09.04.11 - Bochum, Kneipe im Bahnhof Langendreer
Wir frühstücken und duschen mit Inga Rumpf & Frumpy und jeder Menge anderem guten, alten Zeug. Danach geht's ins Zentrum zu einem großen Musikalienladen, wo's nicht nur Fussmaschinen gibt. Jedenfalls wird Utz fündig und wir freuen uns auf Bochum heute Abend.
Dort muss beim Soundcheck mal wieder Lötmeister Gunni ran, denn ein Gitarrenverstärker hat sich irgendwo geteilt, wo das eigentlich nicht vorgesehen ist. Das hat zur Folge, daß unser Soundcheck ganze 10 Minuten überzogen wird, was 2 Paare in dem Laden dazu veranlasst, daß Lokal zu verlassen, da sie sich in Ihrer Essensruhe gestört fühlen. Wie unentspannt und vor allem ungeduldig die sind!
Wir haben bis zum Gig 3, bis zum Essen 2 Stunden Zeit, also dreh ich mit Jan, der uns hier heute betreut, noch eine große Runde durch Wald und Flur. Sehr angenehm.
Danach gibt's ein sehr, sehr leckeres Essen, was ich den Jungs schon gestern angekündigt hatte, da ich die Küche hier von meinem ersten Gastspiel vor ein paar Jahren noch als hervorragend in Erinnerung hatte.
Ein besonderer Gast auf dem heutigen Konzert ist Johann, ein Stammgast des Lokals, dem es egal ist, ob ich ihm mit eindeutigen Gesten und bösem Gesicht klarmache, daß er momentan nichts anderes tut als stören. Johann war nach eigener Aussage bester Sanitäter bei der Bundeswehr, hat sich bereits ein Bass-Duell mit Paul McCartney geliefert und sogar Starlight Express erfunden. Beim Konzert dann baut er sich während eines jeden Songs vor der Bühne auf, glaubt ein Teil der Show zu sein, ist mit seinen lauten Zwischenrufen selbst dann zu hören, wenn wir mit kompletter Besetzung reinhauen. Ich spiele wegen ihm fast den kompletten Abend mit geschlossenen Augen und bei 2-3 Songs haut er mich dann doch komplett raus. Ich muss zusehen, daß ich mich nicht zu sehr darüber ärgere und wieder in die Spur komme. Wie muß das nur sein, wenn du einen blöden Single-Hit gelandet hast, dann für sämtliche Stadtfeste gebucht wirst und in jeder verdammten Stadt irgend so ein Heini vor der Bühne steht und dir zubrüllt: "Ey, spiel mal was von den Stones!"?
Beim allerletzten Song "Tag für Tag" gehe ich wie meistens früher von der Bühne und schaue mir neben Basti begeistert und total unter Strom meine Jungs noch von der Seite an, wie sie pumpen und schieben und Feedbacks schreien lassen und dann passiert es doch noch: Johann klettert auf die Bühne, wackelt zum Mikro und brüllt irgendwas da rein. Warum ist da eigentlich der Mischer nicht schnell genug auf dem Mute-Knopf? Vergessen! Bloß schnell den Johann vergessen! Das geschieht allerdings auch wirklich schnell und leicht, da in den nächsten Minuten einige Leute ankommen und mir viele gute und schöne Dinge erzählen.
Mein Dad, der heute mit meiner Mum hier war, zeigt übrigens Qualitäten eines Tourmanagers. Evtl ist das noch mal eine Option für die Zukunft. Paul Weller hat ja auch seinen Dad mit auf Tour und ich glaube, beim BRMC gibt's das auch.
Noch recht lang sitzen wir mit Jan bei diversen Getränken zusammen, ich laß mir UK als Urlaubsland schmackhaft machen, bevor wir dann um 2 Uhr den Partybus entern. Aus Party wird auf den hinteren Bänken aber schnell Müdigkeit, mit Wilco und Koppruch geht's Richtung Heimat und morgens um 6 Uhr ist das Auto dann weggebracht, die Haustür aufgeschlossen und die schöne Tour vorbei. Kann im Herbst gern so weitergehen.
Dort muss beim Soundcheck mal wieder Lötmeister Gunni ran, denn ein Gitarrenverstärker hat sich irgendwo geteilt, wo das eigentlich nicht vorgesehen ist. Das hat zur Folge, daß unser Soundcheck ganze 10 Minuten überzogen wird, was 2 Paare in dem Laden dazu veranlasst, daß Lokal zu verlassen, da sie sich in Ihrer Essensruhe gestört fühlen. Wie unentspannt und vor allem ungeduldig die sind!
Wir haben bis zum Gig 3, bis zum Essen 2 Stunden Zeit, also dreh ich mit Jan, der uns hier heute betreut, noch eine große Runde durch Wald und Flur. Sehr angenehm.
Danach gibt's ein sehr, sehr leckeres Essen, was ich den Jungs schon gestern angekündigt hatte, da ich die Küche hier von meinem ersten Gastspiel vor ein paar Jahren noch als hervorragend in Erinnerung hatte.
Ein besonderer Gast auf dem heutigen Konzert ist Johann, ein Stammgast des Lokals, dem es egal ist, ob ich ihm mit eindeutigen Gesten und bösem Gesicht klarmache, daß er momentan nichts anderes tut als stören. Johann war nach eigener Aussage bester Sanitäter bei der Bundeswehr, hat sich bereits ein Bass-Duell mit Paul McCartney geliefert und sogar Starlight Express erfunden. Beim Konzert dann baut er sich während eines jeden Songs vor der Bühne auf, glaubt ein Teil der Show zu sein, ist mit seinen lauten Zwischenrufen selbst dann zu hören, wenn wir mit kompletter Besetzung reinhauen. Ich spiele wegen ihm fast den kompletten Abend mit geschlossenen Augen und bei 2-3 Songs haut er mich dann doch komplett raus. Ich muss zusehen, daß ich mich nicht zu sehr darüber ärgere und wieder in die Spur komme. Wie muß das nur sein, wenn du einen blöden Single-Hit gelandet hast, dann für sämtliche Stadtfeste gebucht wirst und in jeder verdammten Stadt irgend so ein Heini vor der Bühne steht und dir zubrüllt: "Ey, spiel mal was von den Stones!"?
Beim allerletzten Song "Tag für Tag" gehe ich wie meistens früher von der Bühne und schaue mir neben Basti begeistert und total unter Strom meine Jungs noch von der Seite an, wie sie pumpen und schieben und Feedbacks schreien lassen und dann passiert es doch noch: Johann klettert auf die Bühne, wackelt zum Mikro und brüllt irgendwas da rein. Warum ist da eigentlich der Mischer nicht schnell genug auf dem Mute-Knopf? Vergessen! Bloß schnell den Johann vergessen! Das geschieht allerdings auch wirklich schnell und leicht, da in den nächsten Minuten einige Leute ankommen und mir viele gute und schöne Dinge erzählen.
Mein Dad, der heute mit meiner Mum hier war, zeigt übrigens Qualitäten eines Tourmanagers. Evtl ist das noch mal eine Option für die Zukunft. Paul Weller hat ja auch seinen Dad mit auf Tour und ich glaube, beim BRMC gibt's das auch.
Noch recht lang sitzen wir mit Jan bei diversen Getränken zusammen, ich laß mir UK als Urlaubsland schmackhaft machen, bevor wir dann um 2 Uhr den Partybus entern. Aus Party wird auf den hinteren Bänken aber schnell Müdigkeit, mit Wilco und Koppruch geht's Richtung Heimat und morgens um 6 Uhr ist das Auto dann weggebracht, die Haustür aufgeschlossen und die schöne Tour vorbei. Kann im Herbst gern so weitergehen.
08.04.11- Köln, Stereo Wonderland
Wie kann man denn nur seine Fußmaschine vergessen?! Keine Ahnung. Ist jetzt auch egal. Hilft nichts. Eine neue muß her. Die für die Bassdrum von Utz liegt jedenfalls schön bei ihm zuhause. Die Musikgeschäfte sind schon zu. Wir telefonieren wie blöde alle Möglichkeiten ab. Freunde, Musikerkollegen werden angerufen und um Hilfe gebeten. Den einen erwische ich auf'm Klo, den anderen im Fussballstadion, bei einem weiteren stimmt die Nummer nicht mehr und eine fremde Frau geht ran. Nach Ewigkeiten und unzähligen Telefoneinheiten seh ich uns am Abend schon unplugged spielen. Zum Glück spielt gegenüber im Blue Shell eine freundliche Band, der wir versprechen müssen, viertel vor Zehn fertig zu sein, so daß deren Fussmaschine wieder rechtzeitig zu deren Gig auf der anderen Strassenseite ist.
So übel, wie der Tag durch dieses Gesuche und Gezitter angefangen hat - wir sind noch immer nicht mit dem Soundcheck angefangen, als draußen vor der Tür schon die ersten Gäste stehen - so gut wird der Abend dann schliesslich. Das Stereo ist klein, die Bühne ebenso, die Anlage nicht gerade optimal für eine solche Besetzung, aber am Ende ist alles gut.
Als Buchse sich zu "Lauf" die Gitarre umhängt und ich ihn während des Boller-Intros auf einmal überraschend nah neben mir finde, rufe ich ihm irgendwas mit "Maffay" ins Ohr und wir haben eine Menge Spass und Lust zu spielen.
Das Solo-Set verschieben wir an's Ende des Konzerts, da ja die Fussmaschine wieder rüber muss. Während ich dann den dritten Song beendet hab, kommen die Jungs aus ihrer Raucherpause zurück und meinen, sie hätten spontan eine Akustik-Version von "Es geht manches" im Kopf. Ich sollte einfach mal anfangen zu spielen, sie würden dann folgen. Kann man machen. Danach noch "Tag für Tag" als Duo mit Buchse, wobei dieser nicht gehört wird, da der an dem Abend ansonsten sehr kompetente und supergute Mischer ihm versehentlich den Kanal dicht gemacht hat.
Was soll man sagen? Zusammen mit den Leuten, die uns hier heute besucht haben, wurde dieser Abend zu etwas sehr schönem. Lag sicher auch daran, daß es im Vorfeld nicht so optimal aussah und dann das Gute noch schwerer wiegt. Wir sind jedenfalls glücklich hier.
Wir suchen uns im Anschluss noch mal was zu Futtern. Der Inder gegenüber hat leider grad zugemacht. Wir finden was anderes und mischen uns danach dann wieder im Stereo unter die Partymeute, wo Saender viele meiner Lieblingslieder auflegt und Buchse sich äusserst sicher in Queen-Texten zeigt, ich nachfrage, woher das kommt und Gunnar mir sagt, daß der entsprechende Song auf so 'nem Karaokespiel, was ich nicht kenne, vorkommt. Ich bin echt nicht mehr up to date.
Lass mal grad die Klamotten vom Sprinter hoch in die Wohnung bringen und dann wieder runter zur Party! Von wegen! Sobald wir in der Wohnung über'm Blue Shell auf unseren Betten sitzen, bekommst du die alten Jungs nicht mehr auf die Strasse. Platt, keine Kraft mehr. Nur noch Erdnüsse und Nacht-Getränke. Buchse kramt auf'm Laptop noch alte Tour-Videos von Gunnars früherer Band raus und während dessen stell ich mal wieder fest, daß ein paar meiner Jungs perfekte Stimmen-Imitatoren bekannter Musikergrößen sind.
Während Utz längst von einer neuen Fussmaschine träumt, wollen's Basti und Falk noch mal wissen und stürzen sich, jung wie sie sind, noch mal auf die Strasse und auf irgendeine Party.
So übel, wie der Tag durch dieses Gesuche und Gezitter angefangen hat - wir sind noch immer nicht mit dem Soundcheck angefangen, als draußen vor der Tür schon die ersten Gäste stehen - so gut wird der Abend dann schliesslich. Das Stereo ist klein, die Bühne ebenso, die Anlage nicht gerade optimal für eine solche Besetzung, aber am Ende ist alles gut.
Als Buchse sich zu "Lauf" die Gitarre umhängt und ich ihn während des Boller-Intros auf einmal überraschend nah neben mir finde, rufe ich ihm irgendwas mit "Maffay" ins Ohr und wir haben eine Menge Spass und Lust zu spielen.
Das Solo-Set verschieben wir an's Ende des Konzerts, da ja die Fussmaschine wieder rüber muss. Während ich dann den dritten Song beendet hab, kommen die Jungs aus ihrer Raucherpause zurück und meinen, sie hätten spontan eine Akustik-Version von "Es geht manches" im Kopf. Ich sollte einfach mal anfangen zu spielen, sie würden dann folgen. Kann man machen. Danach noch "Tag für Tag" als Duo mit Buchse, wobei dieser nicht gehört wird, da der an dem Abend ansonsten sehr kompetente und supergute Mischer ihm versehentlich den Kanal dicht gemacht hat.
Was soll man sagen? Zusammen mit den Leuten, die uns hier heute besucht haben, wurde dieser Abend zu etwas sehr schönem. Lag sicher auch daran, daß es im Vorfeld nicht so optimal aussah und dann das Gute noch schwerer wiegt. Wir sind jedenfalls glücklich hier.
Wir suchen uns im Anschluss noch mal was zu Futtern. Der Inder gegenüber hat leider grad zugemacht. Wir finden was anderes und mischen uns danach dann wieder im Stereo unter die Partymeute, wo Saender viele meiner Lieblingslieder auflegt und Buchse sich äusserst sicher in Queen-Texten zeigt, ich nachfrage, woher das kommt und Gunnar mir sagt, daß der entsprechende Song auf so 'nem Karaokespiel, was ich nicht kenne, vorkommt. Ich bin echt nicht mehr up to date.
Lass mal grad die Klamotten vom Sprinter hoch in die Wohnung bringen und dann wieder runter zur Party! Von wegen! Sobald wir in der Wohnung über'm Blue Shell auf unseren Betten sitzen, bekommst du die alten Jungs nicht mehr auf die Strasse. Platt, keine Kraft mehr. Nur noch Erdnüsse und Nacht-Getränke. Buchse kramt auf'm Laptop noch alte Tour-Videos von Gunnars früherer Band raus und während dessen stell ich mal wieder fest, daß ein paar meiner Jungs perfekte Stimmen-Imitatoren bekannter Musikergrößen sind.
Während Utz längst von einer neuen Fussmaschine träumt, wollen's Basti und Falk noch mal wissen und stürzen sich, jung wie sie sind, noch mal auf die Strasse und auf irgendeine Party.
07.04.11 - Leipzig, Noch Besser Leben
Bin früh dran und laufe noch durch den nicht unweiten Clara-Zetkin-Park. Eigentlich ist es schön hier, aber ich bekomme von den unzähligen Fahrradfahrern, den spielenden Kindern und den vielen hübschen Mädchen nicht viel mit, da ich die ganze Zeit Text in mein Telefon tippe, der mir hier in dieser Stadt plötzlich nur so in den Schoß fällt. Weiter so!
Im NBL dann treffe ich Uwe, der mich hier heute Abend betreut. Wir kennen uns vom letzten mal und ich hab mir viel mit ihm zu erzählen. Hier fühl ich mich wohl.
Von Uwe gibt's nach'm Soundcheck 'ne leckere Pizza und als ich mir die Gitarre noch mal hole und in meinem Zimmer nebenan ein wenig spielen will und so ein bischen singe, variiere ich mein eigenes "Komm an" in der Melodie und komme dadurch offenbar so vom Original ab, daß ich einen Teil des Textes total vergesse. Ich suche mindestens 5 Minuten nach den richtigen Worten, bevor ich runter zum Auto laufe, eine CD auspacke und sie ins Radio tue, um mir das Lied anzuhören. Ach, so ging der Text! Bloß nicht vergessen bis ich oben bin.
Es sind nicht wirklich viele Leute in diesem recht großen, alten Wohnzimmer, aber die, die heute hier sind, die sind von Anfang bis Ende mucksmäuschenstill. Ich find's super, mir macht es Spaß und die Zeit vergeht so schnell. Schade eigentlich.
Als das Konzert lang schon zu Ende ist, ich mein Zeug längst zusammengepackt hab und (fast) jeder, der hier heute war, schon wieder zuhause ist, wird es auf einmal ganz still an diesem Ort und so hell in diesem dunklen Flur und so schön und angenehm und die Sonne scheint plötzlich mitten in der Nacht und ich will nicht fahren, noch nicht. Ich will nur zuhören, einfach nur zuhören die ganze Zeit.
Da wir mit der Band morgen nach Köln fahren, schlafe ich nicht hier, sondern fahre noch 4 Stunden zurück nach Hause. Bevor ich viel später als geplant um 2 Uhr hier wegkomme, schreib ich vor dem Haus auf dem Autodach in mein kleines Heft fast 3 Seiten voll mit Text. Bevor ich eine halbe Stunde später nach'm Tanken auf die Autobahn fahre, hab ich 6 oder 8 mal an der Strasse angehalten, um noch mehr in mein Heft zu schreiben. Vielleicht wird was draus und ich spiel das Lied mal irgendwann hier genau an der Stelle, wo's entstand. Im Auto sing ich schon ein paar Zeilen und vielleicht kann man sie noch hören - im Westen von Leipzig.
Im NBL dann treffe ich Uwe, der mich hier heute Abend betreut. Wir kennen uns vom letzten mal und ich hab mir viel mit ihm zu erzählen. Hier fühl ich mich wohl.
Von Uwe gibt's nach'm Soundcheck 'ne leckere Pizza und als ich mir die Gitarre noch mal hole und in meinem Zimmer nebenan ein wenig spielen will und so ein bischen singe, variiere ich mein eigenes "Komm an" in der Melodie und komme dadurch offenbar so vom Original ab, daß ich einen Teil des Textes total vergesse. Ich suche mindestens 5 Minuten nach den richtigen Worten, bevor ich runter zum Auto laufe, eine CD auspacke und sie ins Radio tue, um mir das Lied anzuhören. Ach, so ging der Text! Bloß nicht vergessen bis ich oben bin.
Es sind nicht wirklich viele Leute in diesem recht großen, alten Wohnzimmer, aber die, die heute hier sind, die sind von Anfang bis Ende mucksmäuschenstill. Ich find's super, mir macht es Spaß und die Zeit vergeht so schnell. Schade eigentlich.
Als das Konzert lang schon zu Ende ist, ich mein Zeug längst zusammengepackt hab und (fast) jeder, der hier heute war, schon wieder zuhause ist, wird es auf einmal ganz still an diesem Ort und so hell in diesem dunklen Flur und so schön und angenehm und die Sonne scheint plötzlich mitten in der Nacht und ich will nicht fahren, noch nicht. Ich will nur zuhören, einfach nur zuhören die ganze Zeit.
Da wir mit der Band morgen nach Köln fahren, schlafe ich nicht hier, sondern fahre noch 4 Stunden zurück nach Hause. Bevor ich viel später als geplant um 2 Uhr hier wegkomme, schreib ich vor dem Haus auf dem Autodach in mein kleines Heft fast 3 Seiten voll mit Text. Bevor ich eine halbe Stunde später nach'm Tanken auf die Autobahn fahre, hab ich 6 oder 8 mal an der Strasse angehalten, um noch mehr in mein Heft zu schreiben. Vielleicht wird was draus und ich spiel das Lied mal irgendwann hier genau an der Stelle, wo's entstand. Im Auto sing ich schon ein paar Zeilen und vielleicht kann man sie noch hören - im Westen von Leipzig.
31.03.11 - Wetzlar, Franzis
Auf dem Weg nach Wetzlar check ich auf der Autobahn noch mal meine Notizen, was die Anfahrt zum Franzis angeht. Ich wiederhole Buchse gegenüber ein paar 2x-links-3x-rechts-Sätze und der grinst nur und zeigt auf Erika, Gunnars Navi. Ich hab mich da noch nicht dran gewöhnt, daß ich gar nicht mehr selbst vorher zuhause auf der Karte schauen muß, wo wir lang müssen, sondern daß Erika das für uns macht.
Als wir in die Stadt rollen, sind wir früh dran. Wir drehen noch eine entspannte Runde und finden uns in kleinen, engen Gassen in einer schönen Altstadt wieder.
Beim Soundcheck wird vom örtlichen Mischer und seinem Kompagnon dann erst mal unser Equipment gecheckt. Ich kann nicht mitreden, aber da sind scheinbar Fachleute unter sich.
Da der Laden hier für uns relativ groß ist, gibt's natürlich reichlich Platz vor der Bühne, aber die Leute, die uns hier heute besuchen, sind großartig, bereiten uns einen herrlichen Empfang und wollen uns am Ende nicht gehen lassen. Als die Jungs "Tag für Tag" allein zu Ende spielen, sehe ich seitlich vom Backstage aus Utz beim Trommeln zu und springe umher, will am liebsten zu ihm und ihn vor Begeisterung schütteln. Es ist gut hier und wir spielen mit den Leuten hier das wohl beste Konzert unserer kleinen Tour.
Die Stimmung danach ist ausgelassen und alle warten auf Mitternacht, denn da gibt's Grund zu feiern: Gunnar hat Geburtstag! Gratulation und Prost und da wir früh wieder in der Heimat sein müssen, geht's direkt mit dem Party-Bus ab auf die Autobahn!
