kommt sie aus Berlin? Ich erfahre dann doch noch, daß ich eine Treppe höher muß, wo das Konzert in einem großen "Wohnzimmer" stattfindet. Super, ich glaub, das wird mir gefallen hier. Da ich mir aber mit dem Soundcheck Zeit lasse, verpasse ich die zweite Halbzeit vom Fußball. Ist aber nicht so schlimm.
Für die Zeit bis zum Konzert setze ich mich unten in die Kneipe und auf einmal ruft da jemand laut durch den ganzen Laden meinen Namen. Überraschung! Anna ist da! Mit ihr hab ich mal in Bielefeld gearbeitet. Sie wohnt jetzt in Leipzig und hat zufällig ein Plakat gesehen. Wir haben uns natürlich einiges zu erzählen. Von ihr erfahre ich später auch mehr über den Leipziger Wächterhausverein. Muß ich noch mal googlen.
Das Konzert gefällt mir selbst dann ganz gut. Am Ende sitzen einige Leute mehr oben als am Anfang und diese Leute scheinen ganz interessiert und sind still. Total still. Nur zweimal gerät der ganze Laden in ein lautes Gelächter, als ein hier anscheinend bekannter Hund zwischen den Stühlen umherschleicht und es sich schliesslich zwischen uns gemütlich macht. Der Haken ist, daß der Hund riecht. Eigentlich riecht er auch gar nicht, sondern er stinkt und das laut der Besitzerin nicht erst seit heute. Ich komme später noch mit mehreren Leuten in's Gespräch und lasse den Abend dann unten in der Kneipe in Ruhe ausklingen, wo ich mich auch erstmal über die Fussballergebnisse informieren muß. Die Leute hier vom NBL, mit denen ich zu tun hatte, gehören übrigens in die Top5, daß das klar ist!
Als ich am nächsten Morgen aus meinem Zimmer, welches im gleichen Haus liegt, auf den Flur gehe, tönt von unten aus der Kneipe Jagger's Stimme zu "Memo from Turner". Mann, wie lang hab ich mir das nicht mehr angemacht?! Spitzen Song! Ich hab heute frei, also seh ich mir Leipzig ein wenig an. Am Ende stelle ich fest, daß ich 7 oder 8 Stunden nonstop auf den Beinen war. Manchmal merkt man's gar nicht. Wollte mir eigentlich heute Abend politisches Kabarett ansehen, aber nun bin ich platt. Abends esse ich noch mal was im NBL mit seinen großen Schaufenstern, wo dann auch noch mal die Stones laufen: "Jiving Sister Fanny"! Starke Sache! Ich fühl mich wohl hier und schlafe in dem Zimmer über'm Laden übrigens hervorragend. Schön war's.
Melde mich mich unten am Tresen in der Kneipe: "Hallo, Ronny ist mein Name. Ich soll hier heute spielen." Die Dame hinter der Theke: "Ja. Dann mach das doch." Pause. Kommt sie aus Berlin? Ich erfahre dann doch noch, daß ich eine Treppe höher muß, wo das Konzert in einem großen "Wohnzimmer" stattfindet. Super, ich glaub, das wird mir gefallen hier. Da ich mir aber mit dem Soundcheck Zeit lasse, verpasse ich die zweite Halbzeit vom Fußball. Ist aber nicht so schlimm.
Für die Zeit bis zum Konzert setze ich mich unten in die Kneipe und auf einmal ruft da jemand laut durch den ganzen Laden meinen Namen. Überraschung! Anna ist da! Mit ihr hab ich mal in Bielefeld gearbeitet. Sie wohnt jetzt in Leipzig und hat zufällig ein Plakat gesehen. Wir haben uns natürlich einiges zu erzählen. Von ihr erfahre ich später auch mehr über den Leipziger Wächterhausverein. Muß ich noch mal googlen.
Das Konzert gefällt mir selbst dann ganz gut. Am Ende sitzen einige Leute mehr oben als am Anfang und diese Leute scheinen ganz interessiert und sind still. Total still. Nur zweimal gerät der ganze Laden in ein lautes Gelächter, als ein hier anscheinend bekannter Hund zwischen den Stühlen umherschleicht und es sich schliesslich zwischen uns gemütlich macht. Der Haken ist, daß der Hund riecht. Eigentlich riecht er auch gar nicht, sondern er stinkt und das laut der Besitzerin nicht erst seit heute. Ich komme später noch mit mehreren Leuten in's Gespräch und lasse den Abend dann unten in der Kneipe in Ruhe ausklingen, wo ich mich auch erstmal über die Fussballergebnisse informieren muß. Die Leute hier vom NBL, mit denen ich zu tun hatte, gehören übrigens in die Top5, daß das klar ist!
Als ich am nächsten Morgen aus meinem Zimmer, welches im gleichen Haus liegt, auf den Flur gehe, tönt von unten aus der Kneipe Jagger's Stimme zu "Memo from Turner". Mann, wie lang hab ich mir das nicht mehr angemacht?! Spitzen Song! Ich hab heute frei, also seh ich mir Leipzig ein wenig an. Am Ende stelle ich fest, daß ich 7 oder 8 Stunden nonstop auf den Beinen war. Manchmal merkt man's gar nicht. Wollte mir eigentlich heute Abend politisches Kabarett ansehen, aber nun bin ich platt. Abends esse ich noch mal was im NBL mit seinen großen Schaufenstern, wo dann auch noch mal die Stones laufen: "Jiving Sister Fanny"! Starke Sache! Ich fühl mich wohl hier und schlafe in dem Zimmer über'm Laden übrigens hervorragend. Schön war's.
22.09.09 - Berlin, Intersoup
Als ich am Nachmittag in Berlin ankomme, hab ich noch 2-3 Stunden Zeit, bevor überhaupt jemand am Laden ist. Also versuch ich, platt wie ich bin, im Auto noch etwas zu schlafen, was aufgrund von Autos auf Kopfsteinpflaster, Baustellenlärm und schreienden und heulenden Kindern überhaupt nicht hinhaut. Somit laufe ich schließlich noch ein wenig durch die Gegend. Das Intersoup liegt in Prenzlberg, was scheinbar die Entbindungsstation von Berlin ist. Ich laufe durch die Straßen und sehe nur junge Frauen mit ihren kleinen Kindern. Ist das der Club der schönen Mütter, von denen die Fehlfarben singen? Die können heute Abend ruhig alle mal vorbeikommen!
Auf der Infotafel am Intersoup, die den Kunden handgeschrieben über die aktuelle Abendveranstaltung informiert, steht noch die Lesung vom Vorabend. Das wird sich auch bis nach meinem Konzert nicht ändern.
Nachdem man mir im Keller des Ladens, wo sich der eigentlich ganz gemütliche Konzertraum befindet, Licht gemacht hat und etwas Zeit vergangen ist, frage ich oben an der Theke nach jemandem, der für die Technik verantwortlich ist, da ich nicht einfach so an dem fremden Equipment rumfingern will. "Da kommt keiner. Das machen die Bands immer selbst." Somit stelle ich fest, daß der Begriff "Mischer" in der Booking-Email anscheinend nicht für eine Person mit guten Ohren, sondern für das kleine Mischpult in der Ecke steht. Ok. Ich stell mir mein Zeug ein. Viel braucht es nicht, mache alles sehr leise, denn der Raum ist nicht größer als ein halbes Klassenzimmer.
Schräg gegenüber läuft in einem Café die Konferenz zum DFB-Pokal. Ich setze mich dazu, bestell mir was zu essen und freu mich, als zuerst Rolli und dann auch Tim um die Ecke kommen. Mit beiden hab ich vor über 10 Jahren mit Vorliebe Neil Young durch den Proberaum gejagt, bevor wir mit unseren eigenen Songs dann als SportClub u.a. beim "Woodstock in Bad Salzuflen" (O-Ton Ortrud Wunsch) die Verstärker auf 10 gedreht haben. 4-5 Stunden später sehe ich in der Wohnung von Tim, bei dem ich heute übernachte, dann sogar unser altes Tape "Rote Karte - Gelbsucht", ein Name, den unser alter Trommler Tittel zu verantworten hat.
Als im Fußball zwar noch nicht alle, aber einige Entscheidungen gefallen sind, gehen wir rüber in's Intersoup. Der Keller ist leer, aber es ist spät genug und Flomann ist auch da und der Tenstaag-Boy auch. Ich freu mich!
Als ich der Thekendame sage: "Ich fang dann mal an.", was übersetzt so viel heißen sollte wie "Kriegen die Leute das hier oben eigentlich mit, wenn unten ein Konzert anfängt?" sagt diese mir: "Du kannst Dich auch beim DJ grad noch selbst ansagen." Ich hoffe, daß ich mich verhört habe und gehe schweigend die Treppe runter. Tim versteht das alles nicht und will noch mal oben an der Theke Bescheid sagen. Er kam kopfschüttelnd wieder. Die Thekenfrau sagte ihm, daß sie keine Zeit hätte, er solle direkt zum DJ gehen und der DJ sagte ihm, daß er keine Zeit hätte. Dit is' Berlin, wa?