Dort läuft vorn beim Steuermann die zweite Scheibe von Bosse ganze 4x durch und dieser Frankfurt/Oder-Song geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich bin froh, daß du da bist.
Als wir in die Stadt rollen, sind wir früh dran. Wir drehen noch eine entspannte Runde und finden uns in kleinen, engen Gassen in einer schönen Altstadt wieder.
Beim Soundcheck wird vom örtlichen Mischer und seinem Kompagnon dann erst mal unser Equipment gecheckt. Ich kann nicht mitreden, aber da sind scheinbar Fachleute unter sich.
Da der Laden hier für uns relativ groß ist, gibt's natürlich reichlich Platz vor der Bühne, aber die Leute, die uns hier heute besuchen, sind großartig, bereiten uns einen herrlichen Empfang und wollen uns am Ende nicht gehen lassen. Als die Jungs "Tag für Tag" allein zu Ende spielen, sehe ich seitlich vom Backstage aus Utz beim Trommeln zu und springe umher, will am liebsten zu ihm und ihn vor Begeisterung schütteln. Es ist gut hier und wir spielen mit den Leuten hier das wohl beste Konzert unserer kleinen Tour.
Die Stimmung danach ist ausgelassen und alle warten auf Mitternacht, denn da gibt's Grund zu feiern: Gunnar hat Geburtstag! Gratulation und Prost und da wir früh wieder in der Heimat sein müssen, geht's direkt mit dem Party-Bus ab auf die Autobahn!
Dort läuft vorn beim Steuermann die zweite Scheibe von Bosse ganze 4x durch und dieser Frankfurt/Oder-Song geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich bin froh, daß du da bist.
30.03.11 - Stuttgart, Café Galao
Wir kommen ziemlich flott nach Stuttgart runter. Der Fahrer verdient sich seinen neuen Namen "Veddel" redlich. Das wird sich ebenso durch die nächsten Tage ziehen.
Die Bühne hier ist winzig. Sie ist grad mal so groß wie unser Schlagzeugteppich. Das wird muckelig. Hier geht nicht viel über die Anlage, die Gitarren gehen direkt in den Raum, ist mal wieder anders als sonst, aber wir freuen uns. Als Reiner, der uns hier her eingeladen hat, uns nach ein paar Tönen sagt, wir sollten unbedingt leiser spielen, weil das in dem Laden nicht gut käme, sparen wir uns "Lauf" für den Soundcheck, weil er uns sonst wahrscheinlich gleich wieder ausgeladen hätte. Später kündigt er uns dann an mit den Worten, daß er eigentlich ein Liedermacher-Konzert erwartet hatte und nun eine ganze Rockband auf der Bühne steht. Grüssle ins Ländle.
Von den CrimeKillingJokerman wurde uns bereits angekündigt, daß das hauseigene Essen hier großartig wäre und sie haben kein Stück übertrieben, sooo lecker!
Gestärkt davon gehen wir auf die kleine Bühne, als der Laden bereits rappelvoll ist, passt aber auch nicht all zu viel rein. Wir spielen das erste Stück allerdings ohne Falk, denn aus seiner Box kommt kein Ton, dann ein bisschen, dann wieder nichts. Super! Fängt gut an. Der Rest wird spitze, die Leute sind gut drauf hier, wobei mir mal jemand gesagt hat, daß man den Schwaben Zeit geben muß. Die haben wir ihnen gegeben und sie geben uns einiges an Zuwendung zurück. Danke dafür!
Die Bühne hier ist winzig. Sie ist grad mal so groß wie unser Schlagzeugteppich. Das wird muckelig. Hier geht nicht viel über die Anlage, die Gitarren gehen direkt in den Raum, ist mal wieder anders als sonst, aber wir freuen uns. Als Reiner, der uns hier her eingeladen hat, uns nach ein paar Tönen sagt, wir sollten unbedingt leiser spielen, weil das in dem Laden nicht gut käme, sparen wir uns "Lauf" für den Soundcheck, weil er uns sonst wahrscheinlich gleich wieder ausgeladen hätte. Später kündigt er uns dann an mit den Worten, daß er eigentlich ein Liedermacher-Konzert erwartet hatte und nun eine ganze Rockband auf der Bühne steht. Grüssle ins Ländle.
Von den CrimeKillingJokerman wurde uns bereits angekündigt, daß das hauseigene Essen hier großartig wäre und sie haben kein Stück übertrieben, sooo lecker!
Gestärkt davon gehen wir auf die kleine Bühne, als der Laden bereits rappelvoll ist, passt aber auch nicht all zu viel rein. Wir spielen das erste Stück allerdings ohne Falk, denn aus seiner Box kommt kein Ton, dann ein bisschen, dann wieder nichts. Super! Fängt gut an. Der Rest wird spitze, die Leute sind gut drauf hier, wobei mir mal jemand gesagt hat, daß man den Schwaben Zeit geben muß. Die haben wir ihnen gegeben und sie geben uns einiges an Zuwendung zurück. Danke dafür!
26.03.11 - Hamburg, Knust
Auf dem Gelände vor'm Knust ist Flohmarkt und somit zunächst keine Chance, mit dem Auto irgendwie vor den Club zu kommen. Dafür sind dort jede Menge Leute und darunter auch das Gesicht des Trommlers einer meiner früheren Lieblingsbands und einen alten Bekannten aus der Heimat treffe ich gleich, als ich aus dem Auto steige. Hamburg ist ein Dorf.
Bis sich der Flohmarkt langsam auflöst, erinnere ich mich daran, daß ich vor mehr als 10 Jahren mal hier war als Zuschauer. Damals lief das noch unter dem Namen "Schlachthof" und das "Knust" war noch ein kleiner Kellerclub in irgendeiner anderen Straße. Ich weiß nicht mehr, wo genau, aber ich war damals für 1 Jahr als Zivi in HH und hatte versucht, so viele Konzerte wie nur möglich mitzunehmen. Unvergessen übrigens "Embrace" im Grünspan und "Ocean Colour Scene" in der Markthalle. Ewig ist das her.
Heute freuen wir uns besonders darüber, daß Basti an der Posaune mitgekommen ist und hier und da mit seiner Puste für ordentlich Rückenwind sorgt. Auf der relativ großen Bühne ist Platz für alle.
Mein alter Trommler Marc kommt vor'm Soundcheck mit Kinderwagen incl. seinen Zwillingen vorbei und nach anfänglicher Heulerei gibt's am Ende von den beiden kleinen Ladys für mich sogar Luftküschen. So sieht's halt aus bei den Frauen.
Als nebenan im Feldstern unser Essen abgeräumt wird, schaut mich die weibliche Bedienung ziemlich missgünstig an, als sie sieht, daß ich meinen Teller nicht ganz leer gegessen habe. Ich gebe ihr zu verstehen, daß es mir sehr geschmeckt hat, ich aber in meiner Verfassung zu nichts weiter in der Lage bin. Das leidige Thema "Essen vor'm Konzert" wird sich wohl bis an's Ende meiner Konzerttage wie ein roter Faden durch meine Erzählungen ziehen.
Unser Set haben wir die letzten Male meisstens mit einem Intro zu "Größer als Du" gestartet. Da wir bei den Proben die letzten Male aber immer mit meinem Solospiel gestartet sind, gehen außer mir alle davon aus, daß dieses Mal auch ich allein zu spielen anfange. Somit warte ich also auf die Jungs und die Jungs warten auf mich. Wir sehen uns alle ziemlich ratlos an und legen somit den perfekten Start hin. Kann ja nur besser werden!
Wird es auch und es macht Spaß mit den Jungs hier im Knust und mit den Leuten vor der Bühne. Es sind viele Freunde und Bekannte gekommen, was meine Nervosität allerdings nicht gerade weniger werden lässt. Aber es ist ok.
Nur am Ende schliesst sich dann doch noch der anfänglich wacklige Kreis: Im letzten Song "Tag für Tag", den ich zu einem Drittel allein spiele, klemme ich mein Capo an der falschen Stelle an. Als Buchse dann an den Tasten einsetzt, bemerke nicht nur ich meinen Fehler, sondern es ist auch die ganze Atmosphäre dieses schönen Einstiegs hinüber. Mit einer gehörigen Portion Humor reissen wir das Ding aus der Sackgasse und feuern im Finale des gleichen Songs all unseren Frust (oder rede ich grad nur von meinem Frust?) unter das Knust-Dach. Ich verabschiede mich früher von der Bühne, um meine Jungs noch ein wenig lärmen zu lassen und springe hinter der Bühne rum wie Rumpelstilzchen, brülle raus, was ich in mir habe und schlage gegen die Tür, die nichts für meine eigene Blödheit kann. Basti lacht sich schlapp, kommt zu mir und sagt fast brüderlich: "Es ist alles gut."
Bis sich der Flohmarkt langsam auflöst, erinnere ich mich daran, daß ich vor mehr als 10 Jahren mal hier war als Zuschauer. Damals lief das noch unter dem Namen "Schlachthof" und das "Knust" war noch ein kleiner Kellerclub in irgendeiner anderen Straße. Ich weiß nicht mehr, wo genau, aber ich war damals für 1 Jahr als Zivi in HH und hatte versucht, so viele Konzerte wie nur möglich mitzunehmen. Unvergessen übrigens "Embrace" im Grünspan und "Ocean Colour Scene" in der Markthalle. Ewig ist das her.
Heute freuen wir uns besonders darüber, daß Basti an der Posaune mitgekommen ist und hier und da mit seiner Puste für ordentlich Rückenwind sorgt. Auf der relativ großen Bühne ist Platz für alle.
Mein alter Trommler Marc kommt vor'm Soundcheck mit Kinderwagen incl. seinen Zwillingen vorbei und nach anfänglicher Heulerei gibt's am Ende von den beiden kleinen Ladys für mich sogar Luftküschen. So sieht's halt aus bei den Frauen.
Als nebenan im Feldstern unser Essen abgeräumt wird, schaut mich die weibliche Bedienung ziemlich missgünstig an, als sie sieht, daß ich meinen Teller nicht ganz leer gegessen habe. Ich gebe ihr zu verstehen, daß es mir sehr geschmeckt hat, ich aber in meiner Verfassung zu nichts weiter in der Lage bin. Das leidige Thema "Essen vor'm Konzert" wird sich wohl bis an's Ende meiner Konzerttage wie ein roter Faden durch meine Erzählungen ziehen.
Unser Set haben wir die letzten Male meisstens mit einem Intro zu "Größer als Du" gestartet. Da wir bei den Proben die letzten Male aber immer mit meinem Solospiel gestartet sind, gehen außer mir alle davon aus, daß dieses Mal auch ich allein zu spielen anfange. Somit warte ich also auf die Jungs und die Jungs warten auf mich. Wir sehen uns alle ziemlich ratlos an und legen somit den perfekten Start hin. Kann ja nur besser werden!
Wird es auch und es macht Spaß mit den Jungs hier im Knust und mit den Leuten vor der Bühne. Es sind viele Freunde und Bekannte gekommen, was meine Nervosität allerdings nicht gerade weniger werden lässt. Aber es ist ok.
Nur am Ende schliesst sich dann doch noch der anfänglich wacklige Kreis: Im letzten Song "Tag für Tag", den ich zu einem Drittel allein spiele, klemme ich mein Capo an der falschen Stelle an. Als Buchse dann an den Tasten einsetzt, bemerke nicht nur ich meinen Fehler, sondern es ist auch die ganze Atmosphäre dieses schönen Einstiegs hinüber. Mit einer gehörigen Portion Humor reissen wir das Ding aus der Sackgasse und feuern im Finale des gleichen Songs all unseren Frust (oder rede ich grad nur von meinem Frust?) unter das Knust-Dach. Ich verabschiede mich früher von der Bühne, um meine Jungs noch ein wenig lärmen zu lassen und springe hinter der Bühne rum wie Rumpelstilzchen, brülle raus, was ich in mir habe und schlage gegen die Tür, die nichts für meine eigene Blödheit kann. Basti lacht sich schlapp, kommt zu mir und sagt fast brüderlich: "Es ist alles gut."
18.03.11 - Recklinghausen, Altstadtschmiede
Die Innenstadt von Recklinghausen ist scheinbar ein einziges Zentrum der Einbahnstraßen. Hier rein? Da rein? Umdrehen? Am Ende ist es dann doch ganz einfach. Bin heut Abend so was von aufgeregt, daß ich dieses leckere westfälisch-deftige Essen, welches hier gekocht wird, gar nicht richtig genießen kann. Echt schade drum.
Als ich kurz vor'm Konzert draußen noch mal 'ne Runde drehe, verlauf ich mich tatsächlich. Ist man grad mal 5 Minuten vor der Tür und dann so was. Verpasst man noch sein eigenes Konzert.
Während ich dann spiele, werde ich auch nach ein paar Songs nicht ruhiger. Das hält tatsächlich bis zum Ende an. Manchmal ist es seltsam. Vielleicht liegt es daran, daß ich fast ein halbes Jahr nicht gespielt hab oder daß ich den Eindruck hab, daß dieses Publikum nicht so leicht zu knacken ist. Hier kannst Du scheinbar auch nicht jeden Spruch bringen. Die meissten sind älter als meine Eltern und beißen anders an. Ist aber ok und Besuch aus der Heimat gibt mir Halt.
Am Ende des Abends freu ich mich, während der Laden hier noch für ein irisches Fest am nächsten Tag dekoriert wird, auf meine Heimfahrt. Ich mag gern nachts Auto fahren, besonders wenn's vorher, wie halt beim Konzert, aufregend war und dann im Auto so schön still ist. Alles ruhig.
Als ich kurz vor'm Konzert draußen noch mal 'ne Runde drehe, verlauf ich mich tatsächlich. Ist man grad mal 5 Minuten vor der Tür und dann so was. Verpasst man noch sein eigenes Konzert.
Während ich dann spiele, werde ich auch nach ein paar Songs nicht ruhiger. Das hält tatsächlich bis zum Ende an. Manchmal ist es seltsam. Vielleicht liegt es daran, daß ich fast ein halbes Jahr nicht gespielt hab oder daß ich den Eindruck hab, daß dieses Publikum nicht so leicht zu knacken ist. Hier kannst Du scheinbar auch nicht jeden Spruch bringen. Die meissten sind älter als meine Eltern und beißen anders an. Ist aber ok und Besuch aus der Heimat gibt mir Halt.
Am Ende des Abends freu ich mich, während der Laden hier noch für ein irisches Fest am nächsten Tag dekoriert wird, auf meine Heimfahrt. Ich mag gern nachts Auto fahren, besonders wenn's vorher, wie halt beim Konzert, aufregend war und dann im Auto so schön still ist. Alles ruhig.
31.10.10 – Lüneburg, Vamos (+ Johannes Oerding)
Wenn man nur mit einem bundesweiten Atlas, aber ohne Navi durch die Gegend fährt, so wie ich das mache, kann die Anfahrt durch die Stadt schon mal etwas Zeit in Anspruch nehmen. Aber ich mach mich ja vorher zuhause schlau und weiß ungefähr, wo ich hin muß und finde dann auch irgendwann mein Hotel. Kurz die Tasche auf’s Zimmer (gute Adresse!) und dann weiter Richtung Uni, wo das Vamos ist, die Halle, wo heute konzertiert wird.
Als ich ankomme, machen Johannes und seine Band noch Ihren Soundcheck. Ich schleich mich während dessen ein wenig durch die Halle, lerne die gute Julia kennen, die hier das Ruder in der Hand hat und mir anfangs erst ein Fragezeichen auf den Kopf setzt, mir dann aber ziemlich schnell sehr sympathisch wird, mache mich auf die Suche nach jemandem, der wie ich ein älteres Handy-Model mit dazu passendem Ladekabel hat, da ich meins vor 2 Tagen zuhaus vergessen habe und werde tatsächlich fündig. Das ist ja wichtig für die Kommunikation mit den Daheimgebliebenen.
Während Johannes’ Soundcheck fallen über die Anlage irgendwann kurz die Worte „Ina’s Mikro“. Aha! Weisste Bescheid! Und während ich noch mal kurz raus zum Auto gehe, stehen da am Hinterausgang doch tatsächlich schon die ersten Mädels. Nicht meine! Die gehören zu Johannes!
Soundcheck fühlt sich gut an und ich freu mich auf später. Es ist auch mal wieder schön, auf einer sehr großen Bühne zu stehen mit Platz, mehr als genug, viel Licht und fettem Sound. Das kann man an einem solchen Abend ja auch ruhig mal genießen.
Erstaunlicher Weise kann ich heute vor dem Konzert ganz gut essen, na ja, nicht wirklich viel, aber doch mehr und entspannter als sonst normaler Weise. Der Bereich, in dem wir zum Essen und Trinken sitzen, liegt gegenüber der Bühne am anderen Ende der Halle auf dem Balkon die Treppe hoch. Bis hier her schleicht sich auch die Info, daß nicht nur Ina Müller gleich da sein wird, sondern auch, daß Gunter Gabriel bereits gesichtet wurde. Divaman goes Country, das wird was heut Abend!
Ich eröffne mit einem ruhigen „Komm an“, spiele „Freigetränk“ und als in der Mitte des Sets der Anfang von „Sonnenschein“ auf der Gitarre erklingt, fliegen mir ein paar begeisterte „Huuuh!“-Rufe entgegen. Da muß ich grinsen. Sehen bzw erkennen tu ich bei dem fetten Licht kaum was bzw nur die erste Reihe hinter’m Absperrgitter und in der stehen ausschließlich junge Mädels. Schön.
Auch wenn von der Theke her ziemliche Unruhe hier rüber drängt, macht man es mir einfach, denn zwischen den Songs hört sich das sehr schön an, was da von den Leuten zu mir raufkommt. Ich lasse sie mit „Größer als du“ ein wenig in der Luft bzw in der Pause hängen und gehe damit aber glücklich von der Bühne.
Während Johannes und seine Jungs ihr Konzert spielen, kümmer ich mich dann ausreichend um meinen Wasser- und Apfelsafthaushalt, höre gespannt die 2 Duette, die Johannes überraschender Weise mit Ina Müller singt und werde mir gegen Ende von Johannes’ Set mal wieder der Vorzüge bewusst, die so ein kleines Rock’n’Roll-Leben so mit sich bringt. Kann gern so weitergehen.
Als ich spät nachts am Hotel lande, laß ich mir vom Portier noch den Weg zur nächtlichen Dönerbude erklären, um ihm dann eine halbe Stunde später satt und glücklich eine gute Nacht zu wünschen.
Als ich ankomme, machen Johannes und seine Band noch Ihren Soundcheck. Ich schleich mich während dessen ein wenig durch die Halle, lerne die gute Julia kennen, die hier das Ruder in der Hand hat und mir anfangs erst ein Fragezeichen auf den Kopf setzt, mir dann aber ziemlich schnell sehr sympathisch wird, mache mich auf die Suche nach jemandem, der wie ich ein älteres Handy-Model mit dazu passendem Ladekabel hat, da ich meins vor 2 Tagen zuhaus vergessen habe und werde tatsächlich fündig. Das ist ja wichtig für die Kommunikation mit den Daheimgebliebenen.
Während Johannes’ Soundcheck fallen über die Anlage irgendwann kurz die Worte „Ina’s Mikro“. Aha! Weisste Bescheid! Und während ich noch mal kurz raus zum Auto gehe, stehen da am Hinterausgang doch tatsächlich schon die ersten Mädels. Nicht meine! Die gehören zu Johannes!
Soundcheck fühlt sich gut an und ich freu mich auf später. Es ist auch mal wieder schön, auf einer sehr großen Bühne zu stehen mit Platz, mehr als genug, viel Licht und fettem Sound. Das kann man an einem solchen Abend ja auch ruhig mal genießen.
Erstaunlicher Weise kann ich heute vor dem Konzert ganz gut essen, na ja, nicht wirklich viel, aber doch mehr und entspannter als sonst normaler Weise. Der Bereich, in dem wir zum Essen und Trinken sitzen, liegt gegenüber der Bühne am anderen Ende der Halle auf dem Balkon die Treppe hoch. Bis hier her schleicht sich auch die Info, daß nicht nur Ina Müller gleich da sein wird, sondern auch, daß Gunter Gabriel bereits gesichtet wurde. Divaman goes Country, das wird was heut Abend!
Ich eröffne mit einem ruhigen „Komm an“, spiele „Freigetränk“ und als in der Mitte des Sets der Anfang von „Sonnenschein“ auf der Gitarre erklingt, fliegen mir ein paar begeisterte „Huuuh!“-Rufe entgegen. Da muß ich grinsen. Sehen bzw erkennen tu ich bei dem fetten Licht kaum was bzw nur die erste Reihe hinter’m Absperrgitter und in der stehen ausschließlich junge Mädels. Schön.
Auch wenn von der Theke her ziemliche Unruhe hier rüber drängt, macht man es mir einfach, denn zwischen den Songs hört sich das sehr schön an, was da von den Leuten zu mir raufkommt. Ich lasse sie mit „Größer als du“ ein wenig in der Luft bzw in der Pause hängen und gehe damit aber glücklich von der Bühne.