Ich fang an zu spielen, es kommen ein paar wenige Leute dazu, nach 2-3 Songs auch Julius, der wohl beste Praktikant, den das Bielefelder Kamp je hatte. (Mit Julius schreibe ich mir bevorzugt Sms, in denen wir mit Freude unserer uneingeschränkten Sympathie für den SV Werder Bremen Ausdruck verleihen.) Es macht mir Spaß meine Lieder zu spielen, ist ja fast wie bei einem meiner Freunde im Wohnzimmer.
Kurz vor Schluß kommt noch ein Päärchen rein, welches meine Aufmerksamkeit bis zum Ende immer wieder auf sich zieht, denn die Lady sieht entweder traurig oder ziemlich fertig aus, da bin ich mir nicht sicher, und dem Typen fallen ziemlich schnell die Augen zu und an den ganz leisen Stellen meine ich ihn schlafen bzw. schnarchen zu hören. Ob er vielleicht nicht wollte, aber nicht anders konnte, weil nur sie den Wohnungsschlüssel hat?
Als ich mit meiner Privatvorstellung fertig bin, will ich mir noch was zu trinken holen und man bzw. Frau Thekenkraft stellt meine Getränkemarkensituation in Frage und mir wird die Sache fast schon zu blöd.
Mit den Fantastischen 5 stehe ich dann noch lange draußen vor dem Laden und freue mich, daß sie mich alle besucht haben. Wir lachen über dies und jenes und hoffen, daß ich morgen in Leipzig bei kompetenteren Leuten spiele. Etwas später fällt mir dann noch mal die Booking-Mail vom Intersoup ein und damit ich mir auch sicher bin, lese ich es noch einmal genau nach: "Wir bieten: fürsorgliches, spaßiges und liebreizendes Barpersonal." Da war ich heute wohl in einem anderen Laden! Schade, ich hatte mich eigentlich drauf gefreut.
Auf der Infotafel am Intersoup, die den Kunden handgeschrieben über die aktuelle Abendveranstaltung informiert, steht noch die Lesung vom Vorabend. Das wird sich auch bis nach meinem Konzert nicht ändern.
Nachdem man mir im Keller des Ladens, wo sich der eigentlich ganz gemütliche Konzertraum befindet, Licht gemacht hat und etwas Zeit vergangen ist, frage ich oben an der Theke nach jemandem, der für die Technik verantwortlich ist, da ich nicht einfach so an dem fremden Equipment rumfingern will. "Da kommt keiner. Das machen die Bands immer selbst." Somit stelle ich fest, daß der Begriff "Mischer" in der Booking-Email anscheinend nicht für eine Person mit guten Ohren, sondern für das kleine Mischpult in der Ecke steht. Ok. Ich stell mir mein Zeug ein. Viel braucht es nicht, mache alles sehr leise, denn der Raum ist nicht größer als ein halbes Klassenzimmer.
Schräg gegenüber läuft in einem Café die Konferenz zum DFB-Pokal. Ich setze mich dazu, bestell mir was zu essen und freu mich, als zuerst Rolli und dann auch Tim um die Ecke kommen. Mit beiden hab ich vor über 10 Jahren mit Vorliebe Neil Young durch den Proberaum gejagt, bevor wir mit unseren eigenen Songs dann als SportClub u.a. beim "Woodstock in Bad Salzuflen" (O-Ton Ortrud Wunsch) die Verstärker auf 10 gedreht haben. 4-5 Stunden später sehe ich in der Wohnung von Tim, bei dem ich heute übernachte, dann sogar unser altes Tape "Rote Karte - Gelbsucht", ein Name, den unser alter Trommler Tittel zu verantworten hat.
Als im Fußball zwar noch nicht alle, aber einige Entscheidungen gefallen sind, gehen wir rüber in's Intersoup. Der Keller ist leer, aber es ist spät genug und Flomann ist auch da und der Tenstaag-Boy auch. Ich freu mich!