Während Johannes und seine Jungs ihr Konzert spielen, kümmer ich mich dann ausreichend um meinen Wasser- und Apfelsafthaushalt, höre gespannt die 2 Duette, die Johannes überraschender Weise mit Ina Müller singt und werde mir gegen Ende von Johannes’ Set mal wieder der Vorzüge bewusst, die so ein kleines Rock’n’Roll-Leben so mit sich bringt. Kann gern so weitergehen.
Als ich spät nachts am Hotel lande, laß ich mir vom Portier noch den Weg zur nächtlichen Dönerbude erklären, um ihm dann eine halbe Stunde später satt und glücklich eine gute Nacht zu wünschen.
30.10.10 - Hemmoor, Kulturdiele
Auf dem Weg von Kiel nach Hemmoor nehm ich die Fähre über die Elbe, die ebenso wie von unserem kleinen Boot zeitgleich von einem riesigen Containerschiff passiert wird. Ich frag mich natürlich, wohin der Weg führt und finde schon, das hat ein wenig was romantisches. In Gedanken singe ich leise: „Nimm mich mit Kapitän auf die Reise!“.
Untergebracht bin ich heute Abend in einem Ferienhaus direkt am Wasser, wohin mich auch am Nachmittag mein erster Weg führt. An der Wand hängen im ganzen Haus Tourposter mit Signaturen, Bilderrahmen mit Konzertkarten und - mehr als alles andere - riesige Tourplakate von Grönemeyer. Es hätte mich schlechter erwischen können. Find ich gut. Wolfgang legt noch mal Holz im Kamin nach, damit ich’s abends auch schön muckelig hab und verabschiedet sich dann. Eigentlich wollt ich mich noch mal hinlegen, aber die Zeit rennt ja auch schon wieder so. Also fahr ich rüber zur Kulturdiele in den Nachbarort nach Hemmoor, Hometown of Thees Uhlmann.
Der Konzertraum in dem alten, schönen Haus ist eine Art Festsaal, wo bestimmt auch Hochzeiten oder Geburtstage gefeiert werden. Unter der Decke hängen dicke schwere Balken und ich find’s total gemütlich hier. Gleich in den ersten Gesprächen und dann während des Soundchecks merke ich, die Leute hier sind sehr freundlich und angenehm. Das kann ein schöner Abend werden.
Ich zieh mich dann noch etwas in mein Standesamt-Trauzimmer zurück, das ich heut für mich allein hab, freu mich über das Vitamalz, bekomme von dem Salat vor’m Konzert kaum was runter, heb mir den für später auf und dann geht’s ja auch schon fast los. Relativ pünktlich.
Der Raum, der Sound und das Licht sind gut. Die Leute sitzen im bestuhlten Saal in Reihen und sind von Anfang an aufmerksam und lassen sich ein auf das, was ich ihnen da in den Schoß werfe. Wenn ich so durch die Reihen schaue, sehe ich Menschen zwischen 15 und 55 und freue mich, daß wir sehr gut miteinander klarkommen, es macht richtig viel Spaß. Ich gerate zwischen den Songs immer mehr in’s Erzählen, drifte hier und da mal etwas ab, was für mich ok ist und den Leuten hier auch gut zu gefallen scheint und nach dem Konzert jemanden sagen lässt, was ich einen Tag vorher auch schon mal so ähnlich zu hören bekam: „Mensch, du bist ja zwischen Deinen Liedern auch ein richtiger Komiker!“ Ich begründe das mit dem trockenem Humor, der uns Norddeutsche verbindet. Na ja, wenn’s mit der Musik mal nichts mehr ist…
Daß bei den vielen CDs, die ich nach den Konzerten neuerdings verkaufe, mittlerweile mein Name meisstens handschriftlich mit drauf muß, fand ich übrigens anfangs etwas seltsam, aber man gewöhnt sich an vieles und an manches auch sehr schnell. Und daß man zu der Gelegenheit wenigstens auf ein paar kurze Sätze die Leute kennenlernt, für die man da grad gespielt hat, das gefällt mir ganz gut.
Der Saal wird anschließend wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt und mir wird während dessen klar, was hier in Gemeinschaft so auf die Beine gestellt wird von den Leuten, die ihre kleine Stadt hier mit Kultur füttern.
Bevor wir das Licht ausmachen, werf ich noch einen Blick in die Ausstellung eine Etage höher, wo ich eine gar nicht mal so kleine Auslage von Tomte-Platten und –Artikeln finde. Hier schließt sich der Kreis.
Schließlich auf der kurzen Fahrt in’s Ferienhaus bekomme ich einen solchen Hunger und freu ich mich schon so auf den Salat und das Brot. Spitze, so ein Mitternachtsessen! Im Kamin glüht’s auch noch. Da schau ich noch etwas rein, fahre die innere Maschine langsam runter und halt dann auch nicht mehr lange durch. Daß das Bett für mich viel zu kurz ist und ich mich deswegen auf die Couch hau’, macht heute nichts. Das war ein sehr schöner Abend und mir geht’s gut.
Untergebracht bin ich heute Abend in einem Ferienhaus direkt am Wasser, wohin mich auch am Nachmittag mein erster Weg führt. An der Wand hängen im ganzen Haus Tourposter mit Signaturen, Bilderrahmen mit Konzertkarten und - mehr als alles andere - riesige Tourplakate von Grönemeyer. Es hätte mich schlechter erwischen können. Find ich gut. Wolfgang legt noch mal Holz im Kamin nach, damit ich’s abends auch schön muckelig hab und verabschiedet sich dann. Eigentlich wollt ich mich noch mal hinlegen, aber die Zeit rennt ja auch schon wieder so. Also fahr ich rüber zur Kulturdiele in den Nachbarort nach Hemmoor, Hometown of Thees Uhlmann.
Der Konzertraum in dem alten, schönen Haus ist eine Art Festsaal, wo bestimmt auch Hochzeiten oder Geburtstage gefeiert werden. Unter der Decke hängen dicke schwere Balken und ich find’s total gemütlich hier. Gleich in den ersten Gesprächen und dann während des Soundchecks merke ich, die Leute hier sind sehr freundlich und angenehm. Das kann ein schöner Abend werden.
Ich zieh mich dann noch etwas in mein Standesamt-Trauzimmer zurück, das ich heut für mich allein hab, freu mich über das Vitamalz, bekomme von dem Salat vor’m Konzert kaum was runter, heb mir den für später auf und dann geht’s ja auch schon fast los. Relativ pünktlich.
Der Raum, der Sound und das Licht sind gut. Die Leute sitzen im bestuhlten Saal in Reihen und sind von Anfang an aufmerksam und lassen sich ein auf das, was ich ihnen da in den Schoß werfe. Wenn ich so durch die Reihen schaue, sehe ich Menschen zwischen 15 und 55 und freue mich, daß wir sehr gut miteinander klarkommen, es macht richtig viel Spaß. Ich gerate zwischen den Songs immer mehr in’s Erzählen, drifte hier und da mal etwas ab, was für mich ok ist und den Leuten hier auch gut zu gefallen scheint und nach dem Konzert jemanden sagen lässt, was ich einen Tag vorher auch schon mal so ähnlich zu hören bekam: „Mensch, du bist ja zwischen Deinen Liedern auch ein richtiger Komiker!“ Ich begründe das mit dem trockenem Humor, der uns Norddeutsche verbindet. Na ja, wenn’s mit der Musik mal nichts mehr ist…
Daß bei den vielen CDs, die ich nach den Konzerten neuerdings verkaufe, mittlerweile mein Name meisstens handschriftlich mit drauf muß, fand ich übrigens anfangs etwas seltsam, aber man gewöhnt sich an vieles und an manches auch sehr schnell. Und daß man zu der Gelegenheit wenigstens auf ein paar kurze Sätze die Leute kennenlernt, für die man da grad gespielt hat, das gefällt mir ganz gut.
Der Saal wird anschließend wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt und mir wird während dessen klar, was hier in Gemeinschaft so auf die Beine gestellt wird von den Leuten, die ihre kleine Stadt hier mit Kultur füttern.
Bevor wir das Licht ausmachen, werf ich noch einen Blick in die Ausstellung eine Etage höher, wo ich eine gar nicht mal so kleine Auslage von Tomte-Platten und –Artikeln finde. Hier schließt sich der Kreis.
Schließlich auf der kurzen Fahrt in’s Ferienhaus bekomme ich einen solchen Hunger und freu ich mich schon so auf den Salat und das Brot. Spitze, so ein Mitternachtsessen! Im Kamin glüht’s auch noch. Da schau ich noch etwas rein, fahre die innere Maschine langsam runter und halt dann auch nicht mehr lange durch. Daß das Bett für mich viel zu kurz ist und ich mich deswegen auf die Couch hau’, macht heute nichts. Das war ein sehr schöner Abend und mir geht’s gut.
29.10.10 – Kiel, Prinz Willy
Es ist ja nicht so, daß ich bei Verabredungen und Terminen immer schon 20 Minuten vorher da bin, aber heute bin ich wirklich schon rechtzeitig losgefahren. Warum ich da jetzt drauf komme? Es ist früher Nachmittag, als ich voller Vorfreude Richtung Autobahn fahre und mich auf 3 schöne Tage freue. Nach 60 km steh ich das erste Mal im Stau. Na ja, kein Ding, ist ja noch Zeit. Aber, um die Sache abzukürzen, das erste Mal wieder richtig staufrei wird es, als ich etwa mittig zwischen Hamburg und Kiel bin. Als ich in Kiel ankomme ist es kurz nach 20 Uhr und ich sitze fast 6 Stunden im Auto für schlappe 350 km. Was für ’ne schei… Anfahrt?!
Es ist also so, daß ich wirklich ziemlich genervt in Kiel lande, sich das aber schlagartig ändert, als ich bei Willy durch die Tür komme. Was ist denn hier los?! Wo kommen die ganzen Leute her? Das fragt sich Willy auch und staunt ziemlich über die vielen Menschen hier im Laden. Alle Sitzplätze sind belegt, Stühle werden noch rangeholt, man nutzt die Theke um zu stehen. Sieht gut aus.
Ich muß nach der Fahrt erstmal bischen runterkommen, bau in aller Ruhe auf, beiß noch in die Stulle, die Willy mir schmiert (ich ess ja vor’m Konzert nie so viel) und dann kann das auch losgehen hier.
Kiel empfängt mich herzlich, ist aufmerksam, ruhig bis in die letzte Ecke. Schön, sehr schön! Bei den ersten Klängen von „Sonnenschein“ bemerke ich diverse Lächeln, die sich auf die Bühne in mein Ohr schleichen. Und mitgesungen wird auch.
Als ich den letzten Song ankündige, werden Forderungen nach mehr Songs sofort von Willys Thekenlady im Keim erstickt, denn es ist 22 Uhr und somit Schicht hier. Wohngebiet!
Also Ende, zurücklehnen und erstmal einen schönen Salat, den ich hier bei Willy die letzten Jahre immer besonders gern gegessen hab und heute tut diese Mahlzeit besonders gut. Wir erzählen noch ein wenig und spät in der Nacht mach ich mich dann noch mal auf einen kleinen Nachtspaziergang am Wasser. Schönes Ding, aber dann reicht’s auch, hab morgen früh noch einen Radio-Termin. Gute Nacht!
Es ist also so, daß ich wirklich ziemlich genervt in Kiel lande, sich das aber schlagartig ändert, als ich bei Willy durch die Tür komme. Was ist denn hier los?! Wo kommen die ganzen Leute her? Das fragt sich Willy auch und staunt ziemlich über die vielen Menschen hier im Laden. Alle Sitzplätze sind belegt, Stühle werden noch rangeholt, man nutzt die Theke um zu stehen. Sieht gut aus.
Ich muß nach der Fahrt erstmal bischen runterkommen, bau in aller Ruhe auf, beiß noch in die Stulle, die Willy mir schmiert (ich ess ja vor’m Konzert nie so viel) und dann kann das auch losgehen hier.
Kiel empfängt mich herzlich, ist aufmerksam, ruhig bis in die letzte Ecke. Schön, sehr schön! Bei den ersten Klängen von „Sonnenschein“ bemerke ich diverse Lächeln, die sich auf die Bühne in mein Ohr schleichen. Und mitgesungen wird auch.
Als ich den letzten Song ankündige, werden Forderungen nach mehr Songs sofort von Willys Thekenlady im Keim erstickt, denn es ist 22 Uhr und somit Schicht hier. Wohngebiet!
Also Ende, zurücklehnen und erstmal einen schönen Salat, den ich hier bei Willy die letzten Jahre immer besonders gern gegessen hab und heute tut diese Mahlzeit besonders gut. Wir erzählen noch ein wenig und spät in der Nacht mach ich mich dann noch mal auf einen kleinen Nachtspaziergang am Wasser. Schönes Ding, aber dann reicht’s auch, hab morgen früh noch einen Radio-Termin. Gute Nacht!
25.10.10 – Münster, Gleis 22 (+ I Am Kloot)
Meine Karte für dieses Konzert hatte ich mir schon vor Wochen gekauft, denn I Am Kloot sind seit Jahren eine meiner ganz großen Lieblingsbands und da fahr ich natürlich hin und seh mir das an wie schon so viele Male zuvor. Und dann kam tatsächlich die Email mit der Einladung bzw Bestätigung, hier das Vorprogramm zu spielen. Da freut sich sicher noch wer anderes über mein Ticket, denn das Konzert ist Tage vorher ausverkauft.
Am späten Nachmittag kommt Schnitzel bei mir vorbei und wir machen uns auf den Weg nach Münster. Die Strecke dorthin zieht sich so ewig lang hin, was uns genügend Zeit bietet, über das Leben im Allgemeinen und im Besonderen nachzudenken und uns auszutauschen. Das hatten wir lang nicht mehr und es wurde Zeit.
Als wir im Gleis 22 ankommen, machen Kloot noch Soundcheck. Die Band spielte früher zu dritt, sind mittlerweile auf dieser Tour aber zu sechst, was auf der kleinen Gleis-Bühne sicher auch kein Problem darstellt, stünden da nicht gefühlte 10 Gitarren mit auf der Bühne. Na ja, ich brauch ja nicht viel Platz.
Schnitzel freut sich, die Atmosphäre hier schon zu so früher Zeit mit aufsaugen zu können. Die Band ist sehr freundlich zu uns und die Leute vom Gleis sowieso. Nach dem Soundcheck essen wir sehr lecker und ganz in Ruhe alle zusammen, dann dreh ich, als die Türen öffnen, mit Schnitzel draußen noch ’ne Runde und freu mich, daß ich den guten Eudel vor der Tür wiedersehe.
Während meiner 30 Minuten ist die erste Hälfte der Leute im Raum scheinbar ruhig und mit mir auf der Bühne, aber was da von hinten aus Richtung Theke an Unruhe rüberkommt, daß zieht mich Lied für Lied mehr und mehr runter. Das wiegt halt immer mehr, als die aufmerksamen Leute, die direkt vor dir stehen. Leider. Somit gehört dieses Gastspiel meinerseits sicher nicht zu den Glanzpunkten meiner Darbietungen, was Spielfreude und solche schönen Dinge angeht.
Aber danach freu ich mich einfach auf I Am Kloot. Ich steh ganz hinten wie so oft und gern und hab trotz meiner Größe auch Probleme, irgendetwas zu sehen, denn die Bühne ist grad mal einen halben Meter hoch und der Laden ein langer Schlauch. Das meint dann später auch Kloot-Sänger John zu mir: Es ist immer ein Problem, gerade für die Vorband, wenn die Leute dich nicht sehen können. Kloot spielen eine tolle Auswahl an Songs und lassen einzig das großartige „Life in a day“ vermissen.
Das Zusammensein mit der Band nach dem Konzert ist schließlich ein schöner Ausklang für diesen guten Abend und kurz vor 1 Uhr machen wir uns dann wieder auf den langgezogenen Heimweg und ich freu mich schon auf das nächste Kloot-Konzert, was hoffentlich 2011 sein wird.
Am späten Nachmittag kommt Schnitzel bei mir vorbei und wir machen uns auf den Weg nach Münster. Die Strecke dorthin zieht sich so ewig lang hin, was uns genügend Zeit bietet, über das Leben im Allgemeinen und im Besonderen nachzudenken und uns auszutauschen. Das hatten wir lang nicht mehr und es wurde Zeit.
Als wir im Gleis 22 ankommen, machen Kloot noch Soundcheck. Die Band spielte früher zu dritt, sind mittlerweile auf dieser Tour aber zu sechst, was auf der kleinen Gleis-Bühne sicher auch kein Problem darstellt, stünden da nicht gefühlte 10 Gitarren mit auf der Bühne. Na ja, ich brauch ja nicht viel Platz.
Schnitzel freut sich, die Atmosphäre hier schon zu so früher Zeit mit aufsaugen zu können. Die Band ist sehr freundlich zu uns und die Leute vom Gleis sowieso. Nach dem Soundcheck essen wir sehr lecker und ganz in Ruhe alle zusammen, dann dreh ich, als die Türen öffnen, mit Schnitzel draußen noch ’ne Runde und freu mich, daß ich den guten Eudel vor der Tür wiedersehe.
Während meiner 30 Minuten ist die erste Hälfte der Leute im Raum scheinbar ruhig und mit mir auf der Bühne, aber was da von hinten aus Richtung Theke an Unruhe rüberkommt, daß zieht mich Lied für Lied mehr und mehr runter. Das wiegt halt immer mehr, als die aufmerksamen Leute, die direkt vor dir stehen. Leider. Somit gehört dieses Gastspiel meinerseits sicher nicht zu den Glanzpunkten meiner Darbietungen, was Spielfreude und solche schönen Dinge angeht.
Aber danach freu ich mich einfach auf I Am Kloot. Ich steh ganz hinten wie so oft und gern und hab trotz meiner Größe auch Probleme, irgendetwas zu sehen, denn die Bühne ist grad mal einen halben Meter hoch und der Laden ein langer Schlauch. Das meint dann später auch Kloot-Sänger John zu mir: Es ist immer ein Problem, gerade für die Vorband, wenn die Leute dich nicht sehen können. Kloot spielen eine tolle Auswahl an Songs und lassen einzig das großartige „Life in a day“ vermissen.
Das Zusammensein mit der Band nach dem Konzert ist schließlich ein schöner Ausklang für diesen guten Abend und kurz vor 1 Uhr machen wir uns dann wieder auf den langgezogenen Heimweg und ich freu mich schon auf das nächste Kloot-Konzert, was hoffentlich 2011 sein wird.
15.10.10 – Bielefeld, Bunker Ulmenwall
Im Bunker hab ich mir so manches Konzert angesehen. Da waren schon viele schöne Sachen bei. Auch selbst hab ich hier des öfteren gespielt, meisstens solo. Mit Band tatsächlich nur ein einziges Mal, das war mit meiner ersten Band SportClub, da war ich noch in der Ausbildung oder Zivi. Das ist ewig her.
Als ich heute hier ankam, hab ich mich aber erstmal gewundert. Die haben den Fußboden hier rausgerissen. Warum?! Weil der immer wieder hochgekommen ist, wird mir gesagt. Statt dem „wärmeren“ Belag stehen wir nun auf ein paar Teppichlappen, die über den nackten Beton gelegt sind. Klingt bestimmt auch anders. Schade.
Etwa 1 Jahr nach dem Album-VÖ-Konzert und dem gleichzeitig ersten Konzert mit dieser Band spielen wir also nun unser eigenes Konzert im Bunker. Ein Vorprogramm hab ich mir nicht eingeladen. Ich hab keine Ahnung, was an Leuten kommt und deshalb bin ich abends dann echt überrascht, wie viele Gäste wir heute haben. Überhaupt sind kaum bekannte Gesichter aus Bielefeld heute Abend hier. Es scheinen wirklich viele Leute gekommen zu sein, die neu im Boot sind. Ich bin, sagen wir mal, dankbar für die Möglichkeit, so etwas hier durchziehen zu können, ein eigenes Konzert hier spielen zu können.
Da wir gar nicht gemerkt haben, wie schnell die Zeit zwischen Soundcheck und Einlass gerannt ist, wird das mit mir und dem Nudelauflauf nichts mehr vor dem Konzert. Ich bekomm auch kaum was runter. Immer wieder das gleiche Elend.
Wir haben für „Größer als du“ einen neuen Einstieg, ein neues Intro und das kommt gut. Dann gleich Richtung Pop mit „Komm an“ und weiter und immer weiter. Es gibt zwischen allen Liedern viel Applaus und tatsächlich jede Menge Huuuh!-Rufe (wie schreibt man das?). Da bin ich mal platt, aber schön ist es natürlich. Auch die neuen Songs scheinen zu gefallen. Die Leute heute Abend hier geben mir ein ziemlich gutes Gefühl, was die ganze Diva-Sache angeht. Dranbleiben! Immer weitermachen!
Wir gehen ernsthaft nie davon aus, eine Zugabe einplanen zu müssen. Und bevor ich die Jungs am Ende mal wieder fast alles allein abbauen lasse, weil ich mit viel, viel, viel Kommunikation am Verkaufsstand beschäftigt bin, spiele ich als letzte Gelegenheit nach dem regulären Set heute Abend einen ganz neuen Song, für welchen ich mir sogar noch den Text hinlegen muß, mit dem, ach, so passenden Titel: „Ich will heute Nacht noch nicht nach Haus“.