Als ich der Thekendame sage: "Ich fang dann mal an.", was übersetzt so viel heißen sollte wie "Kriegen die Leute das hier oben eigentlich mit, wenn unten ein Konzert anfängt?" sagt diese mir: "Du kannst Dich auch beim DJ grad noch selbst ansagen." Ich hoffe, daß ich mich verhört habe und gehe schweigend die Treppe runter. Tim versteht das alles nicht und will noch mal oben an der Theke Bescheid sagen. Er kam kopfschüttelnd wieder. Die Thekenfrau sagte ihm, daß sie keine Zeit hätte, er solle direkt zum DJ gehen und der DJ sagte ihm, daß er keine Zeit hätte. Dit is' Berlin, wa?
Ich fang an zu spielen, es kommen ein paar wenige Leute dazu, nach 2-3 Songs auch Julius, der wohl beste Praktikant, den das Bielefelder Kamp je hatte. (Mit Julius schreibe ich mir bevorzugt Sms, in denen wir mit Freude unserer uneingeschränkten Sympathie für den SV Werder Bremen Ausdruck verleihen.) Es macht mir Spaß meine Lieder zu spielen, ist ja fast wie bei einem meiner Freunde im Wohnzimmer.
Kurz vor Schluß kommt noch ein Päärchen rein, welches meine Aufmerksamkeit bis zum Ende immer wieder auf sich zieht, denn die Lady sieht entweder traurig oder ziemlich fertig aus, da bin ich mir nicht sicher, und dem Typen fallen ziemlich schnell die Augen zu und an den ganz leisen Stellen meine ich ihn schlafen bzw. schnarchen zu hören. Ob er vielleicht nicht wollte, aber nicht anders konnte, weil nur sie den Wohnungsschlüssel hat?
Als ich mit meiner Privatvorstellung fertig bin, will ich mir noch was zu trinken holen und man bzw. Frau Thekenkraft stellt meine Getränkemarkensituation in Frage und mir wird die Sache fast schon zu blöd.
Mit den Fantastischen 5 stehe ich dann noch lange draußen vor dem Laden und freue mich, daß sie mich alle besucht haben. Wir lachen über dies und jenes und hoffen, daß ich morgen in Leipzig bei kompetenteren Leuten spiele. Etwas später fällt mir dann noch mal die Booking-Mail vom Intersoup ein und damit ich mir auch sicher bin, lese ich es noch einmal genau nach: "Wir bieten: fürsorgliches, spaßiges und liebreizendes Barpersonal." Da war ich heute wohl in einem anderen Laden! Schade, ich hatte mich eigentlich drauf gefreut.
19.09.09 - Schwerin, Café Kunterbunt
Da ich recht früh in Schwerin ankomme, hab ich noch genügend Zeit, um mal runter an den See und zum Schloß zu gehen. Hier bin ich vor Jahren immer wieder vorbeigefahren, als ich meine alte Heimat Güstrow besucht habe. Da aber gerade heute an einem Samstag wegen der BuGa ein ziemlicher Auflauf herrscht und ich sowieso ziemlich platt bin, geh ich lieber noch mal auf's Zimmer, welches direkt nebenan des Café Kunterbunt ist und stelle mir zum Glück den Wecker, denn ich schlafe (für mich untypisch) auf der Stelle ein.
Als ich zum Soundcheck komme, packt mich tatsächlich Angst, was den späteren Abend angeht, denn die Leute sind hier zwar von der guten Sorte, aber bzgl der Technik vor Ort gibt es hier ein paar große Fragezeichen. Der Freund der Veranstalterin meint auf meine Bedenken hin aber nur "Das kriegen wir schon hin. Nur die Ruhe." Um es kurz und knapp zu erklären: es waren falsche Kabel bzw Anschlüsse vorhanden, mit denen ich nichts zu tun hatte. Der junge Mann schnitt Kabel auseinander, flickte diese mit anderen wieder zusammen und bastelte am Ende tatsächlich alles so, daß wir Stimme und Gitarre über das hier vorhandene DJ-Pult und dann eben über die Anlage hören konnten. Auf mein verwundertes Nachfragen antwortete mir die Veranstalterin nur, daß alle anderen Bands immer ihre eigenen Anlagen mitbringen. Aber ich will mich gar nicht ärgern, sondern freue mich sehr über die großartige Hilfe des jungen Mannes mit den flinken Bastelfingern, mit dem zusammen dann der Soundcheck auch gut läuft.
Einlass ist um Acht, Beginn um Neun, also geh ich noch mal runter zum nun sehr schön beleuchteten Schweriner Schloß, bin kurz nach Neun wieder am Laden und schaute wahrscheinlich zuerst wie ein Auto, bevor ich seltsamer Weise immer mehr anfangen musste zu grinsen: Ich war mein erster Gast! Die Veranstalterin entschuldigte sich tausend Mal, verstand die ganze Sache gar nicht und sagte immer wieder, daß es die Woche doch 2x in der Zeitung stand und wie sehr es ihr leid tue.
Wir verschieben den Beginn auf 22 Uhr. Ich sehe noch, wie sie ca 100 Einladungs-Sms in Ihr Handy tippt und gehe wieder runter an's Wasser, schreib nun selbst Trost suchend verzweifelte Sms an Freunde und Familie, bin kurz nach 22 Uhr wieder vor Ort und sehe mich höchstens einer Hand voll Leuten gegenüber. Während ich die ersten Lieder spiele, werden es langsam doppelt so viele, von denen ich aber nicht so genau weiß, ob die meissten von ihnen sich wirklich dafür interessieren, was da auf der Bühne gespielt und gesungen wird. Das alles wäre ok, wenn der Laden auch dem entsprechend klein wäre, aber er ist ziemlich groß und ich komme mir irgendwie ziemlich verloren vor. Fühlt sich seltsam an.
Nach dem Konzert vergrabe ich mich in meinem alten Rolling Stone, um endlich die 16 Seiten über Bob Dylan zu Ende zu lesen, unterhalte mich lange mit einem ebenfalls ehemaligen Güstrower und mache mich schliesslich gegen 2 oder 3 Uhr noch auf den Weg "Zum Freischütz", einer Kneipe, die man mir vorher empfohlen hat, die mir dann auch gut gefällt und wo ich ein schließlich doch recht einsames Gute-Nacht-Malz trinke.
Am nächsten Tag verabschiede ich mich von dem freundlichen Hostel-Chefcoach, komme meiner alten Heimat immer näher und höre während der Fahrt zuerst die letzte Scheibe von Niels Frevert, könnte an manchen Stellen heulen und drehe dann vor Güstrow noch eine Ehrenrunde, damit ich auch die St.Amour von Tom Liwa noch bis zum Ende hören kann. Hab beide Platten länger nicht angemacht, sind aber beide so wunderbar.
Als ich zum Soundcheck komme, packt mich tatsächlich Angst, was den späteren Abend angeht, denn die Leute sind hier zwar von der guten Sorte, aber bzgl der Technik vor Ort gibt es hier ein paar große Fragezeichen. Der Freund der Veranstalterin meint auf meine Bedenken hin aber nur "Das kriegen wir schon hin. Nur die Ruhe." Um es kurz und knapp zu erklären: es waren falsche Kabel bzw Anschlüsse vorhanden, mit denen ich nichts zu tun hatte. Der junge Mann schnitt Kabel auseinander, flickte diese mit anderen wieder zusammen und bastelte am Ende tatsächlich alles so, daß wir Stimme und Gitarre über das hier vorhandene DJ-Pult und dann eben über die Anlage hören konnten. Auf mein verwundertes Nachfragen antwortete mir die Veranstalterin nur, daß alle anderen Bands immer ihre eigenen Anlagen mitbringen. Aber ich will mich gar nicht ärgern, sondern freue mich sehr über die großartige Hilfe des jungen Mannes mit den flinken Bastelfingern, mit dem zusammen dann der Soundcheck auch gut läuft.
Einlass ist um Acht, Beginn um Neun, also geh ich noch mal runter zum nun sehr schön beleuchteten Schweriner Schloß, bin kurz nach Neun wieder am Laden und schaute wahrscheinlich zuerst wie ein Auto, bevor ich seltsamer Weise immer mehr anfangen musste zu grinsen: Ich war mein erster Gast! Die Veranstalterin entschuldigte sich tausend Mal, verstand die ganze Sache gar nicht und sagte immer wieder, daß es die Woche doch 2x in der Zeitung stand und wie sehr es ihr leid tue.
Wir verschieben den Beginn auf 22 Uhr. Ich sehe noch, wie sie ca 100 Einladungs-Sms in Ihr Handy tippt und gehe wieder runter an's Wasser, schreib nun selbst Trost suchend verzweifelte Sms an Freunde und Familie, bin kurz nach 22 Uhr wieder vor Ort und sehe mich höchstens einer Hand voll Leuten gegenüber. Während ich die ersten Lieder spiele, werden es langsam doppelt so viele, von denen ich aber nicht so genau weiß, ob die meissten von ihnen sich wirklich dafür interessieren, was da auf der Bühne gespielt und gesungen wird. Das alles wäre ok, wenn der Laden auch dem entsprechend klein wäre, aber er ist ziemlich groß und ich komme mir irgendwie ziemlich verloren vor. Fühlt sich seltsam an.