Als ich heute hier ankam, hab ich mich aber erstmal gewundert. Die haben den Fußboden hier rausgerissen. Warum?! Weil der immer wieder hochgekommen ist, wird mir gesagt. Statt dem „wärmeren“ Belag stehen wir nun auf ein paar Teppichlappen, die über den nackten Beton gelegt sind. Klingt bestimmt auch anders. Schade.
Etwa 1 Jahr nach dem Album-VÖ-Konzert und dem gleichzeitig ersten Konzert mit dieser Band spielen wir also nun unser eigenes Konzert im Bunker. Ein Vorprogramm hab ich mir nicht eingeladen. Ich hab keine Ahnung, was an Leuten kommt und deshalb bin ich abends dann echt überrascht, wie viele Gäste wir heute haben. Überhaupt sind kaum bekannte Gesichter aus Bielefeld heute Abend hier. Es scheinen wirklich viele Leute gekommen zu sein, die neu im Boot sind. Ich bin, sagen wir mal, dankbar für die Möglichkeit, so etwas hier durchziehen zu können, ein eigenes Konzert hier spielen zu können.
Da wir gar nicht gemerkt haben, wie schnell die Zeit zwischen Soundcheck und Einlass gerannt ist, wird das mit mir und dem Nudelauflauf nichts mehr vor dem Konzert. Ich bekomm auch kaum was runter. Immer wieder das gleiche Elend.
Wir haben für „Größer als du“ einen neuen Einstieg, ein neues Intro und das kommt gut. Dann gleich Richtung Pop mit „Komm an“ und weiter und immer weiter. Es gibt zwischen allen Liedern viel Applaus und tatsächlich jede Menge Huuuh!-Rufe (wie schreibt man das?). Da bin ich mal platt, aber schön ist es natürlich. Auch die neuen Songs scheinen zu gefallen. Die Leute heute Abend hier geben mir ein ziemlich gutes Gefühl, was die ganze Diva-Sache angeht. Dranbleiben! Immer weitermachen!
Wir gehen ernsthaft nie davon aus, eine Zugabe einplanen zu müssen. Und bevor ich die Jungs am Ende mal wieder fast alles allein abbauen lasse, weil ich mit viel, viel, viel Kommunikation am Verkaufsstand beschäftigt bin, spiele ich als letzte Gelegenheit nach dem regulären Set heute Abend einen ganz neuen Song, für welchen ich mir sogar noch den Text hinlegen muß, mit dem, ach, so passenden Titel: „Ich will heute Nacht noch nicht nach Haus“.
08.10.10 – Köln, Studio 672 im Stadtgarten (Im Rahmen von Lagerfeuer Deluxe)
Wer viel trinkt, muß auch viel wegbringen. Ich halte ungefähr alle halbe Stunde an der Autobahn, weil ich die ganze Zeit so viel trinke. Die letzte Raststätte lass ich ausfallen in der Annahme, daß es bis zur nächsten auch nicht weit sein wird. Denkste! Ich bin kurz vor Köln und es kommt 1.) keine weitere Möglichkeit anzuhalten und 2.) steh ich auf einmal so richtig schön fett im Stau. Auf’n Seitenstreifen kann ich nicht, ist verboten. Zu Recht. Meinen Halbe-Stunde-Interval muß ich nun in der letzten Etappe schon auf über 1 Stunde dehnen. Wahnsinn! Tut ja fast schon weh. Dann geht’s weiter. Da vorn, meine Abfahrt! Schnell! Rechts ran! Warnblinker an! Und ab in die Büsche! Manchmal verrechnet man sich einfach. Aber trinken ist wichtig.
An der Garderobe nebenan klebt schon ein Zettel für morgen. Da ist dann ein aufstrebender Hip-Hopper hier zu Gast, den mein Bruder ziemlich gut findet. Ich fotografier die Tür und schick ihm das Bild per Handy. Er ist begeistert.
Hier unten im Flur vom Backstageraum zur Bühne könnt man bestimmt auch gut ein Intro zum Live-Video drehen. Und der Konzertraum, also das Studio 672 ist gut, gefällt mir, relativ klein, mit schön angeleuchtetem Gemäuer und rot gepolsterten Sitzgelegenheiten.
Neben mir spielen heute noch Inga Lühning aus Köln mit ihrem, ich sag mal, Jazz-Trio im Rücken und Simon & Jan, 2 großartige junge Herren aus Oldenburg, die Ihren guten Humor pointenreich zu vertexten wissen.
Als ich später in irgendeinem Zusammenhang das Wort Jazz fallen lasse, nagelt mich Ingas Kontrabassist, der aussieht wie der Sänger von Rosenstolz, darauf fest und irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, daß der Typ mich verarschen will. Er sagt: nein. Ok.
Vor dem Konzert dreh ich noch ’ne Runde durch’s Gebäude. Über uns ist der Stadtgarten. Großer Raum, große Bühne. Da möchte ich dann irgendwann mal mit Band spielen. Na ja, irgendwann.
Es ist bei diesem Lagerfeuer Deluxe so gedacht, daß Gastgeber Pe als Moderator durch den Abend führt (der erinnert mich da auf der Bühne irgendwie an Knacki Deuser) und dann alle 3 Künstler ganze 20 Minuten vor Publikum haben. Die Zeit ist knapp, also quatsch ich nicht so viel. Das klappt auch ganz gut und auch, daß die Leute hier für eine gewisse Prise trockenen, norddeutschen Humor durchaus offen sind. So viel Zeit muß sein. Während meiner Lieder ist es still, nur still. Und schön. Und dazwischen wird hier ordentlich gejubelt. Ich bin durchaus überrascht, aber ebenso begeistert von diesem herzlichen Empfang hier in Köln. Danke!
Wir sitzen später noch in kleiner Runde zusammen und ich freu mich, daß ich hier von Veranstalterseite bei so guten, freundlichen Typen gelandet bin. Spitze! Dann such ich draußen noch was süßes für die Fahrt, erfahre im Kiosk, daß Deutschland gegen die Türkei 3:0 gewonnen und Özil getroffen hat und sehe, wie vor’m Studio mittlerweile reichlich Party-Meute eingetrudelt ist. Ich mach mich auf’n Heimweg, hab noch 200 km vor mir und bin versorgt, also mit Süßigkeiten.
An der Garderobe nebenan klebt schon ein Zettel für morgen. Da ist dann ein aufstrebender Hip-Hopper hier zu Gast, den mein Bruder ziemlich gut findet. Ich fotografier die Tür und schick ihm das Bild per Handy. Er ist begeistert.
Hier unten im Flur vom Backstageraum zur Bühne könnt man bestimmt auch gut ein Intro zum Live-Video drehen. Und der Konzertraum, also das Studio 672 ist gut, gefällt mir, relativ klein, mit schön angeleuchtetem Gemäuer und rot gepolsterten Sitzgelegenheiten.
Neben mir spielen heute noch Inga Lühning aus Köln mit ihrem, ich sag mal, Jazz-Trio im Rücken und Simon & Jan, 2 großartige junge Herren aus Oldenburg, die Ihren guten Humor pointenreich zu vertexten wissen.
Als ich später in irgendeinem Zusammenhang das Wort Jazz fallen lasse, nagelt mich Ingas Kontrabassist, der aussieht wie der Sänger von Rosenstolz, darauf fest und irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, daß der Typ mich verarschen will. Er sagt: nein. Ok.
Vor dem Konzert dreh ich noch ’ne Runde durch’s Gebäude. Über uns ist der Stadtgarten. Großer Raum, große Bühne. Da möchte ich dann irgendwann mal mit Band spielen. Na ja, irgendwann.
Es ist bei diesem Lagerfeuer Deluxe so gedacht, daß Gastgeber Pe als Moderator durch den Abend führt (der erinnert mich da auf der Bühne irgendwie an Knacki Deuser) und dann alle 3 Künstler ganze 20 Minuten vor Publikum haben. Die Zeit ist knapp, also quatsch ich nicht so viel. Das klappt auch ganz gut und auch, daß die Leute hier für eine gewisse Prise trockenen, norddeutschen Humor durchaus offen sind. So viel Zeit muß sein. Während meiner Lieder ist es still, nur still. Und schön. Und dazwischen wird hier ordentlich gejubelt. Ich bin durchaus überrascht, aber ebenso begeistert von diesem herzlichen Empfang hier in Köln. Danke!
Wir sitzen später noch in kleiner Runde zusammen und ich freu mich, daß ich hier von Veranstalterseite bei so guten, freundlichen Typen gelandet bin. Spitze! Dann such ich draußen noch was süßes für die Fahrt, erfahre im Kiosk, daß Deutschland gegen die Türkei 3:0 gewonnen und Özil getroffen hat und sehe, wie vor’m Studio mittlerweile reichlich Party-Meute eingetrudelt ist. Ich mach mich auf’n Heimweg, hab noch 200 km vor mir und bin versorgt, also mit Süßigkeiten.
07.10.10 – Unna, Lindenbrauerei
Als Buchse und ich an der Lindenbrauerei ankommen, sind Falk, Utz und Gunnar schon da. Wir mussten getrennt anreisen. Das Gute daran ist, daß die Jungs Ihren ganzen Kram schon aufgebaut haben und wir dann nichts mehr schleppen müssen. Na ja, würd ich aber sonst auch gerne machen.
Auf der Bühne ist genug Platz und auch davor, also in der relativ großen Kneipe. Bin gespannt, wie sich das hier mit Leuten füllt. Während wir soundchecken, kommt von der Theke der fragende Zwischenruf: „Wer ist denn hier die Diva?“ Originell.
Es gibt sehr leckeres Essen hier. Utz und ich warten damit aber bis nach der Show. Dann schmeckt es umso besser. Und mehr Appetit hab ich dann auch.
Das Konzert ist für uns sehr gut. Später beklagen sich ein paar Ladys, daß sie bei den ersten Songs kein Wort verstanden hätten, aber das lag leider nicht in unserer Hand. Wir spielen heute zum ersten Mal „Lauf“ und es kommt verdammt gut an. Ab und zu muß man auch mal bischen mehr auf’s Gas treten. Und im Schlußteil von „Tag für Tag“ seh ich direkt gegenüber in strahlende Gesichter von tanzenden Menschen. Das ist ein schöner Abgang.
Frank, der uns hier heute Abend betreut hat, erzählt mir dann später noch interessantes über Herrn Freverts Nationalgalerie. Mann, Mann, Mann! Rock’n’Roll!
Und wer sich über kleine Kinder amüsieren kann, die um den Platz auf dem Beifahrersitz streiten, der hätte heute Abend mal Utz und Falk sehen sollen. Wahrlich ein Vergnügen! So, alle drin? Dann ab nach Hause!
Auf der Bühne ist genug Platz und auch davor, also in der relativ großen Kneipe. Bin gespannt, wie sich das hier mit Leuten füllt. Während wir soundchecken, kommt von der Theke der fragende Zwischenruf: „Wer ist denn hier die Diva?“ Originell.
Es gibt sehr leckeres Essen hier. Utz und ich warten damit aber bis nach der Show. Dann schmeckt es umso besser. Und mehr Appetit hab ich dann auch.
Das Konzert ist für uns sehr gut. Später beklagen sich ein paar Ladys, daß sie bei den ersten Songs kein Wort verstanden hätten, aber das lag leider nicht in unserer Hand. Wir spielen heute zum ersten Mal „Lauf“ und es kommt verdammt gut an. Ab und zu muß man auch mal bischen mehr auf’s Gas treten. Und im Schlußteil von „Tag für Tag“ seh ich direkt gegenüber in strahlende Gesichter von tanzenden Menschen. Das ist ein schöner Abgang.
Frank, der uns hier heute Abend betreut hat, erzählt mir dann später noch interessantes über Herrn Freverts Nationalgalerie. Mann, Mann, Mann! Rock’n’Roll!
Und wer sich über kleine Kinder amüsieren kann, die um den Platz auf dem Beifahrersitz streiten, der hätte heute Abend mal Utz und Falk sehen sollen. Wahrlich ein Vergnügen! So, alle drin? Dann ab nach Hause!
12.09.10 – Gütersloh, Theater
Hier im Theater ist heut ziemlich viel Aktion den ganzen Tag über und da es leider die ganze Zeit geregnet hat, wurden einige Aktionen von draußen nach drinnen verlegt. Das hat zur Folge, daß der Zeitplan durcheinandergewürfelt wird, die Leute hier ziemlich aufgeregt sind und wir Ewigkeiten brauchen, bis sich dann mal jemand gefunden hat, der uns den Weg weisen kann.
Mit einem großen Fahrstuhl fahren wir unser Zeug auf die Etage vom großen Saal und während auf der Bühne eine Artistengruppe ihr Können zeigt, machen wir uns hinter dem Vorhang auf der Hinterbühne schon mal breit. Was für ein riesen Apparat hier?! Wahnsinn! Ich bin ja ein Theater-Fan und wenn man dann mal die Gelegenheit hat und sich das ganze Geschehen aus einem anderen Winkel ansehen kann, dann ist das schon beeindruckend.
Wenn man dann aber hier musiziert und sich seitens des Hauses nicht an technische Absprachen gehalten wird bzw die Techniker Ihr eigenes Ding durchziehen und Ihnen unsere Argumente scheißegal sind und unser Ansprechpartner nicht aufzufinden und zu erreichen ist, dann ist das sehr ärgerlich. Heute vermisse ich in diesem Zusammenhang Marcus als Tourmanager. Der hätte hier mal aufgeräumt. Stattdessen mache ich mich dann bei den Haustechnikern und bei der Vorband unbeliebt. Geht nicht anders, aber bringt am Ende auch nichts. Bescheuert.
Da wir unser Catering aus der Mitarbeiter-Küche beziehen, ist dort auch kein Bier zu finden, denn die Leute müssen ja noch arbeiten und bevor meine Jungs dann anfangen zu heulen, organisieren wir uns aus der Lounge ganz oben unter’m Dach noch eine halbe Kiste Bier, die dann günstig für die anderen 4 direkt hinter Utz’ Schlagzeug plaziert wird.
Als wir dann unser Konzert beginnen, ist all der Ärger von vorhin verflogen, denn der Sound ist gut, Platz genug vorhanden auf der riesigen Bühne und die Leute sind auch noch bzw wieder da (denn vor uns gab es fast 1 Stunde Pause). Und ich glaube, sie mögen uns. So hört’s sich jedenfalls an. Ich könnt mich echt dran gewöhnen im Theater zu spielen, ist ziemlich luxuriös. Vielleicht wär’ das mal was für die ferne Zukunft.
In der Mitte spiel ich paar Songs solo, davon auch etwas ganz neues. Die Leute nehmen’s gut an. Mit Humor kriegt man sie immer. Den Übergang von „Tag für Tag“ am Ende versemmeln wir total, aber das ist das einzige, was heute nicht passt. Ansonsten geh ich mit einem guten Gefühl von der Bühne, als die Jungs den letzten Song noch allein zu Ende brettern. Und die Theater-Karriere behalt ich mal im Hinterkopf.
Mit einem großen Fahrstuhl fahren wir unser Zeug auf die Etage vom großen Saal und während auf der Bühne eine Artistengruppe ihr Können zeigt, machen wir uns hinter dem Vorhang auf der Hinterbühne schon mal breit. Was für ein riesen Apparat hier?! Wahnsinn! Ich bin ja ein Theater-Fan und wenn man dann mal die Gelegenheit hat und sich das ganze Geschehen aus einem anderen Winkel ansehen kann, dann ist das schon beeindruckend.
Wenn man dann aber hier musiziert und sich seitens des Hauses nicht an technische Absprachen gehalten wird bzw die Techniker Ihr eigenes Ding durchziehen und Ihnen unsere Argumente scheißegal sind und unser Ansprechpartner nicht aufzufinden und zu erreichen ist, dann ist das sehr ärgerlich. Heute vermisse ich in diesem Zusammenhang Marcus als Tourmanager. Der hätte hier mal aufgeräumt. Stattdessen mache ich mich dann bei den Haustechnikern und bei der Vorband unbeliebt. Geht nicht anders, aber bringt am Ende auch nichts. Bescheuert.
Da wir unser Catering aus der Mitarbeiter-Küche beziehen, ist dort auch kein Bier zu finden, denn die Leute müssen ja noch arbeiten und bevor meine Jungs dann anfangen zu heulen, organisieren wir uns aus der Lounge ganz oben unter’m Dach noch eine halbe Kiste Bier, die dann günstig für die anderen 4 direkt hinter Utz’ Schlagzeug plaziert wird.
Als wir dann unser Konzert beginnen, ist all der Ärger von vorhin verflogen, denn der Sound ist gut, Platz genug vorhanden auf der riesigen Bühne und die Leute sind auch noch bzw wieder da (denn vor uns gab es fast 1 Stunde Pause). Und ich glaube, sie mögen uns. So hört’s sich jedenfalls an. Ich könnt mich echt dran gewöhnen im Theater zu spielen, ist ziemlich luxuriös. Vielleicht wär’ das mal was für die ferne Zukunft.
In der Mitte spiel ich paar Songs solo, davon auch etwas ganz neues. Die Leute nehmen’s gut an. Mit Humor kriegt man sie immer. Den Übergang von „Tag für Tag“ am Ende versemmeln wir total, aber das ist das einzige, was heute nicht passt. Ansonsten geh ich mit einem guten Gefühl von der Bühne, als die Jungs den letzten Song noch allein zu Ende brettern. Und die Theater-Karriere behalt ich mal im Hinterkopf.
10.07.10 – Oelde, Kulturgut Nottbeck (+ Bernd Begemann, Bosse, Oliver Uschmann u.a.)
Der Autor Oliver Uschmann hat den ganzen Sommer über eine Ausstellung zu seinen Romanen auf dem Kulturgut Nottbeck in Oelde in dessen Rahmen er an ein paar Wochenenden bestimmte Thementage macht. Es gab u.a. einen Fußballtag und nun einen Singer/Songwritertag. Neben mir sind heute z.B. auch Axel Bosse und der von mir seit über einem Jahrzehnt überaus hochgeschätzte Bernd Begemann am Start. Und auch einige andere Kollegen lerne ich heute kennen.
Der Tag ist brütend heiß und vor der Bühne, die ein kleiner LKW-Anhänger ist, liegen die Leute auf der Wiese, auf Decken und Iso-Matten, suchen sich einen Schattenplatz oder lassen sich in der Sonne braten. Hier gibt es viel Grün, Bäume, einen Teich, jede Menge Platz und - von der Musik mal abgesehen - jede Menge Ruhe.
Während ich am späten Nachmittag spiele, läuft mir ordentlich die Suppe runter und die Zeit vergeht wieder mal viel zu schnell. Aber ein wenig seltsam ist es auch, wenn ich den Leuten hier dies und das an traurigen Geschichten vorsinge, während wir alle von der Sonne angelacht werden.
Am frühen Abend wird dann der Grill angeschmissen und da ich ja schon gespielt habe, hau ich auch ordentlich rein. Können wir das nicht morgen noch mal machen? Das gefällt mir ziemlich gut hier.
Als Bosse dann spielt, spielen auch die deutschen Fußballer um Platz 3 bei der WM. Sorry, Axel, aber Fußball geht in diesem Fall bei mir vor! Bernd Begemann ist mittlerweile auch angekommen und setzt sich mit einer gefühlten 5-fach Cola zu mir. Wir schauen uns das Spiel an und er kommt mit verwirrenden Theorien zum Leben von Joachim Löw um die Ecke. Mir fehlt die Spontanität, um da gekonnt drauf einzugehen.
Anschließend sehe ich dann mein bestimmt schon 20. Bernd-Konzert. Dieses hier fällt allerdings erheblich kürzer aus, als all die anderen in den Jahren zuvor. Macht aber nichts. Bernd wirkt da vorn auch irgendwie etwas verloren auf dem Anhänger, während wir anderen doch schon mit einigem Abstand auf unseren Bierbänken im Dunkeln sitzen.
In geselliger Runde beschließen wir dann bei dem einen oder anderen Getränk den Tag und verabschieden uns nach und nach in die Nacht. Und Axel? Der fährt jetzt noch nach Hamburg hoch! Halte durch und bleib wach!
Der Tag ist brütend heiß und vor der Bühne, die ein kleiner LKW-Anhänger ist, liegen die Leute auf der Wiese, auf Decken und Iso-Matten, suchen sich einen Schattenplatz oder lassen sich in der Sonne braten. Hier gibt es viel Grün, Bäume, einen Teich, jede Menge Platz und - von der Musik mal abgesehen - jede Menge Ruhe.
Während ich am späten Nachmittag spiele, läuft mir ordentlich die Suppe runter und die Zeit vergeht wieder mal viel zu schnell. Aber ein wenig seltsam ist es auch, wenn ich den Leuten hier dies und das an traurigen Geschichten vorsinge, während wir alle von der Sonne angelacht werden.
Am frühen Abend wird dann der Grill angeschmissen und da ich ja schon gespielt habe, hau ich auch ordentlich rein. Können wir das nicht morgen noch mal machen? Das gefällt mir ziemlich gut hier.
Als Bosse dann spielt, spielen auch die deutschen Fußballer um Platz 3 bei der WM. Sorry, Axel, aber Fußball geht in diesem Fall bei mir vor! Bernd Begemann ist mittlerweile auch angekommen und setzt sich mit einer gefühlten 5-fach Cola zu mir. Wir schauen uns das Spiel an und er kommt mit verwirrenden Theorien zum Leben von Joachim Löw um die Ecke. Mir fehlt die Spontanität, um da gekonnt drauf einzugehen.
Anschließend sehe ich dann mein bestimmt schon 20. Bernd-Konzert. Dieses hier fällt allerdings erheblich kürzer aus, als all die anderen in den Jahren zuvor. Macht aber nichts. Bernd wirkt da vorn auch irgendwie etwas verloren auf dem Anhänger, während wir anderen doch schon mit einigem Abstand auf unseren Bierbänken im Dunkeln sitzen.
In geselliger Runde beschließen wir dann bei dem einen oder anderen Getränk den Tag und verabschieden uns nach und nach in die Nacht. Und Axel? Der fährt jetzt noch nach Hamburg hoch! Halte durch und bleib wach!
30.05.10 – Bielefeld, Leinewebermarkt Open Air
Es ist Freitagabend und der Platz vor der Rathausbühne ordentlich gefüllt mit Leuten. Es ist laut auf der Bühne und Rock’n’Roll bahnt sich seinen Weg zwischen Autoscooter und Zuckerwattebuden. Ich steh mittendrin und hör mir Jupiter Jones an.
Vorspulen! Es ist früher Sonntagabend und der Platz vor der Rathausbühne ist… na ja, sagen wir mal, hier ist noch gut Luft. Lutz steht mit seiner Band Blindtext auf der Bühne und ich hol mir erstmal ’ne Pommes.
Wir spielen auf diesem Stadtfest heute auf der Indie-Bühne, so nenn ich die immer. Hier hab ich die letzten Jahre oder Jahrzehnte immer Ende Mai ein paar gute Bands gesehen. Mir fällt aber grad nur eine von denen ein.
Es hat den ganzen Tag immer wieder geregnet und ich befürchte, daß das wegen uns auch nicht unbedingt aufhören wird. Als wir anfangen, ist aber erstmal alles ok. Meine Oma, die aus Mecklenburg angereist ist, bekommt von mir eine Extra-Begrüßung von der Bühne und ich glaub, das gefällt ihr. Unsere Bläser sind dabei, wir sind gut drauf und trotz des miesen Wetters sind zumindest ein paar Leute hier, auch wenn der Rathausplatz in diesem Moment viel zu groß ist. Und den Zuhausegebliebenen kann man Ihre Abwesenheit heute auch nicht so richtig übel nehmen. Ich denke kurz an Freitagabend.
Irgendwann fängt’s an zu tröpfeln, dann zu regnen und dann zu schütten. Nicht aus Eimern, sondern aus… ??? …aus Silos! Schnell wuseln flinke Hände um uns rum und schieben die Monitore, die Mikros und das ganze Kabelzeug weiter nach hinten unter’s Bühnendach. Hilft aber nichts. Der Wind kommt von ganz schräg vorn. Ich bin nass von oben bis unten, die Leute flüchten unter die Bierbuden, dem mobilen China-Imbiss fliegen die Zeltwände weg, Falk hört mittendrin auf zu spielen und bangt um seine Tretminen und ich hab die Szene von „Almost famous“ im Kopf, als der Gitarrist einen Stromschlag bekommt und auf der Bühne einfach umfällt. Bevor es so weit kommt, funkt Jochen dazwischen. Er bricht die ganze Schoose hier ab und lädt uns eine halbe Stunde später zum Leinewebermarkt 2011 ein. Ok, wir kommen wieder. Gern.
Vorspulen! Es ist früher Sonntagabend und der Platz vor der Rathausbühne ist… na ja, sagen wir mal, hier ist noch gut Luft. Lutz steht mit seiner Band Blindtext auf der Bühne und ich hol mir erstmal ’ne Pommes.
Wir spielen auf diesem Stadtfest heute auf der Indie-Bühne, so nenn ich die immer. Hier hab ich die letzten Jahre oder Jahrzehnte immer Ende Mai ein paar gute Bands gesehen. Mir fällt aber grad nur eine von denen ein.
Es hat den ganzen Tag immer wieder geregnet und ich befürchte, daß das wegen uns auch nicht unbedingt aufhören wird. Als wir anfangen, ist aber erstmal alles ok. Meine Oma, die aus Mecklenburg angereist ist, bekommt von mir eine Extra-Begrüßung von der Bühne und ich glaub, das gefällt ihr. Unsere Bläser sind dabei, wir sind gut drauf und trotz des miesen Wetters sind zumindest ein paar Leute hier, auch wenn der Rathausplatz in diesem Moment viel zu groß ist. Und den Zuhausegebliebenen kann man Ihre Abwesenheit heute auch nicht so richtig übel nehmen. Ich denke kurz an Freitagabend.
Irgendwann fängt’s an zu tröpfeln, dann zu regnen und dann zu schütten. Nicht aus Eimern, sondern aus… ??? …aus Silos! Schnell wuseln flinke Hände um uns rum und schieben die Monitore, die Mikros und das ganze Kabelzeug weiter nach hinten unter’s Bühnendach. Hilft aber nichts. Der Wind kommt von ganz schräg vorn. Ich bin nass von oben bis unten, die Leute flüchten unter die Bierbuden, dem mobilen China-Imbiss fliegen die Zeltwände weg, Falk hört mittendrin auf zu spielen und bangt um seine Tretminen und ich hab die Szene von „Almost famous“ im Kopf, als der Gitarrist einen Stromschlag bekommt und auf der Bühne einfach umfällt. Bevor es so weit kommt, funkt Jochen dazwischen. Er bricht die ganze Schoose hier ab und lädt uns eine halbe Stunde später zum Leinewebermarkt 2011 ein. Ok, wir kommen wieder. Gern.
16.04.10 – Enger, Kleinbahnhof, (+ Schöftland)
Super! Wir spielen mit Schöftland zusammen! Spitze! Freu ich mich total drauf! Seit die mal mit Gisbert getourt sind, schwärmte Gunnar immer von den Schweizern und ich wollte die auch unbedingt mal live sehen. Kriegen wir hin heute Abend.
Dieses Konzert ist, kann man so sagen, auf Gunnars Mist gewachsen. Er hat das hier alles klargemacht. So’n Self-Made-Ding in Enger. Am Tag vorher versuch ich ihm zu helfen wie ich kann. Utz ist auch dabei. Den ganzen Kram bei Gunnar aus’m Studio raus und in den Bahnhof rein. Hier hab ich vor 2 Jahren auch die Gisbert-Band gesehen. Und direkt nebenan war früher das alte Forum. Da haben schon Nirvana gespielt. Wie die Zeit vergeht.
Wir haben heute unsere Setlist ein wenig umgeschoben und merken, daß das gut funktioniert so. Das Konzert macht Spaß. Ich merk das immer, wenn ich selbst mal so auf der Bühne nach und nach in die Runde schau und meine Jungs angrinse.
Von den Schöftis war ich ja schon beim Soundcheck total begeistert. Klang gut. Nun beim Konzert erinnert mich das riesige und tiefe Saxophon oft an Radiohead, vieles von dem Gitarrenzeug an Kashmir. Bassist und Trommler sind wahnsinnig! Herrlich! Und Floh schreibt und singt so wunderbare Texte! Diese Band wird eine meiner Lieblingsbands werden. Ich weiß das.
Gunnar geht gegen Ende noch für einen Song mit auf die Bühne und Falk ist, wie ich sehe, erstaunlich textsicher. Wußte ich gar nicht.
Als dann alles vorbei und wieder eingepackt ist (wie passt eigentlich der Kontrabass und der ganze andere Kram in diesen winzigen Schweizer Bulli?!), sitzen wir noch in kleiner Runde bei Utz, wo wir vor Monaten einen Teil unserer Platte aufgenommen haben und wo heute die Schweizer schlafen. Am Ende merke ich wieder, und das ist ein gutes Zeichen, daß ich mich manchmal schlecht trennen kann.
Jungs, ich würd Euch gern mal wiedersehen.
Dieses Konzert ist, kann man so sagen, auf Gunnars Mist gewachsen. Er hat das hier alles klargemacht. So’n Self-Made-Ding in Enger. Am Tag vorher versuch ich ihm zu helfen wie ich kann. Utz ist auch dabei. Den ganzen Kram bei Gunnar aus’m Studio raus und in den Bahnhof rein. Hier hab ich vor 2 Jahren auch die Gisbert-Band gesehen. Und direkt nebenan war früher das alte Forum. Da haben schon Nirvana gespielt. Wie die Zeit vergeht.
Wir haben heute unsere Setlist ein wenig umgeschoben und merken, daß das gut funktioniert so. Das Konzert macht Spaß. Ich merk das immer, wenn ich selbst mal so auf der Bühne nach und nach in die Runde schau und meine Jungs angrinse.
Von den Schöftis war ich ja schon beim Soundcheck total begeistert. Klang gut. Nun beim Konzert erinnert mich das riesige und tiefe Saxophon oft an Radiohead, vieles von dem Gitarrenzeug an Kashmir. Bassist und Trommler sind wahnsinnig! Herrlich! Und Floh schreibt und singt so wunderbare Texte! Diese Band wird eine meiner Lieblingsbands werden. Ich weiß das.
Gunnar geht gegen Ende noch für einen Song mit auf die Bühne und Falk ist, wie ich sehe, erstaunlich textsicher. Wußte ich gar nicht.
Als dann alles vorbei und wieder eingepackt ist (wie passt eigentlich der Kontrabass und der ganze andere Kram in diesen winzigen Schweizer Bulli?!), sitzen wir noch in kleiner Runde bei Utz, wo wir vor Monaten einen Teil unserer Platte aufgenommen haben und wo heute die Schweizer schlafen. Am Ende merke ich wieder, und das ist ein gutes Zeichen, daß ich mich manchmal schlecht trennen kann.
Jungs, ich würd Euch gern mal wiedersehen.
10.04.10 – Münster, Metropolis (+ Johannes Oerding)
Johannes ist mir in Hamburg schon mal über den Weg gelaufen und mein Bassist Gunnar und er kennen sich auch aus Hamburger Zeiten. Also freuen wir uns alle sehr, daß wir heute hier gemeinsam spielen können.
Das Metropolis ist ein altes Kino, steigt nach hinten hin immer mehr an, was für’s Konzert sehr schön sein kann und Platz ist hier auch genug. Wir teilen uns mit Johannes’ Band fast die komplette Backline, was die Umbauzeiten gut verkürzt und die Sache organisatorisch sehr einfach macht.
Kurz vor’m Konzert hör ich mit Johannes’ Band noch Fußball im Radio, meine Jungs sind da ja nicht so interessiert. Und dann geht’s los.
Schon während der ersten 1-2 Songs merke ich, daß hier irgendwas passiert, daß hier irgendwas ziemlich gut ist und nach und nach wird es mir klar. Hier sind so viele Leute in der Menge, die meine Texte mitsingen von vorn bis hinten und das sieht gut aus und das hört sich auch gut an (wenn ich es denn hören könnte). Die Leute strahlen uns an und zwischen den Songs wirft uns die gesamte Menge eine solche Portion an Sympathie auf die Bühne, daß ich schon ein wenig überwältigt bin. Münster, ihr seid großartig! Und wir gehen glücklich von der Bühne.
Johannes und seine Jungs spielen ein recht langes Set, wir schauen uns das meisste von hinten an und wundern uns schon ein wenig, als Buchse zwischendurch aus’m Backstage kommt mit der wörtlichen Bemerkung: „Der Veranstalter meint, wir saufen zu viel!“ Also ich kenn ja meine Jungs und die können auch mal gut hinlangen, aber daß das jetzt ausufern würde, nee! Immer mal schön locker bleiben!
Nach der Show lernen wir an unserem kleinen Verkaufsstand noch jede Menge hübsche und freundliche Menschen kennen und als auch die meissten von denen nach Hause gehen, wollen Utz und ich eigentlich noch gern in’s Amp auf die Tanzfläche, aber Gunnar will unbedingt noch zur Betriebsbesichtigung in’s neue Jovel, wo wir dann vor der Tür auch tatsächlich noch Steffi Stephan treffen, seines Zeichens lebenslanger Bassist beim von uns so sehr geschätzten Udo Lindenberg. Wir nehmen mit ihm noch ein gemeinsames Getränk und streichen dann auch bald die Segel. Buchse, der hier in Münster bleibt, trifft anschließend um 4 oder 5 Uhr morgens noch die Oerding-Jungs in einer Kneipe wieder. Und ich? Ich hab auf der Heimfahrt noch mal all die schönen Menschen aus’m Metropolis vor Augen.
Das Metropolis ist ein altes Kino, steigt nach hinten hin immer mehr an, was für’s Konzert sehr schön sein kann und Platz ist hier auch genug. Wir teilen uns mit Johannes’ Band fast die komplette Backline, was die Umbauzeiten gut verkürzt und die Sache organisatorisch sehr einfach macht.
Kurz vor’m Konzert hör ich mit Johannes’ Band noch Fußball im Radio, meine Jungs sind da ja nicht so interessiert. Und dann geht’s los.
Schon während der ersten 1-2 Songs merke ich, daß hier irgendwas passiert, daß hier irgendwas ziemlich gut ist und nach und nach wird es mir klar. Hier sind so viele Leute in der Menge, die meine Texte mitsingen von vorn bis hinten und das sieht gut aus und das hört sich auch gut an (wenn ich es denn hören könnte). Die Leute strahlen uns an und zwischen den Songs wirft uns die gesamte Menge eine solche Portion an Sympathie auf die Bühne, daß ich schon ein wenig überwältigt bin. Münster, ihr seid großartig! Und wir gehen glücklich von der Bühne.
Johannes und seine Jungs spielen ein recht langes Set, wir schauen uns das meisste von hinten an und wundern uns schon ein wenig, als Buchse zwischendurch aus’m Backstage kommt mit der wörtlichen Bemerkung: „Der Veranstalter meint, wir saufen zu viel!“ Also ich kenn ja meine Jungs und die können auch mal gut hinlangen, aber daß das jetzt ausufern würde, nee! Immer mal schön locker bleiben!
Nach der Show lernen wir an unserem kleinen Verkaufsstand noch jede Menge hübsche und freundliche Menschen kennen und als auch die meissten von denen nach Hause gehen, wollen Utz und ich eigentlich noch gern in’s Amp auf die Tanzfläche, aber Gunnar will unbedingt noch zur Betriebsbesichtigung in’s neue Jovel, wo wir dann vor der Tür auch tatsächlich noch Steffi Stephan treffen, seines Zeichens lebenslanger Bassist beim von uns so sehr geschätzten Udo Lindenberg. Wir nehmen mit ihm noch ein gemeinsames Getränk und streichen dann auch bald die Segel. Buchse, der hier in Münster bleibt, trifft anschließend um 4 oder 5 Uhr morgens noch die Oerding-Jungs in einer Kneipe wieder. Und ich? Ich hab auf der Heimfahrt noch mal all die schönen Menschen aus’m Metropolis vor Augen.
18.03.10 – Hamburg, Hasenschaukel
Alle 2 Monate gibt es in der Hasenschaukel einen DJ-Abend, bei dem nicht die fetten Beats und Riffs, sondern die ganz schwere bzw ruhige Schüppe rausgeholt wird. Das nennt sich dann „Die traurigste Hasenschaukel der Welt“ und Dani hat mich eingeladen, vorher ein Konzert zu spielen. Ich mag so was.
Am frühen Abend dreh ich noch ’ne Runde um die Häuser und muß durch die Kneipenfenster mit ansehen, wie Werder sich im Europapokal 2 frühe Tore einfängt. Na, das kann ja was werden. Zurück in der Hasenschaukel geb ich einer Hamburger Dame noch ein Interview für ein Internetradio und lerne gleichzeitig was über die schönen, ruhigen und versteckten Ecken im Hamburger Hafen.
Beim Konzert ist der Laden dann gut gefüllt und die Leute sind sehr aufmerksam, sehr ruhig und einige scheinen die Platte zu kennen. Zwischen den Liedern gibt es kurze Dialoge über Hamburg oder Neil Young. Das macht Spaß und die Hasenschaukel ist für solche Momente gemacht.
Ben von der Enno Bunger Band kommt auch noch vorbei und Herr Strüver von PIAS. Hat er eigentlich schon meine Platte? Mit Christoph, meinem alten Bassisten (das ist fast 10 Jahre her) sitz ich dann anschließend noch ewig draußen vor der Tür und während Dani drinnen die traurigste Musik auflegt, reden wir auf der Straße über die guten und weniger guten Seiten von Hamburg. Manchmal möchte ich hier bleiben.
Am frühen Abend dreh ich noch ’ne Runde um die Häuser und muß durch die Kneipenfenster mit ansehen, wie Werder sich im Europapokal 2 frühe Tore einfängt. Na, das kann ja was werden. Zurück in der Hasenschaukel geb ich einer Hamburger Dame noch ein Interview für ein Internetradio und lerne gleichzeitig was über die schönen, ruhigen und versteckten Ecken im Hamburger Hafen.
Beim Konzert ist der Laden dann gut gefüllt und die Leute sind sehr aufmerksam, sehr ruhig und einige scheinen die Platte zu kennen. Zwischen den Liedern gibt es kurze Dialoge über Hamburg oder Neil Young. Das macht Spaß und die Hasenschaukel ist für solche Momente gemacht.
Ben von der Enno Bunger Band kommt auch noch vorbei und Herr Strüver von PIAS. Hat er eigentlich schon meine Platte? Mit Christoph, meinem alten Bassisten (das ist fast 10 Jahre her) sitz ich dann anschließend noch ewig draußen vor der Tür und während Dani drinnen die traurigste Musik auflegt, reden wir auf der Straße über die guten und weniger guten Seiten von Hamburg. Manchmal möchte ich hier bleiben.
28.01.10 – Bielefeld, Forum (+ Asaf Avidan & The Mojos)
Im letzten Sommer habe ich Asaf Avidan & The Mojos beim Haldern Pop Festival gesehen. Ich fand’s ziemlich gut damals und freu mich auf den Abend.
Der Einstieg ist dann aber mal wieder - wie soll man sagen? – typisch Business. Die Band ist sehr nett und Asafs Trommler bietet Utz an, über sein Set zu trommeln. Aber da gibt’s ja noch einen Tourmanager, dem das überhaupt nicht gefällt und der uns eindeutige Ansagen macht. Tja, business as usual. Heißt also, daß wir nicht all zu viel Platz auf der Bühne haben. Wir bauen uns komplett vor Asafs Set auf, also sitzt auch Utz an seinem Schlagzeug nicht hinter uns, sondern am seitlichen Bühnenrand, was mir persönlich aber sehr gut gefällt. Da kann man nicht nur hören, sondern auch immer mal sehen, was der junge Mann so treibt an seinem Arbeitsgerät.
Während ich mir 20 Minuten vor unserem Konzert nur ein halbes trockenes Brötchen reinkrümel, um überhaupt irgendwas im Magen zu haben, hauen sich die Jungs ihre Teller voll mit Nudeln, Fleisch und viel Soße. Das beruhigt mich insofern, daß meine Band scheinbar nicht so aufgeregt ist wie ich und das ist gut. Abgesehen davon ist es mal wieder auch ein eindeutiger Beweis dafür, daß hier im Forum wie immer ganz lecker gekocht wird.
Der Sound auf der Bühne ist leider beim Konzert nicht so gut wie beim Soundcheck. Frag mich nicht, warum! Ich hab Mühe, es mir nicht anmerken zu lassen. Kann meine Stimme kaum hören. Mehr geht aber scheinbar nicht. Auch die anderen erzählen nachher ähnliches, somit spielen wir eher verhalten und nicht so locker, glaube ich. Aber wir haben ein freundliches Publikum in den ersten Reihen und es sind einige bekannte Gesichter heute Abend hier. Das ist angenehm.
Nach unserem Konzert, noch bevor Asaf angefangen hat, kommt Schorsch, der heute als unser Verkäufermann mitgekommen ist, begeistert zu uns und richtet uns schöne Grüße aus Hamburg aus. „Aus Hamburg? Von wem?“ „Da war grad ein Pärchen bei mir. Die meinten, ich soll Euch alle schön grüßen, denn sie müssten jetzt wieder zurück auf die Autobahn. Sie sind extra für Euch aus Hamburg gekommen.“ Heute war mieses Schneewetter auf der Autobahn und von Hamburg nach Bielefeld und wieder zurück sind es 500 km. Vielen Dank dafür!