Nach dem Konzert vergrabe ich mich in meinem alten Rolling Stone, um endlich die 16 Seiten über Bob Dylan zu Ende zu lesen, unterhalte mich lange mit einem ebenfalls ehemaligen Güstrower und mache mich schliesslich gegen 2 oder 3 Uhr noch auf den Weg "Zum Freischütz", einer Kneipe, die man mir vorher empfohlen hat, die mir dann auch gut gefällt und wo ich ein schließlich doch recht einsames Gute-Nacht-Malz trinke.
Am nächsten Tag verabschiede ich mich von dem freundlichen Hostel-Chefcoach, komme meiner alten Heimat immer näher und höre während der Fahrt zuerst die letzte Scheibe von Niels Frevert, könnte an manchen Stellen heulen und drehe dann vor Güstrow noch eine Ehrenrunde, damit ich auch die St.Amour von Tom Liwa noch bis zum Ende hören kann. Hab beide Platten länger nicht angemacht, sind aber beide so wunderbar.
18.09.09 - Kiel, Prinz Willy
Recht spät mach ich mich von Hamburg auf den Weg zum Prinzen von Kiel. Es ist Freitag, später Nachmittag und in Hamburg herrscht Feierabendverkehr. Als ich bei Willy ankomme, ist aber alles ganz entspannt, ich baue auf, spiele ein bischen was an und koste dann erstmal von dem leckeren Kuchen, den es hier gibt.
Auf diesen Abend hab ich mich im Vorfeld schon richtig gefreut, denn die 2 Male, die ich schon hier war, blieben mir als sehr angenehm in Erinnerung. Und heute? Das hier wird der beste Kiel-Abend von allen! Die Leute sind mucksmäuschenstill, wir haben einen guten Draht zueinander, finde ich, und ich fühl mich auch ganz gut mit der Gitarre.
Nach am Ende zwei nicht geplanten Zugaben erfahre ich noch was über das Bob Dylan Konzert in Hannover, zu dem ich im März eigentlich auch gehen wollte und dann nicht konnte, erkenne Gesichter vom letzten Mal wieder, genieße draußen in der recht warmen Nacht meinen großartigen Salat und gehe schliesslich zu ganz später Stunde noch mal runter an's Wasser.
Am nächsten Morgen gibt's leckeres Frühstück mit Willy, ich drehe mit meinem kaputten Rücken noch mal 'ne Runde am Wasser, dieses Mal bei schönstem Sonnenschein und mach mich dann guter Dinge auf den Weg nach Mecklenburg.
Auf diesen Abend hab ich mich im Vorfeld schon richtig gefreut, denn die 2 Male, die ich schon hier war, blieben mir als sehr angenehm in Erinnerung. Und heute? Das hier wird der beste Kiel-Abend von allen! Die Leute sind mucksmäuschenstill, wir haben einen guten Draht zueinander, finde ich, und ich fühl mich auch ganz gut mit der Gitarre.
Nach am Ende zwei nicht geplanten Zugaben erfahre ich noch was über das Bob Dylan Konzert in Hannover, zu dem ich im März eigentlich auch gehen wollte und dann nicht konnte, erkenne Gesichter vom letzten Mal wieder, genieße draußen in der recht warmen Nacht meinen großartigen Salat und gehe schliesslich zu ganz später Stunde noch mal runter an's Wasser.
Am nächsten Morgen gibt's leckeres Frühstück mit Willy, ich drehe mit meinem kaputten Rücken noch mal 'ne Runde am Wasser, dieses Mal bei schönstem Sonnenschein und mach mich dann guter Dinge auf den Weg nach Mecklenburg.
17.09.09 - Hamburg, Freundlich & Kompetent
Vor dem Konzert seh ich mir bei meiner Schwester die erste Halbzeit vom HSV in Wien an: furchtbar! Bevor ich einschlafe, fahre ich rüber in's F&K, wo das Spiel auch gezeigt wird, die zweite Halbzeit noch läuft und ich mir etwas Sorgen mache, wie gleich das Konzert laufen wird, wenn die mit einer Niederlage gebeutelten HSV-Fans noch an der Theke die Auswärtsniederlage diskutieren, während ich Ihnen mein Seelenleid darbieten will.