Der Einstieg ist dann aber mal wieder - wie soll man sagen? – typisch Business. Die Band ist sehr nett und Asafs Trommler bietet Utz an, über sein Set zu trommeln. Aber da gibt’s ja noch einen Tourmanager, dem das überhaupt nicht gefällt und der uns eindeutige Ansagen macht. Tja, business as usual. Heißt also, daß wir nicht all zu viel Platz auf der Bühne haben. Wir bauen uns komplett vor Asafs Set auf, also sitzt auch Utz an seinem Schlagzeug nicht hinter uns, sondern am seitlichen Bühnenrand, was mir persönlich aber sehr gut gefällt. Da kann man nicht nur hören, sondern auch immer mal sehen, was der junge Mann so treibt an seinem Arbeitsgerät.
Während ich mir 20 Minuten vor unserem Konzert nur ein halbes trockenes Brötchen reinkrümel, um überhaupt irgendwas im Magen zu haben, hauen sich die Jungs ihre Teller voll mit Nudeln, Fleisch und viel Soße. Das beruhigt mich insofern, daß meine Band scheinbar nicht so aufgeregt ist wie ich und das ist gut. Abgesehen davon ist es mal wieder auch ein eindeutiger Beweis dafür, daß hier im Forum wie immer ganz lecker gekocht wird.
Der Sound auf der Bühne ist leider beim Konzert nicht so gut wie beim Soundcheck. Frag mich nicht, warum! Ich hab Mühe, es mir nicht anmerken zu lassen. Kann meine Stimme kaum hören. Mehr geht aber scheinbar nicht. Auch die anderen erzählen nachher ähnliches, somit spielen wir eher verhalten und nicht so locker, glaube ich. Aber wir haben ein freundliches Publikum in den ersten Reihen und es sind einige bekannte Gesichter heute Abend hier. Das ist angenehm.
Nach unserem Konzert, noch bevor Asaf angefangen hat, kommt Schorsch, der heute als unser Verkäufermann mitgekommen ist, begeistert zu uns und richtet uns schöne Grüße aus Hamburg aus. „Aus Hamburg? Von wem?“ „Da war grad ein Pärchen bei mir. Die meinten, ich soll Euch alle schön grüßen, denn sie müssten jetzt wieder zurück auf die Autobahn. Sie sind extra für Euch aus Hamburg gekommen.“ Heute war mieses Schneewetter auf der Autobahn und von Hamburg nach Bielefeld und wieder zurück sind es 500 km. Vielen Dank dafür!
30.10.09 – Bielefeld, Falkendom (Album-Release-Konzert! + Chelsy + Carla Dalla Torre)
Heute Abend findet unser erstes Band-Konzert statt. Nachdem ich einige Jahre nur solo meine Songs gespielt habe, freue ich mich wahnsinnig auf diesen Abend. Und wenn das gut funktioniert, dann sollen mehr Abende folgen. Die Idee kam eher zufällig während den Aufnahmen zur Platte. Utz meinte: „Dann machen wir aber auch ein Release-Konzert!“ Ich hab Utz und Gunnar fragend angesehen, Gunnar grinste: „Klar!“ und das Ding war fix.
Für die Eröffnung des Abends haben wir uns zum einen Haldern-Zelt-Nachbarin Carla Dalla Torre eingeladen, die heute Abend, glaube ich, eines ihrer ersten Konzerte spielt und dann sind die befreundeten Chelsy aus dem Ruhrpott angereist, von denen ich sooo sehr Fan bin und mit denen ich mir bereits ein paar Mal die Abende auf der Bühne geteilt habe. Mit Trommler Marcus verbindet mich eine langjährige Freundschaft, nachdem wir uns vor fast 10 Jahren beim Konzert von Paul Weller auf dem Haldern Pop Festival über den Weg gelaufen sind.
Marcus ist es dann auch, der unser Konzert mit ein paar guten Worten einleitet. Immerhin habe ich endlich meine eigene Platte aufgenommen. Es hat lang genug gedauert. Bei Marcus’ Worten wird mir mulmig und ich puste hinter der Bühne wie ein Langstreckenläufer oder Boxer. Dann geht’s raus. Allein beginne ich leise und ganz ruhig mit „Komm an“ und während des Chorus kommen meine Jungs auf die Bühne geschlichen, dann zur zweiten Strophe setzt Buchse an den Tasten ein und dann hab ich sie hinter mir, dann rollen sie los, die Jungs, meine Band. Endlich!
Bei ein paar Songs haben wir die Bläser dabei. Kommt gut an bei den Leuten. Kann man öfters machen. Im Publikum kann ich einige bekannte Gesichter erkennen, ziemlich viele sogar. Und viele von denen sagen mir nach dem Konzert: „Das ist so anders mit Band!“ Und das ist gut so.
Es soll nicht der letzte Abend mit Band gewesen sein. Schließlich soll ja auch die Platte präsentiert werden. Und abgesehen davon hab ich Blut geleckt. Wir machen weiter.
Für die Eröffnung des Abends haben wir uns zum einen Haldern-Zelt-Nachbarin Carla Dalla Torre eingeladen, die heute Abend, glaube ich, eines ihrer ersten Konzerte spielt und dann sind die befreundeten Chelsy aus dem Ruhrpott angereist, von denen ich sooo sehr Fan bin und mit denen ich mir bereits ein paar Mal die Abende auf der Bühne geteilt habe. Mit Trommler Marcus verbindet mich eine langjährige Freundschaft, nachdem wir uns vor fast 10 Jahren beim Konzert von Paul Weller auf dem Haldern Pop Festival über den Weg gelaufen sind.
Marcus ist es dann auch, der unser Konzert mit ein paar guten Worten einleitet. Immerhin habe ich endlich meine eigene Platte aufgenommen. Es hat lang genug gedauert. Bei Marcus’ Worten wird mir mulmig und ich puste hinter der Bühne wie ein Langstreckenläufer oder Boxer. Dann geht’s raus. Allein beginne ich leise und ganz ruhig mit „Komm an“ und während des Chorus kommen meine Jungs auf die Bühne geschlichen, dann zur zweiten Strophe setzt Buchse an den Tasten ein und dann hab ich sie hinter mir, dann rollen sie los, die Jungs, meine Band. Endlich!
Bei ein paar Songs haben wir die Bläser dabei. Kommt gut an bei den Leuten. Kann man öfters machen. Im Publikum kann ich einige bekannte Gesichter erkennen, ziemlich viele sogar. Und viele von denen sagen mir nach dem Konzert: „Das ist so anders mit Band!“ Und das ist gut so.
Es soll nicht der letzte Abend mit Band gewesen sein. Schließlich soll ja auch die Platte präsentiert werden. Und abgesehen davon hab ich Blut geleckt. Wir machen weiter.
15.10.09 – Dortmund, Subrosa
Auf's Subrosa freu ich mich, weil ich im letzten Jahr hier zusammen mit Nils Koppruch einen guten Abend hatte und ich den Laden sehr mag. Ist gemütlich hier und Marcus ist mit dabei. Er trommelt eigentlich bei den großartigen Chelsy, die hier im Ruhrpott zuhause sind. Heute spielen wir aber ein paar von meinen Songs zusammen und nach vielen Jahren solo auf der Bühne macht es mit Schlagzeug ziemlichen Spaß. Wir konnten nicht wirklich zusammen proben, aber das ist ok.
Es ist heute so vorgesehen, daß wir 2 Sets spielen: außer Konkurrenz vor und nach einer Art Offene-Bühne-Wettbewerb. Also gehen wir nach 20-25 Minuten von der Bühne, warten mehr oder weniger geduldig ganze 10 Bewerber mit je 1-2 Songs ab, bevor wir dann ein weiteres Mal ein paar von meinen Songs spielen. Das bricht uns am Ende das Genick, denn nach den 10 Bewerbern wird es uns relativ schwer gemacht, die Geräuschkulisse steigt mehr und mehr, ich fühle mich hier reichlich fehl am Platz und beschließe, so eine Aktion nicht noch einmal mitzumachen. Es kamen vorher in der „Pause“ auch Leute zu mir, die sagten, daß sie wegen mir hier wären, aber nun nicht 1 Stunde auf das zweite Set warten könnten bzw wollten. Kann ich verstehen.
Schließlich wird noch mal ordentlich reingehauen mit ’ner doppelten Portion Hawai-Toast und einer Autofahrt-Durchhalte-Cola und dann geht’s wieder ab nach Hause, Marcus in die eine und ich in die andere Richtung.
Es ist heute so vorgesehen, daß wir 2 Sets spielen: außer Konkurrenz vor und nach einer Art Offene-Bühne-Wettbewerb. Also gehen wir nach 20-25 Minuten von der Bühne, warten mehr oder weniger geduldig ganze 10 Bewerber mit je 1-2 Songs ab, bevor wir dann ein weiteres Mal ein paar von meinen Songs spielen. Das bricht uns am Ende das Genick, denn nach den 10 Bewerbern wird es uns relativ schwer gemacht, die Geräuschkulisse steigt mehr und mehr, ich fühle mich hier reichlich fehl am Platz und beschließe, so eine Aktion nicht noch einmal mitzumachen. Es kamen vorher in der „Pause“ auch Leute zu mir, die sagten, daß sie wegen mir hier wären, aber nun nicht 1 Stunde auf das zweite Set warten könnten bzw wollten. Kann ich verstehen.
Schließlich wird noch mal ordentlich reingehauen mit ’ner doppelten Portion Hawai-Toast und einer Autofahrt-Durchhalte-Cola und dann geht’s wieder ab nach Hause, Marcus in die eine und ich in die andere Richtung.
10.10.09 - Hamburg, Zum Schellfischposten "Inas Nacht" (TV-Aufzeichnung für ARD/NDR)
Es regnet die ganze Zeit und scheint auch vorerst nicht aufhören zu wollen. Ich parke mein Auto erstmal am Fischmarkt und gehe ein paar Schritte rüber zum Schellfischposten, dem Ort des heutigen Geschehens. Außer der Wirtin ist noch niemand da, aber ich werfe schon mal einen Blick in den Laden. Ist wirklich so klein, wie's im Fernsehen immer aussieht, eigentlich noch kleiner. Es passen wirklich nur 2 Tische rein. 10-12 Gäste und die Hütte ist voll. Das Hotel ist direkt nebenan. Ich checke ein, fahre mit dem Fahrstuhl in die 4.Etage und wundere mich schon etwas über die luxoriöse Unterkunft, in der ich heute schlafen darf. Auf dem Umschlag steht "Suite" und diese hat Elbblick. Verrückt!
Als am späten Nachmittag Miss Platnum und ihre Mannschaft mit dem Soundcheck fertig sind, bin ich dran. Ich freue mich Ina zu sehen. Sie erzählt mir was schönes über die Gründe meiner Einladung und mir geht das runter wie Öl. Ich spiele heute "Sonnenschein" und werde dabei von Ina's Band an Klavier, Bass und Schlagzeug begleitet. Als Ina meinen Song mitsingt, ist das ein ganz besonderer Moment für mich. Ich möchte fast vom Stuhl fallen und versuche trotzdem den Moment zu genießen. Die Band ist hervorragend und es sind gute Typen. Hab ein sehr gutes Gefühl. Mein Bassist Gunnar erzählt mir ein paar Tage später noch über Ina's Jungs, daß Helge auch bei Inga Rumpf trommelt und Dirk auch bei Jan Plewka's Rio Reiser Projekt den Bass zupft.
Als Peter Maffay den Sound checkt, setze ich mich in eine Ecke der Kneipe, verfolge das Geschehen sehr interessiert und bin begeistert von so vielen Kleinigkeiten, die ich beobachte. Von Peter kommen ein paar kurze, knackige Ansagen und dann sitzt das Ding. Man kann das so oder so auslegen, ich find's zumindest interessant. Er hat Pascal Kravetz und Peter Keller mitgebracht, die ihn neben Ina's Band auf den Gitarren begleiten. Peter Keller ist auch Bielefelder und die Welt mal wieder ein Dorf.
Ein kleiner Elbspaziergang lässt die Zeit nun sehr schnell verstreichen, der Regen wurde weniger und zu Beginn der Aufzeichnung bin ich wieder unten im Café des Hotels, wo wir alle das Live-Geschehen aus der Kneipe nebenan an einem großen Bildschirm verfolgen. Die Leute, die ich hier kennen lerne, die ganze Mannschaft um Ina Müller herum ist eine sehr angenehme Truppe.
Als Maffay dann mit seiner Band spielt, verziehe ich mich mit Gitarre in den hinteren Teil des Cafés, um mich ein bischen warmzuspielen. Sehr beruhigend wirkt zu dem Zeitpunkt Ina's Gitarrist Andreas auf mich ein. Der hat so 'ne ganz ruhige Art und das ist gut. Er selbst wird nachher kurz zur Band stoßen, wenn diese zusammen mit dem Autor Frank Schätzing eine Johnny Cash Nummer spielt. Dann bekommt Maffay die beim Publikum und sicher auch bei Ina so beliebten und manches mal ziemlich indiskreten Bierdeckel-Fragen (das Publikum schreibt Fragen auf Bierdeckel und diese stellt Ina dann dem Gast) und das ist mein Zeichen. Ich werde abgeholt und rüber zur Kneipe gebracht.
Dann geht alles ganz schnell. Ina erzählt Peter Maffay, wie sie auf den Divamann gekommen ist und als sie meinen Namen ruft, darf ich endlich raus! Als Ina mir vor laufender Kamera dann ein zweites Mal erzählt, daß sie heulen mußte, als sie "Sonnenschein" und "Größer als du" gehört hat, geht mir das innerlich ganz schön an die Nieren. Zum Glück haut es mich nicht komplett um und als wir den Song spielen, fühl ich mich sehr schnell recht sicher, grinse Ina an und sehe im Augenwinkel, wie Peter Maffay mitwippt und, wenn ich mich da nicht vertue, auch mal mitsingt. Läuft doch!
Ina macht sich anschließend noch ganz hervorragend als RonDiva-Promoterin und dann bin ich auch schon raus und wieder drüben im Public-Viewing-Café und hab ein ganz gutes Gefühl von dem, was da grad passiert ist. Die Sendung dauert noch 'ne Weile. Frank Schätzing erzählt von seinem neuen Buch und Miss Platnum kommt mitsamt Ihrer Band. Danach ist noch ein wenig Feierei angesagt und überhaupt hab ich mich heute Abend hier mit den ganzen Leuten sehr wohl gefühlt. Oben im Zimmer seh ich bei geöffnetem Fenster noch mal über die stille Elbe auf den beleuchteten Hafen und denke mir, daß das doch irgendwie verrückt ist, was da grad passiert. Ich spiele einen Song von mir im Ersten Fernsehprogramm.
Danke Ina!
Als am späten Nachmittag Miss Platnum und ihre Mannschaft mit dem Soundcheck fertig sind, bin ich dran. Ich freue mich Ina zu sehen. Sie erzählt mir was schönes über die Gründe meiner Einladung und mir geht das runter wie Öl. Ich spiele heute "Sonnenschein" und werde dabei von Ina's Band an Klavier, Bass und Schlagzeug begleitet. Als Ina meinen Song mitsingt, ist das ein ganz besonderer Moment für mich. Ich möchte fast vom Stuhl fallen und versuche trotzdem den Moment zu genießen. Die Band ist hervorragend und es sind gute Typen. Hab ein sehr gutes Gefühl. Mein Bassist Gunnar erzählt mir ein paar Tage später noch über Ina's Jungs, daß Helge auch bei Inga Rumpf trommelt und Dirk auch bei Jan Plewka's Rio Reiser Projekt den Bass zupft.
Als Peter Maffay den Sound checkt, setze ich mich in eine Ecke der Kneipe, verfolge das Geschehen sehr interessiert und bin begeistert von so vielen Kleinigkeiten, die ich beobachte. Von Peter kommen ein paar kurze, knackige Ansagen und dann sitzt das Ding. Man kann das so oder so auslegen, ich find's zumindest interessant. Er hat Pascal Kravetz und Peter Keller mitgebracht, die ihn neben Ina's Band auf den Gitarren begleiten. Peter Keller ist auch Bielefelder und die Welt mal wieder ein Dorf.
Ein kleiner Elbspaziergang lässt die Zeit nun sehr schnell verstreichen, der Regen wurde weniger und zu Beginn der Aufzeichnung bin ich wieder unten im Café des Hotels, wo wir alle das Live-Geschehen aus der Kneipe nebenan an einem großen Bildschirm verfolgen. Die Leute, die ich hier kennen lerne, die ganze Mannschaft um Ina Müller herum ist eine sehr angenehme Truppe.
Als Maffay dann mit seiner Band spielt, verziehe ich mich mit Gitarre in den hinteren Teil des Cafés, um mich ein bischen warmzuspielen. Sehr beruhigend wirkt zu dem Zeitpunkt Ina's Gitarrist Andreas auf mich ein. Der hat so 'ne ganz ruhige Art und das ist gut. Er selbst wird nachher kurz zur Band stoßen, wenn diese zusammen mit dem Autor Frank Schätzing eine Johnny Cash Nummer spielt. Dann bekommt Maffay die beim Publikum und sicher auch bei Ina so beliebten und manches mal ziemlich indiskreten Bierdeckel-Fragen (das Publikum schreibt Fragen auf Bierdeckel und diese stellt Ina dann dem Gast) und das ist mein Zeichen. Ich werde abgeholt und rüber zur Kneipe gebracht.
Dann geht alles ganz schnell. Ina erzählt Peter Maffay, wie sie auf den Divamann gekommen ist und als sie meinen Namen ruft, darf ich endlich raus! Als Ina mir vor laufender Kamera dann ein zweites Mal erzählt, daß sie heulen mußte, als sie "Sonnenschein" und "Größer als du" gehört hat, geht mir das innerlich ganz schön an die Nieren. Zum Glück haut es mich nicht komplett um und als wir den Song spielen, fühl ich mich sehr schnell recht sicher, grinse Ina an und sehe im Augenwinkel, wie Peter Maffay mitwippt und, wenn ich mich da nicht vertue, auch mal mitsingt. Läuft doch!
Ina macht sich anschließend noch ganz hervorragend als RonDiva-Promoterin und dann bin ich auch schon raus und wieder drüben im Public-Viewing-Café und hab ein ganz gutes Gefühl von dem, was da grad passiert ist. Die Sendung dauert noch 'ne Weile. Frank Schätzing erzählt von seinem neuen Buch und Miss Platnum kommt mitsamt Ihrer Band. Danach ist noch ein wenig Feierei angesagt und überhaupt hab ich mich heute Abend hier mit den ganzen Leuten sehr wohl gefühlt. Oben im Zimmer seh ich bei geöffnetem Fenster noch mal über die stille Elbe auf den beleuchteten Hafen und denke mir, daß das doch irgendwie verrückt ist, was da grad passiert. Ich spiele einen Song von mir im Ersten Fernsehprogramm.
Danke Ina!
25.09.09 - Stuttgart, Zapata "Silent Friday"
Auf der Fahrt von Leipzig nach Stuttgart werde ich irgendwann nachdenklich und frage mich, wie lange und wie oft ich wohl so etwas wie das hier machen kann. Wie lang werden Leute auf den Konzerten sein, die sich das anhören, was du da singst? Wie lang werden dir neue Texte einfallen, die sich lohnen, aufgeschrieben und vorgetragen zu werden? Wie lang, wie lang, wie lang...? All dieser Scheiß!
Mann! Schluß mit der Grübelei! Ich denk an gestern und hau erst mal die Stones in die Anlage. Jiving Sister Fanny! Auf der Babylon-Tour bin ich mal bis nach Stuttgart gefahren um die Stones zu sehen. Andrew kam mit, wir haben uns abends noch Anger77 in Bielefeld angesehen und sind dann nachts durchgefahren und Ralf und Claudia kamen auch über Nacht aus Berlin angereist. Zusammen mit vielen anderen saßen wir dann ab morgens 9 Uhr vor den Einlasstoren und abends waren wir dann ganz, ganz vorn! 2 Meter vom ollen Keith weg! So was hab ich damals als Azubi und Zivi ganze 7x innerhalb eines Jahres gemacht. 10 Jahre ist das her. In einem Jahr 7x die Stones! Das würde mir heute nicht mehr passieren.
Es ist Freitagsfeierabendverkehr, als ich in Stuttgart ankomme. Im Zapata, einer Disko, die auf einem Werksgelände liegt und auf mich einen ganz guten, rustikalen Eindruck macht, wird erst noch aufgebaut und ich hab noch 2-3 Std. Zeit bis zum Soundcheck. Ich nutze diese und hau mich unweit vom Spielort mit meinem Buch über Eric Clapton auf eine Bank im Park und laß mich von der Sonne wärmen. 10 Meter weiter macht ein Junge Fotos von seiner Freundin, die sich dafür in alle erdenklich ungünstigen Posen wirft. Ich kann mir so was nicht ansehen und denke dann immer: "Mädchen, tu dir das doch nicht an! Wenn du sehen könntest, wie das aussieht." Modeln ist auch nicht für jeden was. Als mir kalt wird, mach ich mich auf den Rückweg.
Im Zapata ist mittlerweile etwas mehr los. Der Abend läuft unter dem Namen "Silent Friday", findet 1x im Monat in Stuttgart an wechselnden Orten statt, hat scheinbar eine treue Anhängerschaft und ist, wie der Name schon sagt, ziemlich still. Neben Musik gibt es heute Abend einen Kurzfilm zu sehen und sogar einen Feuer-Jongleur. Die Leute können es sich im Zuschauerraum auf riesigen Kissen bequem machen und sich an der Theke an Bananen und Weintrauben bedienen oder von der Ingwer-Suppe kosten, die ich mir natürlich auch nicht entgehen lasse. Ingwer, was war da noch für ein Wirkstoff drin?
Und Reiner, auf dessen Mist das ganze hier wächst, ist ein guter Typ und kommt nachher auf der Bühne bei seinen Ankündigungen der einzelnen Künstler mit seiner liebenswerten Art so gut rüber, daß es eine Freude ist. Auch den guten Neal Hoffmann von Amphibic und Joachim von Daantje & The Golden Handwerk lerne ich heute Abend kennen. Die will ich gern mal wiedersehen.
Mein Konzert spiele ich sicher und mit einem großen Lächeln in mir, denn die Leute sitzen und liegen vor mir auf ihren dicken Kissen und sind so still, wie ich es dieser Tage schon mehrmals erleben durfte. Das tut so gut!
Als ich dann mit einem Teller Ingwer-Suppe an der Theke stehe, kommt ein Mädchen zu mir, welches mir erzählt, wie schüchtern die Stuttgarter doch sind. Aha! Fällt mir grad gar nicht auf. Sie erzählt mir später dann noch von Ihrer Band, deren Namen ich leider vergessen habe und mir somit nie im Netz anhören konnte. Eigentlich schade. In einer kurzen und sehr treffenden Sms meines Freundes Andrew bezieht sich dieser spät nachts dann noch mal auf die Stones und ich muß lachen. Da schließt sich der Kreis.
Weil ich morgen um 13 Uhr so gern den FC St. Pauli spielen sehen will, hab ich nach den knapp 500 km von Leipzig hier her nun weitere knapp 500 km direkt vor mir. Deswegen wollte ich eigentlich schon recht früh wieder fahren, komme aber doch erst um 2 Uhr hier weg, weil es mir so sehr gefällt. Der ganze Abend war ein sehr schöner Abschluß meiner kleinen Tour.
Nachts komme ich dann nur bis zur Hälfte der rund 500 km, lege mich im Auto schlafen, bis ich wach werde vor Kälte und bin dann schließlich um 11 oder 12 Uhr zuhause, packe das Auto aus, gehe direkt rüber zum Stadion und bekomme von einem netten Typen in braunem Trikot zum ganz normalen Preis noch eine Karte für den St.Pauli-Block! Da sitze ich dann im Stadion und freu mich jetzt schon auf die nächste Tour.
Mann! Schluß mit der Grübelei! Ich denk an gestern und hau erst mal die Stones in die Anlage. Jiving Sister Fanny! Auf der Babylon-Tour bin ich mal bis nach Stuttgart gefahren um die Stones zu sehen. Andrew kam mit, wir haben uns abends noch Anger77 in Bielefeld angesehen und sind dann nachts durchgefahren und Ralf und Claudia kamen auch über Nacht aus Berlin angereist. Zusammen mit vielen anderen saßen wir dann ab morgens 9 Uhr vor den Einlasstoren und abends waren wir dann ganz, ganz vorn! 2 Meter vom ollen Keith weg! So was hab ich damals als Azubi und Zivi ganze 7x innerhalb eines Jahres gemacht. 10 Jahre ist das her. In einem Jahr 7x die Stones! Das würde mir heute nicht mehr passieren.
Es ist Freitagsfeierabendverkehr, als ich in Stuttgart ankomme. Im Zapata, einer Disko, die auf einem Werksgelände liegt und auf mich einen ganz guten, rustikalen Eindruck macht, wird erst noch aufgebaut und ich hab noch 2-3 Std. Zeit bis zum Soundcheck. Ich nutze diese und hau mich unweit vom Spielort mit meinem Buch über Eric Clapton auf eine Bank im Park und laß mich von der Sonne wärmen. 10 Meter weiter macht ein Junge Fotos von seiner Freundin, die sich dafür in alle erdenklich ungünstigen Posen wirft. Ich kann mir so was nicht ansehen und denke dann immer: "Mädchen, tu dir das doch nicht an! Wenn du sehen könntest, wie das aussieht." Modeln ist auch nicht für jeden was. Als mir kalt wird, mach ich mich auf den Rückweg.
Im Zapata ist mittlerweile etwas mehr los. Der Abend läuft unter dem Namen "Silent Friday", findet 1x im Monat in Stuttgart an wechselnden Orten statt, hat scheinbar eine treue Anhängerschaft und ist, wie der Name schon sagt, ziemlich still. Neben Musik gibt es heute Abend einen Kurzfilm zu sehen und sogar einen Feuer-Jongleur. Die Leute können es sich im Zuschauerraum auf riesigen Kissen bequem machen und sich an der Theke an Bananen und Weintrauben bedienen oder von der Ingwer-Suppe kosten, die ich mir natürlich auch nicht entgehen lasse. Ingwer, was war da noch für ein Wirkstoff drin?
Und Reiner, auf dessen Mist das ganze hier wächst, ist ein guter Typ und kommt nachher auf der Bühne bei seinen Ankündigungen der einzelnen Künstler mit seiner liebenswerten Art so gut rüber, daß es eine Freude ist. Auch den guten Neal Hoffmann von Amphibic und Joachim von Daantje & The Golden Handwerk lerne ich heute Abend kennen. Die will ich gern mal wiedersehen.
Mein Konzert spiele ich sicher und mit einem großen Lächeln in mir, denn die Leute sitzen und liegen vor mir auf ihren dicken Kissen und sind so still, wie ich es dieser Tage schon mehrmals erleben durfte. Das tut so gut!
Als ich dann mit einem Teller Ingwer-Suppe an der Theke stehe, kommt ein Mädchen zu mir, welches mir erzählt, wie schüchtern die Stuttgarter doch sind. Aha! Fällt mir grad gar nicht auf. Sie erzählt mir später dann noch von Ihrer Band, deren Namen ich leider vergessen habe und mir somit nie im Netz anhören konnte. Eigentlich schade. In einer kurzen und sehr treffenden Sms meines Freundes Andrew bezieht sich dieser spät nachts dann noch mal auf die Stones und ich muß lachen. Da schließt sich der Kreis.
Weil ich morgen um 13 Uhr so gern den FC St. Pauli spielen sehen will, hab ich nach den knapp 500 km von Leipzig hier her nun weitere knapp 500 km direkt vor mir. Deswegen wollte ich eigentlich schon recht früh wieder fahren, komme aber doch erst um 2 Uhr hier weg, weil es mir so sehr gefällt. Der ganze Abend war ein sehr schöner Abschluß meiner kleinen Tour.
Nachts komme ich dann nur bis zur Hälfte der rund 500 km, lege mich im Auto schlafen, bis ich wach werde vor Kälte und bin dann schließlich um 11 oder 12 Uhr zuhause, packe das Auto aus, gehe direkt rüber zum Stadion und bekomme von einem netten Typen in braunem Trikot zum ganz normalen Preis noch eine Karte für den St.Pauli-Block! Da sitze ich dann im Stadion und freu mich jetzt schon auf die nächste Tour.
23.09.09 - Leipzig, Noch Besser Leben
Als ich am späten Nachmittag in Leipzig ankomme, sind vom NBL noch alle Türen zu und niemand in Sicht. Ich dreh noch 'ne Runde und seh mir ab 19 Uhr in einer Kneipe in der Nähe den zweiten Tag vom DFB-Pokal an. Werder empfängt St. Pauli. In der Halbzeit geh ich rüber zum Soundcheck.
Melde mich mich unten am Tresen in der Kneipe: "Hallo, Ronny ist mein Name. Ich soll hier heute spielen." Die Dame hinter der Theke: "Ja. Dann mach das doch." Pause. Kommt sie aus Berlin? Ich erfahre dann doch noch, daß ich eine Treppe höher muß, wo das Konzert in einem großen "Wohnzimmer" stattfindet. Super, ich glaub, das wird mir gefallen hier. Da ich mir aber mit dem Soundcheck Zeit lasse, verpasse ich die zweite Halbzeit vom Fußball. Ist aber nicht so schlimm.
Für die Zeit bis zum Konzert setze ich mich unten in die Kneipe und auf einmal ruft da jemand laut durch den ganzen Laden meinen Namen. Überraschung! Anna ist da! Mit ihr hab ich mal in Bielefeld gearbeitet. Sie wohnt jetzt in Leipzig und hat zufällig ein Plakat gesehen. Wir haben uns natürlich einiges zu erzählen. Von ihr erfahre ich später auch mehr über den Leipziger Wächterhausverein. Muß ich noch mal googlen.
Das Konzert gefällt mir selbst dann ganz gut. Am Ende sitzen einige Leute mehr oben als am Anfang und diese Leute scheinen ganz interessiert und sind still. Total still. Nur zweimal gerät der ganze Laden in ein lautes Gelächter, als ein hier anscheinend bekannter Hund zwischen den Stühlen umherschleicht und es sich schliesslich zwischen uns gemütlich macht. Der Haken ist, daß der Hund riecht. Eigentlich riecht er auch gar nicht, sondern er stinkt und das laut der Besitzerin nicht erst seit heute. Ich komme später noch mit mehreren Leuten in's Gespräch und lasse den Abend dann unten in der Kneipe in Ruhe ausklingen, wo ich mich auch erstmal über die Fussballergebnisse informieren muß. Die Leute hier vom NBL, mit denen ich zu tun hatte, gehören übrigens in die Top5, daß das klar ist!
Als ich am nächsten Morgen aus meinem Zimmer, welches im gleichen Haus liegt, auf den Flur gehe, tönt von unten aus der Kneipe Jagger's Stimme zu "Memo from Turner". Mann, wie lang hab ich mir das nicht mehr angemacht?! Spitzen Song! Ich hab heute frei, also seh ich mir Leipzig ein wenig an. Am Ende stelle ich fest, daß ich 7 oder 8 Stunden nonstop auf den Beinen war. Manchmal merkt man's gar nicht. Wollte mir eigentlich heute Abend politisches Kabarett ansehen, aber nun bin ich platt. Abends esse ich noch mal was im NBL mit seinen großen Schaufenstern, wo dann auch noch mal die Stones laufen: "Jiving Sister Fanny"! Starke Sache! Ich fühl mich wohl hier und schlafe in dem Zimmer über'm Laden übrigens hervorragend. Schön war's.
Melde mich mich unten am Tresen in der Kneipe: "Hallo, Ronny ist mein Name. Ich soll hier heute spielen." Die Dame hinter der Theke: "Ja. Dann mach das doch." Pause. Kommt sie aus Berlin? Ich erfahre dann doch noch, daß ich eine Treppe höher muß, wo das Konzert in einem großen "Wohnzimmer" stattfindet. Super, ich glaub, das wird mir gefallen hier. Da ich mir aber mit dem Soundcheck Zeit lasse, verpasse ich die zweite Halbzeit vom Fußball. Ist aber nicht so schlimm.
Für die Zeit bis zum Konzert setze ich mich unten in die Kneipe und auf einmal ruft da jemand laut durch den ganzen Laden meinen Namen. Überraschung! Anna ist da! Mit ihr hab ich mal in Bielefeld gearbeitet. Sie wohnt jetzt in Leipzig und hat zufällig ein Plakat gesehen. Wir haben uns natürlich einiges zu erzählen. Von ihr erfahre ich später auch mehr über den Leipziger Wächterhausverein. Muß ich noch mal googlen.
Das Konzert gefällt mir selbst dann ganz gut. Am Ende sitzen einige Leute mehr oben als am Anfang und diese Leute scheinen ganz interessiert und sind still. Total still. Nur zweimal gerät der ganze Laden in ein lautes Gelächter, als ein hier anscheinend bekannter Hund zwischen den Stühlen umherschleicht und es sich schliesslich zwischen uns gemütlich macht. Der Haken ist, daß der Hund riecht. Eigentlich riecht er auch gar nicht, sondern er stinkt und das laut der Besitzerin nicht erst seit heute. Ich komme später noch mit mehreren Leuten in's Gespräch und lasse den Abend dann unten in der Kneipe in Ruhe ausklingen, wo ich mich auch erstmal über die Fussballergebnisse informieren muß. Die Leute hier vom NBL, mit denen ich zu tun hatte, gehören übrigens in die Top5, daß das klar ist!
Als ich am nächsten Morgen aus meinem Zimmer, welches im gleichen Haus liegt, auf den Flur gehe, tönt von unten aus der Kneipe Jagger's Stimme zu "Memo from Turner". Mann, wie lang hab ich mir das nicht mehr angemacht?! Spitzen Song! Ich hab heute frei, also seh ich mir Leipzig ein wenig an. Am Ende stelle ich fest, daß ich 7 oder 8 Stunden nonstop auf den Beinen war. Manchmal merkt man's gar nicht. Wollte mir eigentlich heute Abend politisches Kabarett ansehen, aber nun bin ich platt. Abends esse ich noch mal was im NBL mit seinen großen Schaufenstern, wo dann auch noch mal die Stones laufen: "Jiving Sister Fanny"! Starke Sache! Ich fühl mich wohl hier und schlafe in dem Zimmer über'm Laden übrigens hervorragend. Schön war's.
22.09.09 - Berlin, Intersoup
Als ich am Nachmittag in Berlin ankomme, hab ich noch 2-3 Stunden Zeit, bevor überhaupt jemand am Laden ist. Also versuch ich, platt wie ich bin, im Auto noch etwas zu schlafen, was aufgrund von Autos auf Kopfsteinpflaster, Baustellenlärm und schreienden und heulenden Kindern überhaupt nicht hinhaut. Somit laufe ich schließlich noch ein wenig durch die Gegend. Das Intersoup liegt in Prenzlberg, was scheinbar die Entbindungsstation von Berlin ist. Ich laufe durch die Straßen und sehe nur junge Frauen mit ihren kleinen Kindern. Ist das der Club der schönen Mütter, von denen die Fehlfarben singen? Die können heute Abend ruhig alle mal vorbeikommen!
Auf der Infotafel am Intersoup, die den Kunden handgeschrieben über die aktuelle Abendveranstaltung informiert, steht noch die Lesung vom Vorabend. Das wird sich auch bis nach meinem Konzert nicht ändern.
Nachdem man mir im Keller des Ladens, wo sich der eigentlich ganz gemütliche Konzertraum befindet, Licht gemacht hat und etwas Zeit vergangen ist, frage ich oben an der Theke nach jemandem, der für die Technik verantwortlich ist, da ich nicht einfach so an dem fremden Equipment rumfingern will. "Da kommt keiner. Das machen die Bands immer selbst." Somit stelle ich fest, daß der Begriff "Mischer" in der Booking-Email anscheinend nicht für eine Person mit guten Ohren, sondern für das kleine Mischpult in der Ecke steht. Ok. Ich stell mir mein Zeug ein. Viel braucht es nicht, mache alles sehr leise, denn der Raum ist nicht größer als ein halbes Klassenzimmer.
Schräg gegenüber läuft in einem Café die Konferenz zum DFB-Pokal. Ich setze mich dazu, bestell mir was zu essen und freu mich, als zuerst Rolli und dann auch Tim um die Ecke kommen. Mit beiden hab ich vor über 10 Jahren mit Vorliebe Neil Young durch den Proberaum gejagt, bevor wir mit unseren eigenen Songs dann als SportClub u.a. beim "Woodstock in Bad Salzuflen" (O-Ton Ortrud Wunsch) die Verstärker auf 10 gedreht haben. 4-5 Stunden später sehe ich in der Wohnung von Tim, bei dem ich heute übernachte, dann sogar unser altes Tape "Rote Karte - Gelbsucht", ein Name, den unser alter Trommler Tittel zu verantworten hat.
Als im Fußball zwar noch nicht alle, aber einige Entscheidungen gefallen sind, gehen wir rüber in's Intersoup. Der Keller ist leer, aber es ist spät genug und Flomann ist auch da und der Tenstaag-Boy auch. Ich freu mich!
Als ich der Thekendame sage: "Ich fang dann mal an.", was übersetzt so viel heißen sollte wie "Kriegen die Leute das hier oben eigentlich mit, wenn unten ein Konzert anfängt?" sagt diese mir: "Du kannst Dich auch beim DJ grad noch selbst ansagen." Ich hoffe, daß ich mich verhört habe und gehe schweigend die Treppe runter. Tim versteht das alles nicht und will noch mal oben an der Theke Bescheid sagen. Er kam kopfschüttelnd wieder. Die Thekenfrau sagte ihm, daß sie keine Zeit hätte, er solle direkt zum DJ gehen und der DJ sagte ihm, daß er keine Zeit hätte. Dit is' Berlin, wa?
Ich fang an zu spielen, es kommen ein paar wenige Leute dazu, nach 2-3 Songs auch Julius, der wohl beste Praktikant, den das Bielefelder Kamp je hatte. (Mit Julius schreibe ich mir bevorzugt Sms, in denen wir mit Freude unserer uneingeschränkten Sympathie für den SV Werder Bremen Ausdruck verleihen.) Es macht mir Spaß meine Lieder zu spielen, ist ja fast wie bei einem meiner Freunde im Wohnzimmer.
Kurz vor Schluß kommt noch ein Päärchen rein, welches meine Aufmerksamkeit bis zum Ende immer wieder auf sich zieht, denn die Lady sieht entweder traurig oder ziemlich fertig aus, da bin ich mir nicht sicher, und dem Typen fallen ziemlich schnell die Augen zu und an den ganz leisen Stellen meine ich ihn schlafen bzw. schnarchen zu hören. Ob er vielleicht nicht wollte, aber nicht anders konnte, weil nur sie den Wohnungsschlüssel hat?
Als ich mit meiner Privatvorstellung fertig bin, will ich mir noch was zu trinken holen und man bzw. Frau Thekenkraft stellt meine Getränkemarkensituation in Frage und mir wird die Sache fast schon zu blöd.
Mit den Fantastischen 5 stehe ich dann noch lange draußen vor dem Laden und freue mich, daß sie mich alle besucht haben. Wir lachen über dies und jenes und hoffen, daß ich morgen in Leipzig bei kompetenteren Leuten spiele. Etwas später fällt mir dann noch mal die Booking-Mail vom Intersoup ein und damit ich mir auch sicher bin, lese ich es noch einmal genau nach: "Wir bieten: fürsorgliches, spaßiges und liebreizendes Barpersonal." Da war ich heute wohl in einem anderen Laden! Schade, ich hatte mich eigentlich drauf gefreut.
Auf der Infotafel am Intersoup, die den Kunden handgeschrieben über die aktuelle Abendveranstaltung informiert, steht noch die Lesung vom Vorabend. Das wird sich auch bis nach meinem Konzert nicht ändern.
Nachdem man mir im Keller des Ladens, wo sich der eigentlich ganz gemütliche Konzertraum befindet, Licht gemacht hat und etwas Zeit vergangen ist, frage ich oben an der Theke nach jemandem, der für die Technik verantwortlich ist, da ich nicht einfach so an dem fremden Equipment rumfingern will. "Da kommt keiner. Das machen die Bands immer selbst." Somit stelle ich fest, daß der Begriff "Mischer" in der Booking-Email anscheinend nicht für eine Person mit guten Ohren, sondern für das kleine Mischpult in der Ecke steht. Ok. Ich stell mir mein Zeug ein. Viel braucht es nicht, mache alles sehr leise, denn der Raum ist nicht größer als ein halbes Klassenzimmer.
Schräg gegenüber läuft in einem Café die Konferenz zum DFB-Pokal. Ich setze mich dazu, bestell mir was zu essen und freu mich, als zuerst Rolli und dann auch Tim um die Ecke kommen. Mit beiden hab ich vor über 10 Jahren mit Vorliebe Neil Young durch den Proberaum gejagt, bevor wir mit unseren eigenen Songs dann als SportClub u.a. beim "Woodstock in Bad Salzuflen" (O-Ton Ortrud Wunsch) die Verstärker auf 10 gedreht haben. 4-5 Stunden später sehe ich in der Wohnung von Tim, bei dem ich heute übernachte, dann sogar unser altes Tape "Rote Karte - Gelbsucht", ein Name, den unser alter Trommler Tittel zu verantworten hat.
Als im Fußball zwar noch nicht alle, aber einige Entscheidungen gefallen sind, gehen wir rüber in's Intersoup. Der Keller ist leer, aber es ist spät genug und Flomann ist auch da und der Tenstaag-Boy auch. Ich freu mich!
Als ich der Thekendame sage: "Ich fang dann mal an.", was übersetzt so viel heißen sollte wie "Kriegen die Leute das hier oben eigentlich mit, wenn unten ein Konzert anfängt?" sagt diese mir: "Du kannst Dich auch beim DJ grad noch selbst ansagen." Ich hoffe, daß ich mich verhört habe und gehe schweigend die Treppe runter. Tim versteht das alles nicht und will noch mal oben an der Theke Bescheid sagen. Er kam kopfschüttelnd wieder. Die Thekenfrau sagte ihm, daß sie keine Zeit hätte, er solle direkt zum DJ gehen und der DJ sagte ihm, daß er keine Zeit hätte. Dit is' Berlin, wa?