Meine Sorgen waren berechtigt, denn während des ganzen Konzertes tun ein paar Leute an der Theke alles, um auch auf jeden Fall lauter zu sein, als ich es auf der Bühne sein kann und will. In ein paar Tagen werde ich rückblickend feststellen, daß das hier mein schlechtestes Konzert der Tour war.
Gefreut habe ich mich aber trotzdem über den Besuch meiner Schwester, von Jens, vom Zero-Man und ganz besonders von Christoph.
Auf dem Weg zurück zu meiner Schwester denke ich dann noch einmal an die HSV-Fans und singe leise vor mich hin: "...und das Größte und das Schönste auf der Welt ist der SV Werder Breeemen!"
Meine Sorgen waren berechtigt, denn während des ganzen Konzertes tun ein paar Leute an der Theke alles, um auch auf jeden Fall lauter zu sein, als ich es auf der Bühne sein kann und will. In ein paar Tagen werde ich rückblickend feststellen, daß das hier mein schlechtestes Konzert der Tour war.
Gefreut habe ich mich aber trotzdem über den Besuch meiner Schwester, von Jens, vom Zero-Man und ganz besonders von Christoph.
Auf dem Weg zurück zu meiner Schwester denke ich dann noch einmal an die HSV-Fans und singe leise vor mich hin: "...und das Größte und das Schönste auf der Welt ist der SV Werder Breeemen!"
16.09.09 - Bremen, Couchclub Urlaub
Das erste Konzert nach einigen Monaten ist ja immer so eine Sache, aber heute trotzdem kein Grund, sich Sorgen zu machen. Bin guter Dinge und freu mich auf meine kleine Tour.
Sebastian vom Urlaub Club kenne ich noch von meinem letzten Gastspiel hier zusammen mit den Jungs von Chelsy. Nachdem wir mir eine kleine Ecke in dem schlauchförmigen, nicht all zu großen Laden zurechtgeräumt haben, gehen wir auf die andere Straßenseite, essen dort was und sehen uns Stuttgart's Einstieg in die Champions League an: Lohnt nicht, da dreh ich lieber noch 'ne Runde durch's Viertel.
Als ich wieder am Laden bin, sind alle Plätze besetzt und ich spiele nach Monaten mal wieder meine Lieder. Die Leute hören zu, sind freundlich, ab und zu hör ich hinter mir den Kickertisch, was aber heute nicht weiter stört und wir schmunzeln gemeinsam über die seltsamen Geräusche, die Sebastian's Mini-Verstärker mir ein paar mal in den Weg wirft.
Sebastian ist es auch, der mir nach dem Konzert meine vierte, fünfte oder sechste Bestellung von alkoholfreien Getränken mit den Worten "Du gibst es dir aber heute richtig, was?!" überreicht. Wie man's nimmt. Zumindest lande ich erst 4:30h in der Kiste, nachdem ich vorher noch dies und das über Hebammen und die Kelly Family erfahre und feststelle, daß die Welt doch ein Dorf ist.
Am nächsten Tag nehm ich mir noch etwas Zeit für die Bremer Innenstadt und selbstverständlich geht's auch noch mal in den Werder-Fanshop am Weserstadion. Ich hoffe, daß ich zusammen mit meinem Bruder bald mal wieder hier bin!
Sebastian vom Urlaub Club kenne ich noch von meinem letzten Gastspiel hier zusammen mit den Jungs von Chelsy. Nachdem wir mir eine kleine Ecke in dem schlauchförmigen, nicht all zu großen Laden zurechtgeräumt haben, gehen wir auf die andere Straßenseite, essen dort was und sehen uns Stuttgart's Einstieg in die Champions League an: Lohnt nicht, da dreh ich lieber noch 'ne Runde durch's Viertel.
Als ich wieder am Laden bin, sind alle Plätze besetzt und ich spiele nach Monaten mal wieder meine Lieder. Die Leute hören zu, sind freundlich, ab und zu hör ich hinter mir den Kickertisch, was aber heute nicht weiter stört und wir schmunzeln gemeinsam über die seltsamen Geräusche, die Sebastian's Mini-Verstärker mir ein paar mal in den Weg wirft.
Sebastian ist es auch, der mir nach dem Konzert meine vierte, fünfte oder sechste Bestellung von alkoholfreien Getränken mit den Worten "Du gibst es dir aber heute richtig, was?!" überreicht. Wie man's nimmt. Zumindest lande ich erst 4:30h in der Kiste, nachdem ich vorher noch dies und das über Hebammen und die Kelly Family erfahre und feststelle, daß die Welt doch ein Dorf ist.
Am nächsten Tag nehm ich mir noch etwas Zeit für die Bremer Innenstadt und selbstverständlich geht's auch noch mal in den Werder-Fanshop am Weserstadion. Ich hoffe, daß ich zusammen mit meinem Bruder bald mal wieder hier bin!
02.05.09 - Essen, Grend - Support für Gisbert zu Knyphausen
Auf dem Weg nach Essen höre ich im Autoradio wieder die Fußball-Bundesliga. So langsam geht es in die entscheidende Phase. Am Grend, einer alten Schule, angekommen, fällt mir sofort ein Plakat von Herrn Distelmeyer in's Auge. Der Mann ist also auch wieder am Start, sehr gut!
Der Veranstalter Markus ist ein sehr netter Typ und auch Carsten, dessen Namen ich bisher immer nur unter Konzertberichten gelesen habe, lerne ich nun kennen. Soundcheck klappt gut, ist ja auch nicht viel dran. Bis zum sehr, sehr leckerem Essen seh ich mit Gisbert noch die Sportschau. Freu mich sehr, daß wir uns wiedersehen. Marcus von Chelsy kommt auch schon vorbei und extra für ihn geht's heut im Ruhrpott mit Chelsy-Shirt auf die Bühne.
Keine Ahnung, was da später beim Konzert passierte, aber bei "Freigetränk" finde ich zunächst nicht den richtigen Akkord. Manchmal ist es seltsam. Widerum wunderbar ist allerdings, daß während des Konzertes die Leute tatsächlich mal wieder komplett still sind und wirklich zuhören. Die Email-Liste wird nach dem Konzert auch immer voller. Schönes Ding! Das gute Gisbert-Publikum eben. Während Gisbert dann später sein Konzert spielt, stelle ich mich hinten in den Raum und wundere mich, wieviel Platz dort noch ist, obwohl das Konzert ausverkauft ist. Wenn ich jetzt nichts durcheinander bringe, sehr ich Gisbert heute zum ersten Mal solo, nachdem ich ihn mit Band nun schon 9 oder 10x gesehen hab.
Als die Musik verklungen und der Saal geräumt ist, geht's mit Marcus relativ schnell in die Heldenbar im Grillo-Theater, um dort auf'n Malz in der Disco mal nach dem Rechten zu sehen, bevor wir bei ihm zuhaus dann noch mal schauen, ob der Plattenspieler auch morgens um 2 Uhr noch funktioniert und ich mir Geschichten über's Holzhacken in Essen anhöre.
Der Veranstalter Markus ist ein sehr netter Typ und auch Carsten, dessen Namen ich bisher immer nur unter Konzertberichten gelesen habe, lerne ich nun kennen. Soundcheck klappt gut, ist ja auch nicht viel dran. Bis zum sehr, sehr leckerem Essen seh ich mit Gisbert noch die Sportschau. Freu mich sehr, daß wir uns wiedersehen. Marcus von Chelsy kommt auch schon vorbei und extra für ihn geht's heut im Ruhrpott mit Chelsy-Shirt auf die Bühne.
Keine Ahnung, was da später beim Konzert passierte, aber bei "Freigetränk" finde ich zunächst nicht den richtigen Akkord. Manchmal ist es seltsam. Widerum wunderbar ist allerdings, daß während des Konzertes die Leute tatsächlich mal wieder komplett still sind und wirklich zuhören. Die Email-Liste wird nach dem Konzert auch immer voller. Schönes Ding! Das gute Gisbert-Publikum eben. Während Gisbert dann später sein Konzert spielt, stelle ich mich hinten in den Raum und wundere mich, wieviel Platz dort noch ist, obwohl das Konzert ausverkauft ist. Wenn ich jetzt nichts durcheinander bringe, sehr ich Gisbert heute zum ersten Mal solo, nachdem ich ihn mit Band nun schon 9 oder 10x gesehen hab.
Als die Musik verklungen und der Saal geräumt ist, geht's mit Marcus relativ schnell in die Heldenbar im Grillo-Theater, um dort auf'n Malz in der Disco mal nach dem Rechten zu sehen, bevor wir bei ihm zuhaus dann noch mal schauen, ob der Plattenspieler auch morgens um 2 Uhr noch funktioniert und ich mir Geschichten über's Holzhacken in Essen anhöre.