Ich fang an zu spielen, es kommen ein paar wenige Leute dazu, nach 2-3 Songs auch Julius, der wohl beste Praktikant, den das Bielefelder Kamp je hatte. (Mit Julius schreibe ich mir bevorzugt Sms, in denen wir mit Freude unserer uneingeschränkten Sympathie für den SV Werder Bremen Ausdruck verleihen.) Es macht mir Spaß meine Lieder zu spielen, ist ja fast wie bei einem meiner Freunde im Wohnzimmer.
Kurz vor Schluß kommt noch ein Päärchen rein, welches meine Aufmerksamkeit bis zum Ende immer wieder auf sich zieht, denn die Lady sieht entweder traurig oder ziemlich fertig aus, da bin ich mir nicht sicher, und dem Typen fallen ziemlich schnell die Augen zu und an den ganz leisen Stellen meine ich ihn schlafen bzw. schnarchen zu hören. Ob er vielleicht nicht wollte, aber nicht anders konnte, weil nur sie den Wohnungsschlüssel hat?
Als ich mit meiner Privatvorstellung fertig bin, will ich mir noch was zu trinken holen und man bzw. Frau Thekenkraft stellt meine Getränkemarkensituation in Frage und mir wird die Sache fast schon zu blöd.
Mit den Fantastischen 5 stehe ich dann noch lange draußen vor dem Laden und freue mich, daß sie mich alle besucht haben. Wir lachen über dies und jenes und hoffen, daß ich morgen in Leipzig bei kompetenteren Leuten spiele. Etwas später fällt mir dann noch mal die Booking-Mail vom Intersoup ein und damit ich mir auch sicher bin, lese ich es noch einmal genau nach: "Wir bieten: fürsorgliches, spaßiges und liebreizendes Barpersonal." Da war ich heute wohl in einem anderen Laden! Schade, ich hatte mich eigentlich drauf gefreut.
19.09.09 - Schwerin, Café Kunterbunt
Da ich recht früh in Schwerin ankomme, hab ich noch genügend Zeit, um mal runter an den See und zum Schloß zu gehen. Hier bin ich vor Jahren immer wieder vorbeigefahren, als ich meine alte Heimat Güstrow besucht habe. Da aber gerade heute an einem Samstag wegen der BuGa ein ziemlicher Auflauf herrscht und ich sowieso ziemlich platt bin, geh ich lieber noch mal auf's Zimmer, welches direkt nebenan des Café Kunterbunt ist und stelle mir zum Glück den Wecker, denn ich schlafe (für mich untypisch) auf der Stelle ein.
Als ich zum Soundcheck komme, packt mich tatsächlich Angst, was den späteren Abend angeht, denn die Leute sind hier zwar von der guten Sorte, aber bzgl der Technik vor Ort gibt es hier ein paar große Fragezeichen. Der Freund der Veranstalterin meint auf meine Bedenken hin aber nur "Das kriegen wir schon hin. Nur die Ruhe." Um es kurz und knapp zu erklären: es waren falsche Kabel bzw Anschlüsse vorhanden, mit denen ich nichts zu tun hatte. Der junge Mann schnitt Kabel auseinander, flickte diese mit anderen wieder zusammen und bastelte am Ende tatsächlich alles so, daß wir Stimme und Gitarre über das hier vorhandene DJ-Pult und dann eben über die Anlage hören konnten. Auf mein verwundertes Nachfragen antwortete mir die Veranstalterin nur, daß alle anderen Bands immer ihre eigenen Anlagen mitbringen. Aber ich will mich gar nicht ärgern, sondern freue mich sehr über die großartige Hilfe des jungen Mannes mit den flinken Bastelfingern, mit dem zusammen dann der Soundcheck auch gut läuft.
Einlass ist um Acht, Beginn um Neun, also geh ich noch mal runter zum nun sehr schön beleuchteten Schweriner Schloß, bin kurz nach Neun wieder am Laden und schaute wahrscheinlich zuerst wie ein Auto, bevor ich seltsamer Weise immer mehr anfangen musste zu grinsen: Ich war mein erster Gast! Die Veranstalterin entschuldigte sich tausend Mal, verstand die ganze Sache gar nicht und sagte immer wieder, daß es die Woche doch 2x in der Zeitung stand und wie sehr es ihr leid tue.
Wir verschieben den Beginn auf 22 Uhr. Ich sehe noch, wie sie ca 100 Einladungs-Sms in Ihr Handy tippt und gehe wieder runter an's Wasser, schreib nun selbst Trost suchend verzweifelte Sms an Freunde und Familie, bin kurz nach 22 Uhr wieder vor Ort und sehe mich höchstens einer Hand voll Leuten gegenüber. Während ich die ersten Lieder spiele, werden es langsam doppelt so viele, von denen ich aber nicht so genau weiß, ob die meissten von ihnen sich wirklich dafür interessieren, was da auf der Bühne gespielt und gesungen wird. Das alles wäre ok, wenn der Laden auch dem entsprechend klein wäre, aber er ist ziemlich groß und ich komme mir irgendwie ziemlich verloren vor. Fühlt sich seltsam an.
Nach dem Konzert vergrabe ich mich in meinem alten Rolling Stone, um endlich die 16 Seiten über Bob Dylan zu Ende zu lesen, unterhalte mich lange mit einem ebenfalls ehemaligen Güstrower und mache mich schliesslich gegen 2 oder 3 Uhr noch auf den Weg "Zum Freischütz", einer Kneipe, die man mir vorher empfohlen hat, die mir dann auch gut gefällt und wo ich ein schließlich doch recht einsames Gute-Nacht-Malz trinke.
Am nächsten Tag verabschiede ich mich von dem freundlichen Hostel-Chefcoach, komme meiner alten Heimat immer näher und höre während der Fahrt zuerst die letzte Scheibe von Niels Frevert, könnte an manchen Stellen heulen und drehe dann vor Güstrow noch eine Ehrenrunde, damit ich auch die St.Amour von Tom Liwa noch bis zum Ende hören kann. Hab beide Platten länger nicht angemacht, sind aber beide so wunderbar.
Als ich zum Soundcheck komme, packt mich tatsächlich Angst, was den späteren Abend angeht, denn die Leute sind hier zwar von der guten Sorte, aber bzgl der Technik vor Ort gibt es hier ein paar große Fragezeichen. Der Freund der Veranstalterin meint auf meine Bedenken hin aber nur "Das kriegen wir schon hin. Nur die Ruhe." Um es kurz und knapp zu erklären: es waren falsche Kabel bzw Anschlüsse vorhanden, mit denen ich nichts zu tun hatte. Der junge Mann schnitt Kabel auseinander, flickte diese mit anderen wieder zusammen und bastelte am Ende tatsächlich alles so, daß wir Stimme und Gitarre über das hier vorhandene DJ-Pult und dann eben über die Anlage hören konnten. Auf mein verwundertes Nachfragen antwortete mir die Veranstalterin nur, daß alle anderen Bands immer ihre eigenen Anlagen mitbringen. Aber ich will mich gar nicht ärgern, sondern freue mich sehr über die großartige Hilfe des jungen Mannes mit den flinken Bastelfingern, mit dem zusammen dann der Soundcheck auch gut läuft.
Einlass ist um Acht, Beginn um Neun, also geh ich noch mal runter zum nun sehr schön beleuchteten Schweriner Schloß, bin kurz nach Neun wieder am Laden und schaute wahrscheinlich zuerst wie ein Auto, bevor ich seltsamer Weise immer mehr anfangen musste zu grinsen: Ich war mein erster Gast! Die Veranstalterin entschuldigte sich tausend Mal, verstand die ganze Sache gar nicht und sagte immer wieder, daß es die Woche doch 2x in der Zeitung stand und wie sehr es ihr leid tue.
Wir verschieben den Beginn auf 22 Uhr. Ich sehe noch, wie sie ca 100 Einladungs-Sms in Ihr Handy tippt und gehe wieder runter an's Wasser, schreib nun selbst Trost suchend verzweifelte Sms an Freunde und Familie, bin kurz nach 22 Uhr wieder vor Ort und sehe mich höchstens einer Hand voll Leuten gegenüber. Während ich die ersten Lieder spiele, werden es langsam doppelt so viele, von denen ich aber nicht so genau weiß, ob die meissten von ihnen sich wirklich dafür interessieren, was da auf der Bühne gespielt und gesungen wird. Das alles wäre ok, wenn der Laden auch dem entsprechend klein wäre, aber er ist ziemlich groß und ich komme mir irgendwie ziemlich verloren vor. Fühlt sich seltsam an.
Nach dem Konzert vergrabe ich mich in meinem alten Rolling Stone, um endlich die 16 Seiten über Bob Dylan zu Ende zu lesen, unterhalte mich lange mit einem ebenfalls ehemaligen Güstrower und mache mich schliesslich gegen 2 oder 3 Uhr noch auf den Weg "Zum Freischütz", einer Kneipe, die man mir vorher empfohlen hat, die mir dann auch gut gefällt und wo ich ein schließlich doch recht einsames Gute-Nacht-Malz trinke.
Am nächsten Tag verabschiede ich mich von dem freundlichen Hostel-Chefcoach, komme meiner alten Heimat immer näher und höre während der Fahrt zuerst die letzte Scheibe von Niels Frevert, könnte an manchen Stellen heulen und drehe dann vor Güstrow noch eine Ehrenrunde, damit ich auch die St.Amour von Tom Liwa noch bis zum Ende hören kann. Hab beide Platten länger nicht angemacht, sind aber beide so wunderbar.
18.09.09 - Kiel, Prinz Willy
Recht spät mach ich mich von Hamburg auf den Weg zum Prinzen von Kiel. Es ist Freitag, später Nachmittag und in Hamburg herrscht Feierabendverkehr. Als ich bei Willy ankomme, ist aber alles ganz entspannt, ich baue auf, spiele ein bischen was an und koste dann erstmal von dem leckeren Kuchen, den es hier gibt.
Auf diesen Abend hab ich mich im Vorfeld schon richtig gefreut, denn die 2 Male, die ich schon hier war, blieben mir als sehr angenehm in Erinnerung. Und heute? Das hier wird der beste Kiel-Abend von allen! Die Leute sind mucksmäuschenstill, wir haben einen guten Draht zueinander, finde ich, und ich fühl mich auch ganz gut mit der Gitarre.
Nach am Ende zwei nicht geplanten Zugaben erfahre ich noch was über das Bob Dylan Konzert in Hannover, zu dem ich im März eigentlich auch gehen wollte und dann nicht konnte, erkenne Gesichter vom letzten Mal wieder, genieße draußen in der recht warmen Nacht meinen großartigen Salat und gehe schliesslich zu ganz später Stunde noch mal runter an's Wasser.
Am nächsten Morgen gibt's leckeres Frühstück mit Willy, ich drehe mit meinem kaputten Rücken noch mal 'ne Runde am Wasser, dieses Mal bei schönstem Sonnenschein und mach mich dann guter Dinge auf den Weg nach Mecklenburg.
Auf diesen Abend hab ich mich im Vorfeld schon richtig gefreut, denn die 2 Male, die ich schon hier war, blieben mir als sehr angenehm in Erinnerung. Und heute? Das hier wird der beste Kiel-Abend von allen! Die Leute sind mucksmäuschenstill, wir haben einen guten Draht zueinander, finde ich, und ich fühl mich auch ganz gut mit der Gitarre.
Nach am Ende zwei nicht geplanten Zugaben erfahre ich noch was über das Bob Dylan Konzert in Hannover, zu dem ich im März eigentlich auch gehen wollte und dann nicht konnte, erkenne Gesichter vom letzten Mal wieder, genieße draußen in der recht warmen Nacht meinen großartigen Salat und gehe schliesslich zu ganz später Stunde noch mal runter an's Wasser.
Am nächsten Morgen gibt's leckeres Frühstück mit Willy, ich drehe mit meinem kaputten Rücken noch mal 'ne Runde am Wasser, dieses Mal bei schönstem Sonnenschein und mach mich dann guter Dinge auf den Weg nach Mecklenburg.
17.09.09 - Hamburg, Freundlich & Kompetent
Vor dem Konzert seh ich mir bei meiner Schwester die erste Halbzeit vom HSV in Wien an: furchtbar! Bevor ich einschlafe, fahre ich rüber in's F&K, wo das Spiel auch gezeigt wird, die zweite Halbzeit noch läuft und ich mir etwas Sorgen mache, wie gleich das Konzert laufen wird, wenn die mit einer Niederlage gebeutelten HSV-Fans noch an der Theke die Auswärtsniederlage diskutieren, während ich Ihnen mein Seelenleid darbieten will.
Meine Sorgen waren berechtigt, denn während des ganzen Konzertes tun ein paar Leute an der Theke alles, um auch auf jeden Fall lauter zu sein, als ich es auf der Bühne sein kann und will. In ein paar Tagen werde ich rückblickend feststellen, daß das hier mein schlechtestes Konzert der Tour war.
Gefreut habe ich mich aber trotzdem über den Besuch meiner Schwester, von Jens, vom Zero-Man und ganz besonders von Christoph.
Auf dem Weg zurück zu meiner Schwester denke ich dann noch einmal an die HSV-Fans und singe leise vor mich hin: "...und das Größte und das Schönste auf der Welt ist der SV Werder Breeemen!"
Meine Sorgen waren berechtigt, denn während des ganzen Konzertes tun ein paar Leute an der Theke alles, um auch auf jeden Fall lauter zu sein, als ich es auf der Bühne sein kann und will. In ein paar Tagen werde ich rückblickend feststellen, daß das hier mein schlechtestes Konzert der Tour war.
Gefreut habe ich mich aber trotzdem über den Besuch meiner Schwester, von Jens, vom Zero-Man und ganz besonders von Christoph.
Auf dem Weg zurück zu meiner Schwester denke ich dann noch einmal an die HSV-Fans und singe leise vor mich hin: "...und das Größte und das Schönste auf der Welt ist der SV Werder Breeemen!"
16.09.09 - Bremen, Couchclub Urlaub
Das erste Konzert nach einigen Monaten ist ja immer so eine Sache, aber heute trotzdem kein Grund, sich Sorgen zu machen. Bin guter Dinge und freu mich auf meine kleine Tour.
Sebastian vom Urlaub Club kenne ich noch von meinem letzten Gastspiel hier zusammen mit den Jungs von Chelsy. Nachdem wir mir eine kleine Ecke in dem schlauchförmigen, nicht all zu großen Laden zurechtgeräumt haben, gehen wir auf die andere Straßenseite, essen dort was und sehen uns Stuttgart's Einstieg in die Champions League an: Lohnt nicht, da dreh ich lieber noch 'ne Runde durch's Viertel.
Als ich wieder am Laden bin, sind alle Plätze besetzt und ich spiele nach Monaten mal wieder meine Lieder. Die Leute hören zu, sind freundlich, ab und zu hör ich hinter mir den Kickertisch, was aber heute nicht weiter stört und wir schmunzeln gemeinsam über die seltsamen Geräusche, die Sebastian's Mini-Verstärker mir ein paar mal in den Weg wirft.
Sebastian ist es auch, der mir nach dem Konzert meine vierte, fünfte oder sechste Bestellung von alkoholfreien Getränken mit den Worten "Du gibst es dir aber heute richtig, was?!" überreicht. Wie man's nimmt. Zumindest lande ich erst 4:30h in der Kiste, nachdem ich vorher noch dies und das über Hebammen und die Kelly Family erfahre und feststelle, daß die Welt doch ein Dorf ist.
Am nächsten Tag nehm ich mir noch etwas Zeit für die Bremer Innenstadt und selbstverständlich geht's auch noch mal in den Werder-Fanshop am Weserstadion. Ich hoffe, daß ich zusammen mit meinem Bruder bald mal wieder hier bin!
Sebastian vom Urlaub Club kenne ich noch von meinem letzten Gastspiel hier zusammen mit den Jungs von Chelsy. Nachdem wir mir eine kleine Ecke in dem schlauchförmigen, nicht all zu großen Laden zurechtgeräumt haben, gehen wir auf die andere Straßenseite, essen dort was und sehen uns Stuttgart's Einstieg in die Champions League an: Lohnt nicht, da dreh ich lieber noch 'ne Runde durch's Viertel.
Als ich wieder am Laden bin, sind alle Plätze besetzt und ich spiele nach Monaten mal wieder meine Lieder. Die Leute hören zu, sind freundlich, ab und zu hör ich hinter mir den Kickertisch, was aber heute nicht weiter stört und wir schmunzeln gemeinsam über die seltsamen Geräusche, die Sebastian's Mini-Verstärker mir ein paar mal in den Weg wirft.
Sebastian ist es auch, der mir nach dem Konzert meine vierte, fünfte oder sechste Bestellung von alkoholfreien Getränken mit den Worten "Du gibst es dir aber heute richtig, was?!" überreicht. Wie man's nimmt. Zumindest lande ich erst 4:30h in der Kiste, nachdem ich vorher noch dies und das über Hebammen und die Kelly Family erfahre und feststelle, daß die Welt doch ein Dorf ist.
Am nächsten Tag nehm ich mir noch etwas Zeit für die Bremer Innenstadt und selbstverständlich geht's auch noch mal in den Werder-Fanshop am Weserstadion. Ich hoffe, daß ich zusammen mit meinem Bruder bald mal wieder hier bin!
02.05.09 - Essen, Grend - Support für Gisbert zu Knyphausen
Auf dem Weg nach Essen höre ich im Autoradio wieder die Fußball-Bundesliga. So langsam geht es in die entscheidende Phase. Am Grend, einer alten Schule, angekommen, fällt mir sofort ein Plakat von Herrn Distelmeyer in's Auge. Der Mann ist also auch wieder am Start, sehr gut!
Der Veranstalter Markus ist ein sehr netter Typ und auch Carsten, dessen Namen ich bisher immer nur unter Konzertberichten gelesen habe, lerne ich nun kennen. Soundcheck klappt gut, ist ja auch nicht viel dran. Bis zum sehr, sehr leckerem Essen seh ich mit Gisbert noch die Sportschau. Freu mich sehr, daß wir uns wiedersehen. Marcus von Chelsy kommt auch schon vorbei und extra für ihn geht's heut im Ruhrpott mit Chelsy-Shirt auf die Bühne.
Keine Ahnung, was da später beim Konzert passierte, aber bei "Freigetränk" finde ich zunächst nicht den richtigen Akkord. Manchmal ist es seltsam. Widerum wunderbar ist allerdings, daß während des Konzertes die Leute tatsächlich mal wieder komplett still sind und wirklich zuhören. Die Email-Liste wird nach dem Konzert auch immer voller. Schönes Ding! Das gute Gisbert-Publikum eben. Während Gisbert dann später sein Konzert spielt, stelle ich mich hinten in den Raum und wundere mich, wieviel Platz dort noch ist, obwohl das Konzert ausverkauft ist. Wenn ich jetzt nichts durcheinander bringe, sehr ich Gisbert heute zum ersten Mal solo, nachdem ich ihn mit Band nun schon 9 oder 10x gesehen hab.
Als die Musik verklungen und der Saal geräumt ist, geht's mit Marcus relativ schnell in die Heldenbar im Grillo-Theater, um dort auf'n Malz in der Disco mal nach dem Rechten zu sehen, bevor wir bei ihm zuhaus dann noch mal schauen, ob der Plattenspieler auch morgens um 2 Uhr noch funktioniert und ich mir Geschichten über's Holzhacken in Essen anhöre.
Der Veranstalter Markus ist ein sehr netter Typ und auch Carsten, dessen Namen ich bisher immer nur unter Konzertberichten gelesen habe, lerne ich nun kennen. Soundcheck klappt gut, ist ja auch nicht viel dran. Bis zum sehr, sehr leckerem Essen seh ich mit Gisbert noch die Sportschau. Freu mich sehr, daß wir uns wiedersehen. Marcus von Chelsy kommt auch schon vorbei und extra für ihn geht's heut im Ruhrpott mit Chelsy-Shirt auf die Bühne.
Keine Ahnung, was da später beim Konzert passierte, aber bei "Freigetränk" finde ich zunächst nicht den richtigen Akkord. Manchmal ist es seltsam. Widerum wunderbar ist allerdings, daß während des Konzertes die Leute tatsächlich mal wieder komplett still sind und wirklich zuhören. Die Email-Liste wird nach dem Konzert auch immer voller. Schönes Ding! Das gute Gisbert-Publikum eben. Während Gisbert dann später sein Konzert spielt, stelle ich mich hinten in den Raum und wundere mich, wieviel Platz dort noch ist, obwohl das Konzert ausverkauft ist. Wenn ich jetzt nichts durcheinander bringe, sehr ich Gisbert heute zum ersten Mal solo, nachdem ich ihn mit Band nun schon 9 oder 10x gesehen hab.
Als die Musik verklungen und der Saal geräumt ist, geht's mit Marcus relativ schnell in die Heldenbar im Grillo-Theater, um dort auf'n Malz in der Disco mal nach dem Rechten zu sehen, bevor wir bei ihm zuhaus dann noch mal schauen, ob der Plattenspieler auch morgens um 2 Uhr noch funktioniert und ich mir Geschichten über's Holzhacken in Essen anhöre.